Winnenden Willi Halder tritt bei Landtagswahl 2021 nicht mehr an

Willi Halder. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Winnenden.
Der Mann ist eine grüne Regional-Legende. 2011 schaffte er es als Kandidat im Wahlkreis Waiblingen bei der berühmten Fukushima-Wahl in den Landtag, fünf Jahre später ergatterte er mit 27,8 Prozent gar das Direktmandat – jetzt naht das Ende einer Ära: Er werde zur Landtagswahl 2021 nicht mehr antreten, erklärt der Winnender Willi Halder, 61; „ganz einfach aus gesundheitlichen Gründen“.

Halders Rollenverständnis als Abgeordneter war es, bei vielen lokalen Terminen ansprechbar zu sein für „Wünsche und Sorgen der Bürger“. Eine „chronische Erkrankung“, die sich nicht so zum Guten entwickelt habe wie erhofft, bringe nun aber „ein paar Einschränkungen“ mit sich: Er könne auf Dauer nicht mehr so „agil vor Ort“ präsent sein, wie er sich das abverlange. Bevor er mit sich selber „unzufrieden“ sei, gehe er lieber „ungeschlagen aus dem Ring“.

Wer tritt seine Nachfolge an als grüner Bewerber respektive Bewerberin im Wahlkreis? Das, erklärt Halder, wisse er nicht, „und wenn ich’s wüsste, würde ich einen Teufel tun“, es zu sagen. „Die Grünen sind nach wie vor unberechenbar. Die wählen, was sie für richtig halten.“ Im Mai ist die Nominierungsversammlung.

Halder wäre nicht Halder, wenn er die Zeitung nicht auch bei dieser Gelegenheit mit einer zitierfähigen Frotzelei beschenken würde: Er sei guter Dinge, dass die Grünen 2021 erneut bei der Landtagswahl gewinnen – denn für die CDU, vor 2016 gewohnheitsmäßig stärkste Kraft, „ist noch Luft nach unten“.

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