Winnenden Stiftung fordert Vorschfrift: Lkw bei Stau auf rechte Spur

Winnenden.
Lastwagen sollen nach einer Forderung der Björn-Steiger-Stiftung bei Staus sofort auf die rechte Fahrspur wechseln müssen. Stiftungspräsident Pierre-Enric Steiger forderte die Politik auf, schnell eine entsprechende gesetzliche Vorschrift zu erlassen. Wenn breite Lastwagen auf der mittleren oder linken Spur fahren, werde eine Rettungsgasse enger, was Notfallhelfern das Durchkommen erschwere. "Das kann fatale Folgen haben", teilte Steiger am Montag am Sitz der Stiftung in Winnenden mit.

Nach einer von der Stiftung angeführten Umfrage des Deutschen Roten Kreuzes funktioniert in Deutschland die Bildung von Rettungsgassen häufig nicht. Bei 80 Prozent der beobachteten Fälle würden Ersthelferwagen bei ihrer Fahrt zum Unfallort durch ungünstig stehende Autos behindert. Viele Autofahrer reagierten auch auf Aufforderung nicht.

Nach Einschätzung der Stiftung sind auch Lastwagen ein Problem, die nicht direkt nach rechts fahren - sei es, weil die Fahrer die Spur nicht wechseln wollen oder weil sie von Autos am Einordnen gehindert würden. Klare Vorschriften und deutliche Sanktionen bei Verstößen könnten nach Steigers Überzeugung helfen, das Bewusstsein für Rettungsgassen zu schärfen.

Eine Rettungsgasse wird gebildet, indem alle Fahrzeuge auf der linken Spur so weit wie möglich nach links fahren und alle Fahrzeuge auf den mittleren und auf der rechten Spur nach rechts.

Die Björn-Steiger-Stiftung setzt sich für die Verbesserung der Notfallhilfe in Deutschland ein. Ute und Siegfried Steiger hatten sie 1969 gegründet, nachdem ihr achtjähriger Sohn bei einem Verkehrsunfall gestorben war. Damals gab es noch keinen flächendeckenden Rettungsdienst in Deutschland.

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