„Worst Case“ Abstieg in die 2. Liga VfB plant zweigleisig: Lizenz und Spielerveträge gesichert

VfB-Finanzvorstand Stefan Heim. Foto: Archiv / Galm / ZVW

Stuttgart. Der VfB Stuttgart geht hoffnungsvoll in das wegweisende Kellerduell mit Hannover 96 am Sonntag. Vom Klassenverbleib sind alle Verantwortlichen fest überzeugt - und dennoch laufen im Hintergrund auch Planungen für den „Worst Case“. Sind alle Spielerverträge auch in der 2. Liga gültig, warum wurde der Pavard-Wechsel vom VfB noch nicht verkündet und was wird aus Trainer Markus Weinzierl? 

„Wir müssen zweigeleisig denken und planen“, sagte Sportvorstand Thomas Hitzlsperger am Donnerstagabend auf einer Veranstaltung im Mercedes-Benz-Museum. Zum Beispiel beim Thema Lizenz: „Es ist gesichert, dass wir die Lizenz für die Saison 2019/2020 erhalten werden – unabhängig von der Ligazugehörigkeit“, versicherte Finanzvorstand Stefan Heim, der auch bestätigte, dass alle Spielerverträge für die zweite Liga gelten. Vereinzelt gebe es aber Ausstiegsklauseln. So zum Beispiel im Arbeitspapier von Abwehrspieler Benjamin Pavard. 

VfB wartet weiter auf Bayern-Angebot für Pavard

Dank einer Klausel, die auch im Abstiegsfall greift, kann der Franzose den VfB im Sommer für die festgeschriebene Ablösesumme von 35 Millionen Euro verlassen. Die Summe werde sofort fließen, betonte Heim und verwies die Spekulationen über eine Zahlung in Raten ins Reich der Fabeln. Der Wechsel zum FC Bayern München wurde vom Münchner Sportdirektor Hasan Salihamidzic bereits Anfang Januar verkündet.

Eine offizielle Bestätigung von Seiten des VfB gibt es bislang allerdings noch nicht. Und das aus einem ganz einfachen Grund: „Es liegt noch kein schriftliches Angebot von Bayern vor“, so Stefan Heim. Fest stehe nur: „Egal wer Benjamin Pavard verpflichten möchte, er muss diese Kohle im Juli 2019 auf das Konto des VfB überweisen.“  

Weinzierls Zukunft hängt auch am Hannover-Spiel

Unklar ist weiter auch die Zukunft von Cheftrainer Markus Weinzierl. Ob der 44-Jährige ein gültiges Arbeistpapier für die zweite Liga habe, wollte Thomas Hitzlsperger bei einer Fragerunde mit Fans und Mitgliedern im Mercedes-Benz-Museum nicht verraten. Nur so viel: Über die Zukunft des Straubingers wird auch das Spiel gegen Hannover 96 entscheiden.

Hitzlsperger: „Ich habe das ja oft betont: Die Tendenz ist ganz gut. Aber am Sonntag gegen Hannover steht auch viel auf dem Spiel. Wir wollen diese drei Punkte unbedingt holen. Und jetzt schon in die Zukunft zu schauen, wäre vermessen. Ich kann überhaupt nichts dazu sagen. Wir müssen trainieren und am Sonntag ein gutes Spiel abliefern. Und dann kann ich diese Frage wieder besser beantworten."

Gleichzeitig betonte der Meister von 2007, dass er künftig auf der Trainerposition - wie auch im gesamte Verein - mehr Kontinuität haben möchte: „Deswegen wäre es mir ganz recht, wenn wir lange in dieser Konstellation zusammenbleiben könnten.“

Der ehemalige Nationalspieler schränkte allerdings ein: „Und trotzdem müssen wir immer wieder reagieren, wenn wir das Gefühl haben, dass wir unser Ziel in der Konstellation nicht erreichen. Es ist meine Pflicht, den Trainer zu unterstützen, wo ich kann, bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich das Gefühl habe, es wird nicht mehr funktionieren. Aber an dem Punkt bin ich nicht.“


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