Winnenden und Umgebung Viel Lob für den Titelverteidiger

Gerhard Häuser legte am Donnerstagabend den Amtseid ab. Verpflichtet wurde der Bürgermeister durch Hermann Zoller, in Gegenwart von Brigitte Röger (l.) und Anja Wenninger. Bild: Schneider Foto: ZVW

Gerhard Häuser ist feierlich auf seine dritte Amtszeit als Bürgermeister verpflichtet worden

Schwaikheim. Fehlte nur noch, dass Brigitte Röger abfragte, ob denn Einwände gegen die Tagesordnung bestehen. Die stellvertretende Bürgermeisterin nahm den Umstand, dass die feierliche Verpflichtung von Gerhard Häuser für seine dritte Amtszeit als Bürgermeister wie vorgeschrieben im Rahmen einer Gemeinderatssitzung stattfand, sehr genau. Die rund 300 Gäste in der Gemeindehalle durften auch bei anderen Rednern noch öfters schmunzeln.

Brigitte Röger wies eingangs pflichtgemäß darauf hin, dass einer der Räte, natürlich entschuldigt, fehlte und dass ordnungsgemäß eingeladen worden war. Die Verpflichtungstermine für Häuser seien Glückstage für die Gemeinde gewesen, so die CDU-FB-Rätin, nachdem die Formalien abgearbeitet waren. Sie gab dem alten und neuen Bürgermeister auf den Weg, die Bürger erwarteten ganz besonders eine gute Lösung in der Ortsmitte. Der Gemeinderat habe den Wunsch, dass die anstehenden Aufgaben zügig angepackt werden, in der von Häuser gewohnt pragmatischen Art. Einarbeitungszeit brauche dieser ja keine mehr.

Die Ehre, Häuser auf seine dritte Amtszeit zu verpflichten, oblag Hermann Zoller, SPD, dem dienstältesten Gemeinderat.

Zielstrebig agierend, mit Standfestigkeit und Charakter

Landrat Johannes Fuchs betonte in seiner Ansprache, die jüngste Bürgermeisterwahl sei für Häuser kein „g’mähtes Wiesle“, sondern ein spannungsgeladenes Duell gewesen. Das Ergebnis sei aber ein klarer Auftrag zum Weitermachen und eine Bestätigung der bisherigen Arbeit von Häuser gewesen. Dieser sei ein zielstrebig agierender Bürgermeister mit Standfestigkeit und Charakter. Im Kampf ums richtige Bildungskonzept habe die Gemeinde die weise Entscheidung getroffen, vorerst nicht auf eine Kooperation bei der Werkrealschule zu setzen und damit Klassen vor Ort zu verlieren. Es sei dem Verhandlungsgeschick Häusers zu verdanken, dass das ehemalige Schefenacker-Gelände nicht zu einer Gewerbebrache geworden sei, lobte Fuchs.

„Der Herausforderer ist gescheitert, Gerhard Häuser bleibt der Chef im Ring. Auch wenn er manchen Treffer einstecken musste, hat er seinen Titel souverän verteidigt“, so Andreas Schaffer, Plüderhäuser Amtskollege von Häuser und Kreisvorsitzender des Gemeindetags, in seinem Grußwort. Natürlich berge so ein Duell mit einem Herausforderer, der kein Leichtgewicht gewesen sei, nur einen „begrenzten Spaßfaktor“. Die erreichten 57 Prozent der Stimmen seien angesichts dessen für Häuser, der die Bodenhaftung nie verliere, ein klarer Ausdruck seiner Leistungsbilanz.

Gerald Warmuth wies als Vertreter der Kirchen darauf hin, dass ein Bürgermeister im Gegensatz zu einem Pfarrer ja gewählt wird und damit stets von einer Mehrheit abhängt. Bei Entscheidungen entstehe daraus oft der Zwang, abzuwägen zwischen dem Populären und dem, was man selbst für richtig hält. Häuser sei stets eine populäre „Figur“ beim katholischen Fasching gewesen, und er werde das auch künftig sein, versprach Warmuth.

Schulleiter Eberhard Bischoff führte launig aus, das Amt eines Bürgermeisters erfordere und vereinige vielfältige Eigenschaften und Talente der unterschiedlichsten Berufe, nicht zuletzt die Würde eines Bischofs. Günter Kubach, Vorsitzender der Sportfreunde, bedankte sich für die Unterstützung der Vereine durch Häuser und den Gemeinderat. Den Vereinen im Ort gehe es auch dank diesen gut. Er wünsche sich aber, dass die eine oder andere Entscheidung künftig spontaner getroffen werde. Beim Anpacken der Probleme könne die Gemeinde sich der Unterstützung der Vereine jederzeit sicher sein.

Er verstehe das Wahlergebnis als klaren Auftrag und Verpflichtung, sich auch weiterhin mit ganzer Kraft und seinem ganzen Können für die Gemeinde einzusetzen, so Gerhard Häuser in seiner Erwiderung. Die Gemeinde Schwaikheim sei im Vergleich zu anderen Kommunen hervorragend aufgestellt. Seine persönliche Zwischenbilanz nach 16 Jahren im Amt heiße „aufrichtige und tiefe Verbundenheit“ mit den Mitbürgern und der Gemeinde Schwaikheim.

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