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Winnenden Winnenden feiert: Foto-Beweise

Winnenden. Junge und alte Winnender feierten miteinander an diesem fantastischen City-Treff-Wochenende mit Bilderbuchwetter. Naturgemäß waren Samstag- und Sonntagnachmittag eher ein generationenübergreifendes Familienfest. Dessen „Brennpunkte“ waren Kronen- und Viehmarktplatz.

Am einen Ende der Marktstraße lockte ein Rummelplatz Kinder und Jugendliche mit Tropical-Trip-Schaukel, Kinderkarussell, Boxauto, Dosenwerf- und Schießbude. Der Radclub ‘93 schickte die Gäste auf zwei Rädern durch einen herausfordernden Hindernisparcours.

Kinder und Eltern fiebern beim Bobbycar-Rennen mit

Und auch am anderen Ende der Fußgängerzone gab’s eine „Rennbahn“, hier für Bobbycars, aufgebaut von den Pfadfindern der Royal Rangers. Sie wandten sich an kleinere und größere Kinder und im Herzen Junggebliebene, die sich für 50 Cent zweimal auf die abschüssige Kurvenbahn wagten - um gegen sich selbst anzutreten. Lässt sich das Ergebnis der elektronischen Stoppuhr verbessern?

Ihre Beteiligung sei ein Dienst an der Gemeinschaft, ein Geschenk an Winnenden, so Hauptstandortführer Johannes März. Als sich die Stadt entschloss, die Vereine und damit die Bürger stärker einzubinden, „da rannte sie bei uns offene Türen ein.“

Unkompliziert und selbstverständlich

Und es sei ein ganz tolles Erlebnis gewesen, wie unkompliziert und selbstverständlich einander bei der Festvorbereitung geholfen wurde, erzählt März weiter. Die Reifen für den Aufbau stellte uns die Firma Schief selbstlos zur Verfügung, die Pylonen kamen ruckzuck und unbürokratisch von der Feuerwehr.

„Dass unsere Idee ankommt, sieht man an der Partystimmung, die hier herrscht. Auch in Zeiten von Handy und Playstation sind Kinder und deren Eltern, die begeistert mitfiebern, ganz offensichtlich für einfache, unmittelbar herausfordernde und erlebbare Spiele zu haben!“

Eine besondere Herausforderung: Kistenklettern

Etwas unglücklich sei der Standort, die bei Uhrengeschäft Bialas abschüssige Brunnenstraße. Die Anwohner sind wenig begeistert, ihre Entfaltungsmöglichkeiten seien durch die Rennbahn in der engen Gasse beträchtlich, der Umtrieb und das Gedränge wirkten sich wohl störend aus. Aber zum Glück habe man miteinander reden und sich bei etwas gegenseitigem Verständnis auch arrangieren können.

Eine besondere Herausforderung hatte auch der Jugendverein der katholischen Kirche im Angebot: Kistenklettern. Leere Colakisten aufstapeln und an ihnen in luftige Höhen hinaufklettern, bis zu einem Gummihuhn. Jugendreferentin Simone Münzing und ihr Team hatten alle Hände voll zu tun, den kontinuierlichen Strom der Mutigen zu kanalisieren.

Kiste auf Kiste

Unter den teils kritischen, teils mitfühlenden Augen der Umstehenden wagte sich auch der zehnjährige Albian an den Aufstieg. Am Seil von Judith gesichert und von Lukas instruiert, der ihn auch mit Nachschub versorgte, stapelte er unverzagt Kiste auf Kiste.

Mit ihm fieberten seine Eltern Gazmend und Fidane Qunaj, hielten bei jedem Wackler die Luft an. Einen mutigen Sohn hätten sie, erklärte Mutter Fidane stolz, während Vater Gazmend gestand, dass er selbst auf dem kippligen Turm wohl vor Höhenangst umkommen würde.

Geduld und Rücksichtnahme

„Aber für Albian ist es eine Herausforderung, sich seiner Angst zu stellen, ihr in die Augen zu schauen und sie zu besiegen.“ So ähnlich müssen es wohl auch Albians Geschwister gesehen haben, denn flugs machten sich die achtjährige Hasime und der vierjährige Leonid auf den Weg, um ihrem großen Bruder erfolgreich nachzueifern.

Noch eine Bemerkung zum Schluss: Auf dem City-Treff konnte das Gedränge noch so dicht sein, für einen Rollator oder Kinderwagen war immer Platz; Geduld und Rücksichtnahme waren die vorherrschenden Tugenden, die mit der ungetrübten Feierlaune einhergingen.


Musik und Tanz

Winnender gestalteten auch die Bühnenprogramme am Samstag- und Sonntagnachmittag. Die Tanzschulen Minkov und Monro, die Hundeschule Schnüffelnase und das Fitnessstudio Fit Line stellten sich ebenso wie der Gospel-House-Projektchor City Lights, die albanische Schule und mehrere Ensembles der Stadtjugendmusik- und Kunstschule vor.

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