Winterbach So finden Sie die passende Ski-Ausrüstung

Prüfender Blick: Mehr als 300 Paare Ski in allen Längen standen bei der Skibörse der „Snow Company“ zur Auswahl. Foto: Gaby Schneider

Winterbach. Etwa 2000 Menschen hat die Skibörse der Winterbacher „Snow Company“ am Samstag angezogen. In der Halle bei Sport Schwab erwartete sie eine reichhaltige Auswahl gebrauchter Artikel rund um Ski und Snowboard. Viele suchten vor allem nach Zubehör für den Nachwuchs, denn wer seine aus allem schnell herauswachsenden Kinder jedes Jahr neu ausrüsten muss, der kann dabei schnell arm werden.

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Wer die besten Sachen ergattern will, der muss früh aufstehen: Schon um kurz nach 8 Uhr, fast eine Stunde vor Hallenöffnung, stehen die ersten Schnäppchenjäger vor dem Rolltor in der Fabrikstraße – beziehungsweise sitzen: Einer hat sich einen Camping-Klappstuhl mitgebracht und liest Zeitung. „Das ist der entspannte Teil“, sagt er. Stressiger wird der Sturm auf die Skier, Helme, Schuhe und Skianzüge nachher in der Halle. „Aber es ist eigentlich gesittet und geordnet“, meint ein anderer der Wartenden, der seinen Frühstückskaffee in der Thermoskanne mitgebracht hat.

Von der Hektik der Käufer nicht anstecken lassen

Erstaunlich, da sind sich alle einig, ist die Professionalität, mit der die Veranstalter von der „Snow Company“ den Ansturm immer bewältigen. Die Helfer der als Verein organisierten Schnee-Sport-Schule bereiten sich drin hinter dem geschlossenen Rolltor vor. Skischul-Leiter Sven Hanke stimmt das Team ein. „Lasst euch von der Hektik der Leute nicht anstecken“, rät er und gibt noch mal die wichtigsten Instruktionen für Beratungsgespräche: Den Fuß des Kindes auf die Sohle des Skistiefels, dann darf nur eine Daumenbreite zwischen Fußspitze und Schuhspitze passen. „Sonst habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein Schuh den Hang runterkommt ohne das Kind dazu.“

Zwei Tage Arbeit für die Helfer der „Snow Company“

In der Tennishalle von Sport Schwab warten mehr als 300 Paare Ski, etwa 250 Paare Skistiefel, rund 40 Snowboards und alles weitere Zubehör wie Helme, Jacken und Hosen auf die Besucher der Börse. Dafür haben schon am Vortag stundenlang gut 50 Helfer der Snow Company mitgearbeitet, um die Waren anzunehmen, zu prüfen (nur gute Qualität kommt in die Auswahl) und geordnet aufzubauen. Am Tag der Skibörse selbst, die von 9 bis 14 Uhr dauert, sind noch mal genauso viele Ehrenamtliche im Einsatz. 50 Cent pauschal von jedem Artikel plus 15 Prozent vom Verkaufserlös fließen dafür in die Vereinskassen für die Finanzierung von Ausfahrten und Skikursen, die für Mitglieder günstiger sind.

15 Minuten vor der Eröffnung ist die Schlange draußen vor der Halle 60 Meter lang. Und um Punkt 9 Uhr geht das Rolltor hoch und wie eine Lawine ergießt sich die Masse der Wintersportler herein. Schnell bilden sich Trauben vor bestimmten Artikeln und an manchen Engstellen ist kaum noch ein Durchkommen. Hermann Engel aus Plüderhausen hat zügig zugeschlagen und sich mit Tochter Laura fünf Paar Kinder-Ski gesichert. Damit warte er jetzt auf seine Frau und den Sohn, die zuerst zu den Schuhen gegangen seien. Zusammen wollen sie dann aus den Skiern die Auswahl treffen.

Neue Ski für die Enkelkinder

Wolf-Dietrich Pilz aus Weiler setzt mit seiner Frau auf die gleiche Aufteilung: Mit drei Paar Ski lehnt er an einem Stehtisch. Früher hätten sie hier bei der Börse oder bei der in Schorndorf immer für die Kinder Ski-Ausrüstung gekauft, jetzt für die Enkel im Alter von drei und fünf Jahren, erzählt er. „Meine Frau ist mit den zwei Jungs jetzt erst mal zu den Schuhen.“

Uwe Kaltschmid aus Schornbach hat seine Schnäppchenjagd schon abgeschlossen. Er hat für seine beiden 15-jährigen Söhne Skier und Stiefel gekauft. „Die wachsen ja jedes Jahr raus“, sagt er. Und die alten, zu klein gewordenen Sachen kommen auch schnell wieder in den Verkehr: „Nächste Woche sind wir in Schorndorf bei der Börse und geben die ab“, sagt Kaltschmid.

Dazu gleich der Hinweis für alle Wintersportler: Am Samstag, 10. November, findet in der Schorndorfer Albert-Schweitzer-Halle die Ski- und Snowboardbörse der SG-Ski&Snowboardabteilung statt: Vormittags von 10 bis 12 Uhr werden Wintersportartikel angenommen, nachmittags von 14 bis 16 Uhr ist der Verkauf geöffnet.


Tipps für den Kauf einer Ski-Ausrüstung

Wer eine Ski-Ausrüstung kauft, dem helfen folgende Regeln:

Bei Kindern, die Anfänger sind, gilt laut Sven Hanke, dem Skischulleiter der „Snow Company“: Die aufgestellten Skier sollten aufgestellt bis zur Brust und auf keinen Fall höher als bis zum Kinn reichen. Bei Fortgeschrittenen und Erwachsenen dürfen sie bis zur Nasenspitze oder sogar zu den Augenbrauen reichen.

Bei Ski-Schuhen für Kinder sollte man den Fuß des Kindes auf die Sohle des Schuhs halten. Dann sollte zwischen Fuß- und Schuhspitze höchstens eine Daumenbreite Platz sein. Für Erwachsene gilt, so Sven Hanke: „Wenn man gerade drin steht, darf der Zeh vorne anstoßen.“ Bei gebeugtem Knie dürfen die Zehen etwas Abstand zur Schuhspitze haben.

Für Helme gilt: „Der Helm darf minimal wackeln, wenn der Verschluss nicht zu ist.“ Der kleine Finger dürfe noch zwischen Kopf und Helm passen, sagt Hanke.

„Entscheidend ist, dass man die Ausrüstung noch mal in einem Fachgeschäft prüfen lässt“, betont der Skilehrer. Das gehöre bei gebrauchten Artikeln aus Sicherheitsgründen dazu. Auch sollte man sich von einem Fachmann die Bindung einstellen lassen: „Das ist ein Muss.“

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