Winnenden Wettbewerb: Wer singt den schönsten Heimat-Song?

Symbolbild. Foto: Pixabay (CC0)

Winnenden. „Ländle. Lieder. Live“ lautet das Motto für den dritten Winnender Songwettbewerb, den der Winnender Plattenfirmenchef Hans Derer auf die Beine stellt. Der SWR-Profi Jürgen Hörig moderiert die Veranstaltung auf der Kronenplatzbühne am 4. Mai. „Das mache ich gern für die Region“, sagt Hörig, Bürger von Berglen.

Die beiden kennen sich gut, duzen sich, kommen prima miteinander klar. Derer ist froh, dass er die Moderation nicht mehr, wie bei den ersten zwei Wettbewerben für Winnenden und Nachbarorte in den Jahren 2008 und 2010, selber bewältigen muss. „Ich bin happy, dass du mitmachst“, sagt er zu dem 53-jährigen Landesschau-Moderator. Ganz seinerseits: „Ich freue mich unheimlich darauf, weil so ein Wettbewerb von Überraschungen lebt, überhaupt nichts Erwartbares kommt. Das ist unglaublich, was in kleinen Gemeinden an Kreativem passiert.“

Lieder mit Sinn sind gewünscht, am liebsten mit hohem Spaßfaktor

Die Liedbeiträge dürfen in der Tat querbeet gemischt durch den musikalischen Gemüsegarten eingereicht werden. Wie bisher auch, man erinnert sich an Chanson oder Ballade neben Heavy Metal, Rap neben Schwabenrock. Thematisch aber dehnt sich der Wettbewerb anlässlich des Landesfests Heimattage, das Winnenden dieses Jahr ausrichtet, auf ganz Baden-Württemberg aus. „Es sind wegen des Mottos ,Miteinander.Leben’ werteorientierte Lieder willkommen, die gelingendes Miteinander thematisieren, Integration, Inklusion. Es darf auch sozial- und gesellschaftskritisch sein. Aber Spaß und Unterhaltung sollen auch nicht zu kurz kommen“, wünscht Ausrichter Hans Derer.

Zeitdruck darf Liedschreiber und Interpreten nicht schrecken

„Allerdings werden wir alles ablehnen, was aus dem Spektrum des rechtsradikalen bis homophoben Gedankenguts stammt“, kündigt er vorsorglich an. Der Heimatbegriff, so weit seine Erfahrung, könne schließlich auch in diesem Sinne ausgelegt werden, und das will er nicht.

So, wie die Beiträge die Gesellschaft in all ihren Facetten beschreiben können, ist auch völlig offen, woher Komponisten, Textschreiber und Interpreten kommen. „Jeder kann mitmachen, Alter, Musikstil und Wohnort sind egal“, sagt Derer. Nur unter Zeitdruck kreativ sein müssen sie: Am 25. April, am Donnerstag nach Ostern, ist Bewerbungsschluss. Danach wird Hans Derer schauen, wer ins Finale kommt, wen er in den drei Stunden von 14 bis 17 Uhr, die er für den Wettbewerb zur Verfügung hat, unterbringt. Die Teilnehmer wiederum entscheiden selbst, ob sie komplett live auftreten oder zu einem mitgebrachten Playback singen wollen.

„Wir stellen die Technik, Schlagzeug und die Verstärkeranlage zur Verfügung“, so Derer. Jürgen Hörig wird sich vorher mit den Musikern kurzschließen und sie fragen, was sie möchten: Soll er nur die Band oder nur ihren Song vorstellen oder gar eine Übersetzung vortragen? Es ist nämlich durchaus möglich, dass man auf Hochdeutsch, Englisch, Griechisch oder Italienisch singt. Es gibt keinen Schwäbisch-Zwang. Auch in dieser Hinsicht ist der Wettbewerb bunt gemischt, wie die Gesellschaft auch.

300 Euro für den Sieger, Platte mit Finalsongs

Die Jury wird mit Musikern und Prominenten besetzt, sagt Organisator Hans Derer. Ihm schweben der örtliche Musikschulleiter Mathias Mundl ebenso vor wie ein Mitglied der Punkband Normahl. Es ist denkbar, dass Moderator Jürgen Hörig, der selbst auch singt und eine CD veröffentlicht hat, in der Jury mitmacht.

Geplant ist, dass das Urteil der Jury jedoch nur die Hälfte der Gesamtnote ausmacht, gleich schwer soll das Urteil des Publikums wiegen.

Der Erste im Finale am 4. Mai (14 bis 17 Uhr auf der Bühne am Kronenplatz) bekommt 300 Euro Preisgeld, der Zweite 200, der Dritte 100 Euro. Einen Spezialpreis, die Teilnahme am „Welcome-To-Europe“-Wettbewerb mit Übernachtung im Europapark Rust am 2. Juli, lobt Derer außerdem aus.

Wer mitmachen möchte, schickt seinen Song als MP3-Datei oder Videodatei an office@sevenus.de, fügt eine Biografie und ein Foto sowie den Songtext hinzu. Finalbeiträge werden auf einer CD veröffentlicht. Einsendeschluss ist der 25. April 2019.

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