Winnenden Weihnachtsmarkt verzaubert

Winnenden. Der Winnender Weihnachtsmarkt war dieses Jahr begleitet von wechselhaftem Wetter. Freitag fast durchgehend Nieselregen, Sonntag Schauer – dafür blieb der Samstag trocken. Und war ausgesprochen gut besucht. „Ein Stand auf dem Adlerplatz war danach ausverkauft, und auch das Weingut Luckert hatte am Ende des Abends nichts mehr“, berichtet Timm Hettich vom Verein Attraktives Winnenden.

Offenbar sind viele gekommen, um sich Leib und Seele auf dem ersten Weihnachtsmarkt der Saison zu wärmen. Und um das mit Beleuchtung und Holzbuden aufgewertete Flair zu erleben. Der Nabu-Vorsitzende Horst Schlüter kann gut verstehen, dass der Stadtmarketingverein den Markt kompakter haben wollte, „damit der Betrieb nicht ganz so zerfasert“. Darum hat das Häuschen des Nabu nach Jahren vor Feinkost Rebecca nun einen neuen Platz unterhalb vom Torturm bekommen. Tatsächlich fanden Freunde und Unterstützer dorthin, der Verkauf lief ordentlich. „Vom Vogelfutter her hätten wir sogar mehr haben sollen, von den Fett-Futterglocken weniger“, sagt Schlüter am Sonntagmittag.

Die Gespensterjagd von Kasperle und Seppel gefällt den Kindern

Die Rettungshundestaffel Rems-Murr mit Sitz in Leutenbach ist indes an ihrem angestammten Platz vor der Eisdiele „Toskana“ untergekommen. Wolf Henschel und Katharina Navrofridis werden dort beim Verkauf von Strümpfen und Holzbastelarbeiten sowie dem Verteilen von Informationsmaterial von Hündin Amy unterstützt, die es sich auf einem dicken Kissen bequem gemacht hat und das Interesse genießt.

Gebannt verfolgen Familien auf dem Adlerplatz, wie auf der Puppenbühne Kasper und Seppel dem König und der Prinzessin bei der Jagd nach dem Gespenst beistehen, das in Weinkeller und Speisekammer jede Nacht so einen Lärm aufführt, dass keiner der Schlossbewohner auch nur ein Auge zumachen kann. Und da Kasper versichert, er habe vor Gespenstern keine Angst, geben sich auch die kleinsten Zuschauer mutig, geborgen auf dem Schoß der Mutter oder im Genick des Vaters. Bei den beiden Vorstellungen am Samstag waren insgesamt 170 Zuschauer da. Am Sonntag hat sie der Organisator wegen der Wetterprognose in den Storchenkeller verlegt. „Da müssen wir uns nächstes Jahr eine bessere Überdachung überlegen, oder gleich eine kleine Bühne aufstellen“, sagt Timm Hettich.

Großes Bühnenprogramm mit begeisternden Beiträgen

Für das Wohl von Kindern stehen Sandra Bührle und Steffi Tittel hinter der Verkaufstheke des gemeinsamen Standes der Fördervereine der Haselsteinschule und der Grundschule Schelmenholz. Der Erlös aus dem gemeinsamen Verkauf von Plätzchen, Marmelade, Mützen und Ohrringen komme auf direktem Weg den Schulkindern zugute, versichert Steffi Tittel, in Personalunion Lehrerin an der Haselsteinschule, Mutter eines Kindes in der Schule im Schelmenholz und Aktive im Förderverein Schelmenholzschule.

Und für diejenigen, die inzwischen vom Stehen und Schauen kalte Füße bekommen haben, hält der Feuerwehrmuseumsverein Früchtepunsch, Winzerglühwein oder ein „Schneemännchen“ bereit. Das ist der Name einer herz- und seelewärmenden Kreation aus Glühwein und Amaretto.

Die Bühne auf dem Marktplatz gehört währenddessen der Winnender Tanzschule Monro. Dort begeisterten bereits die vierjährigen Tanzmäuse nicht nur Eltern, Großeltern und Geschwister. Später werden verschiedene Ensembles der Stadtjugendmusikschule das Publikum unterhalten, bis die Stuttgarter Soulband „Madchick“ die Bühne entert. Die Sänger Alex Kraus und Karl Frierson wärmten die Seelen ihrerseits mit Gospel- und Whispersongs.

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