Winnenden/Stuttgart OB Holzwarth bleibt in Winnenden

Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth bleibt den Winnendern erhalten. Foto: ZVW/Benjamin Büttner (Archiv)

Winnenden/Stuttgart.
Überraschend früh, schon am Samstagnachmittag um 15.45 Uhr, hat sich die Stuttgarter CDU-Findungskommission auf einen Kandidaten geeinigt: Dr. Frank Nopper, Oberbürgermeister von Backnang, soll für die CDU für das Amt des Stuttgarter Oberbürgermeisters kandidieren. Damit ist noch längst nicht alles entschieden. Aber eine Frage vieler Winnender ist beantwortet: Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth bleibt den Winnendern erhalten.

Als am 24. Januar bekannt wurde, dass Holzwarth zur engeren Auswahl der Stuttgarter CDU-Kandidaten gehört, und dass er bereit ist, dort fürs Amt des Oberbürgermeisters zu kandidieren, waren die Meinungen unter kommunalpolitisch aktiven Winnendern einhellig: Sie trauen ihm das Amt in der Landeshauptstadt zu – sie würden es ihm gönnen – und sie fänden es für Winnenden bedauerlich, wenn er die Stadt verließe. Auch die Gespräche beim Einkaufen und in der Marktstraße liefen alle darauf hinaus: Toll, dass er es wagt. Man hörte wirklich einen gewissen Stolz auf Winnenden heraus.

„Ich stehe zur Verfügung“

Holzwarth selbst hatte eher unaufdringlich erklärt: Er ist bereit für die Kandidatur. Wörtlich sagte er: „Ich stehe zur Verfügung.“ Seine Selbsteinschätzung war realistisch genug, sich aus allem Weitergehenden herauszuhalten und lieber seine Arbeit in Winnenden in den Vordergrund zu stellen. Dass die Findungskommission eine ganze Reihe von sehr guten Kandidaten hatte, wusste er und hatte er schon im Januar im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt. Dass er dem Backnanger Oberbürgermeister Frank Nopper eine OB-Kandidatur in Stuttgart und auch einen Wahlsieg zutraut, hatte Holzwarth schon beim Winnender Neujahrsempfang öffentlich erklärt.

Wie aus CDU-Kreisen zu vernehmen war, hatte die Findungskommission am Samstag gegen Ende der Beratung nur noch Holzwarth und Nopper in der engsten Entscheidung, während auf die anderen Kandidaten im Laufe des Verfahrens verzichtet wurde. Die Entscheidung muss am Ende eher knapp ausgefallen sein, aber eindeutig.

Am 8. November entscheiden die Stuttgarter Wähler

Frank Nopper wird, nach allem, was vorhersehbar ist, am 21. März von den Stuttgarter CDU-Mitgliedern zum Kandidaten gewählt werden. Der mögliche Gegenkandidat Stefan Kaufmann, CDU-Kreisvorsitzender von Stuttgart, hat bereits am Wochenende in einer Erklärung gegenüber der Stuttgarter Zeitung sein Interesse an einer Kandidatur zurückgezogen.

Weitere Interessierte sind nicht in Sicht, so dass die CDU-Versammlung nur einen Kandidaten hat, den sie akzeptieren oder ablehnen kann. Am 8. November werden die Stuttgarter Wähler entscheiden, ob Frank Nopper eine Mehrheit bekommt.

  • Bewertung
    7
Der ZVW Morgen-Newsletter

Gut informiert in den Tag starten. Einfach kostenlos anmelden.

Heute in Ihrer Tageszeitung

Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!