Winnenden Tolles Wetter, volle Stadt: Wonnetag in Winnenden

Winnenden. Herausgelockt durch das sprichwörtliche Bilderbuchwetter, flanierten die Besucher des Wonnetags mit verkaufsoffenem Sonntag dicht an dicht die Marktstraße rauf und runter, von Geschäft zu Geschäft, von Stand zu Stand. Thematischer Schwerpunkt war dieses Mal Nachhaltigkeit und Ökologie, fairer Handel und Zukunftsmobilität.

Während der Winnender Wonnetag letztes Jahr ganz im Zeichen des Siegs Prinz Eugens über eine türkische Armee 1717 vor Belgrad stand und üppig die Rolle gefeiert wurde, die der Mops des Herzogs Carl Alexander dabei gespielt hatte, ging es heuer eher etwas beschaulicher zu. Anstatt in die Vergangenheit richtete sich nun auf dem Viehmarktplatz der Blick nach vorn. Die Projektgruppe „Transition Town 2025 - Region Rems-Murr“ lud dort auf ihre „Zukunftsinsel“ ein, um den Besuchern Denkanstöße über umweltfreundliche Produkte, solidarisches Wirtschaften und klimaschonende Projekte zu vermittel. Im Jugendhaus warteten Vorträge über solidarische Landwirtschaft, Naturheilkunde und -kosmetik, Gemeinwohlökonomie.

Discover stellt Moringapulver und Hilfe für Ostafrika vor

Etwa 30 Stände ballten sich auf dem Parkplatz am Ende der Fußgängerzone auf engem Raum zusammen, an denen sich der interessierte Besucher Anregungen, Ideen oder auch einfach nur Waren abholen konnte. Während es für manche Kinder eine aufregende Erfahrung war, einmal ein „echtes“ Feuer zu sehen, zu riechen und zu fühlen, versuchte der Verein Discover den Blick nach Ghana und Ostafrika und die dort von ihm unterstützten Projekte zu lenken und gleichzeitig den Konsum von Moringapulver schmackhaft zu machen. Dieses wird aus Blättern des Meerrettichbaumes (Moringa oleifera), auch Wunderbaum oder Baum des Lebens genannt, gemacht. Es soll wichtige Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten und kann in grüne Smoothies oder Suppen, Reisgerichte mit Spinat oder Salatsoßen gemischt werden.

Selbst das Schießen auf die etwas versteckt aufgebaute Torwand fand diesmal mit garantiert fair produzierten Fußbällen statt.

Die evangelisch-methodistische Gemeinde wiederum animierte dazu, bei ihrer Maiaktion „Übern Zaun schauen“ mitzumachen, also einfach jemanden aus der Nachbarschaft, zu dem man bisher keinen Kontakt hatte, zu sich zum Kaffee einzuladen.

Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

Am Stand der Stadt Winnenden selbst stand ebenfalls die Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Es gab reichlich Informationsmaterial dazu, sowohl was das Vermeiden von Plastikmüll angeht, das nachhaltige Einkaufen, Wandern, Radfahren und Reisen, wie auch in Bezug auf das nachhaltige Tauschen und Teilen.

Letzterem Thema widmete sich auch der Infostand der Stadtmobil Carsharig AG, die versucht, die Autofahrer davon zu überzeugen, vom eigenen Pkw auf den öffentlichen Personennahverkehr und gemeinschaftlich genutzte Stadtmobil-Autos umzusteigen, unter dem Motto: „Ihr Einstieg in die wirtschaftliche und ökologische Mobilität der Zukunft.“


40 Stände

Im Mittelpunkt des Tages stand der Verkauf in ungefähr 40 Ständen entlang der Marktstraße und in den fest ansässigen Geschäften, von denen viele mit speziellen Angeboten und Schnäppchen lockten.

Die Gastronomie präsentierte sich international: Frühlingsrolle, Döner, Yufka, Börek, Langosch fehlten nicht neben Roter Wurst, Schweinesteak und all den anderen Vertretern der multikulturellen Imbissvielfalt.


Tanz als Bühnenprogramm

Auf der Marktplatz-Bühne haben drei Winnender Tanzschulen das Programm gestaltet. Den Auftakt machte MonRo und die dort lernenden Gruppen mit Kindern im Alter von vier Jahren bis zum Teenager, den Schluss Sven Bodemers Schule.

Kürzer als zunächst geplant fiel wegen anderer Verpflichtungen die Präsentation der Tanzakademie Minkov aus. Sechs- bis achtjährige Balletttänzerinnen federten in ihren Tutus im Reigen über die Bühne. Danach erklangen fette Beats, Mädchen zeigten Hip-Hop-Schritte und Armbewegungen. Stylisch gelang der Jazztanz, acht Mädchen tanzten mit schwarzen Hüten zu einem Stück, das ein klassisches Geige-Klavier-Intro poppig remixed hat. Selbstbewusst traten Jugendlichen in roten Kleidern auf, sehr locker und lächelnd die Hip-Hop-Kinder von Moe Messenger.

  • Bewertung
    16
 

1 Kommentar

Kommentieren

  1. (Anschrift und E-Mail sind keine Pflichtangabe, allerdings können Kommentare ohne Angabe der vollständigen Adressdaten in der gedruckten Ausgabe leider nicht berücksichtigt werden. E-Mail, Straße und Nummer werden nicht veröffentlicht.)
    Kommentare werden vor der Veröffentlichung auf der Seite geprüft. Es gelten unsere Kommentarregeln (siehe Link oben rechts) und unsere Datenschutzerklärung . Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden nicht veröffentlicht.

Heute in Ihrer Tageszeitung

  • Waiblinger Kreiszeitung
  • Schorndorfer Nachrichten
  • Winnender Zeitung
  • Welzheimer Zeitung
Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!