Zeltspektakel 2017 Saitenkunst auch draußen

Magic Acoustic Guitars, das sind Roland Palatzky, links, und Matthias Waßer. Foto: Büttner/ZVW

Winterbach. Hohe Temperaturen, erwartungsvolle Besucher und engagierte Vereinsmitglieder, die sich um das leibliche Wohl kümmern - der Start in das Winterbacher Zeltspektakel wurde von den Magic Acoustic Guitars in sanften Tönen untermalt.

Jetzt am Dienstag begann das Zeltspektakel, das zehnte, das Jubel-Jubel-Festival und damit das größte, mit einem prall gefüllten Biergarten und einer Band, die nicht besser hätte zum Abend passen können.

Roland Palatzky und Matthias Waßer spielten bereits zum zweiten Mal im Biergarten des Festivals. Fragen an sie zu dem nicht einfachen Los, nur der Nebenact zu sein. Aber Begleitmusik ist ja auch eine Musik, in dem Fall eine sehr ausgefeilte mit instrumentaler Könnerschaft.

Wie zufrieden wart ihr mit dem Publikum jetzt zum Zeltspektakel-Auftakt?

Wir waren sehr zufrieden. Die Leute kommen ja nicht wegen uns, sie kommen hier- her, um gemütlich ein Bier zu trinken, was zu essen und sich aufs Zeltkonzert einzuschwingen. Es ist natürlich ein Unterschied zu unseren eigenen Konzerten, da kommen die Leute nur wegen uns.

Die Musik während eines kühlen Biers und einer Kleinigkeit zu essen zu genießen, hat das ganze Biergartenfeeling abgerundet.

Das sind wir auch gewohnt, Ambiente ist ein Teil unserer Arbeit.

Der Kalender auf eurer Website ist komplett voll. Seit wie vielen Jahren macht ihr zusammen Musik?

Dieses Jahr feiern wir unser zehnjähriges Jubiläum. Von Beginn an hatten wir gut zu tun. Wir haben das große Glück, dass wir alle Formate abdecken können, egal ob Konzerte, Hotels oder selbst das Spielen auf Kreuzfahrtschiffen. Das macht uns interessant und vielseitig. Wir unterscheiden uns von „normalen“ Gitarrenduos, die hochfiligran spielen und auf ihren zwei Stühlen sitzen. Wir versuchen immer, Aktion zu machen oder verschiedene Elemente reinzubringen. Dazu zählt die Perkussion, das Spielen mit dem Cello-Bogen oder blind hinter dem Rücken. Das sind alles Eindrücke, die viele Leute, die ein Gitarrenkonzert besuchen, noch nie gesehen haben. Da fällt bei manchen erst mal die Kinnlade runter, das ist unser Überraschungseffekt. Damit haben wir uns in ganz Deutschland ein Alleinstellungsmerkmal erschaffen.

Wenn ihr den diesjährigen Auftritt mit dem vor zwei Jahren vergleicht, wie hat sich das Spektakel in euren Augen verändert?

Es sind mehr Leute als beim letzten Mal, außerdem durften wir dieses Mal länger spielen. Die Bühne ist wesentlich besser, aufwendiger und professioneller. Ebenso steht eine sehr gute Anlage auf der Bühne. Wir haben oft Schwierigkeiten, mit akustischen Gitarren so laut zu spielen, dass es auch in den letzten Reihen gehört wird, ohne dass man mit Rückkopplungen zu kämpfen hat.

Diese Gitarrentechniken zu erlernen muss unfassbar schwer sein, ebenso das Durchhaltevermögen bei einem solch vollen Kalender.

Ja, es ist anstrengende Arbeit. Den ganzen Abend zu spielen geht natürlich auf die Muskeln und Sehnen. Viele verstehen oft nicht, wieso man auf der Bühne anfängt zu schwitzen. Das sorgt auch für einen wöchentlichen Besuch bei der Physiotherapie.

Wo führt es euch als Nächstes hin?

Morgen sind wir auf dem DGB-Sommerfest in Stuttgart. Am Donnerstag geht’s zum Schlemmen am See in Böblingen und am Freitag sind wir bei der Universität in Tübingen eingeladen. Das geht eher von der Lehrerschaft des medizinischen Instituts der Uni aus. Unser Publikum ist in der Regel nicht das jugendliche. Beliebt sind wir beim 30-Plus-Publikum. Zuhörer, die unsere Musik zu schätzen wissen.

Gegen 19.45 Uhr verabschiedeten sich die Magic Acoustic Guitars mit der Eigenkomposition „Sick of Classic“ und bahnten den Weg in einen Abend mit Amy MacDonald. Aus der lauen Luft ging es in die komprimierte und aufkochende des Zelts.


Garten-Konzerte

Jetzt am Donnerstag sind Cliff House dran ab 17 Uhr. Damit eine junge Remstalband mit Indierock-Einschlag.

Die weiteren Auftritte: Freitag, 21. Juli, Cassandra&the boyz, 17 Uhr, Samstag Cloey, Montag Waschbrett und Dienstag 3Satt. Am Sonntag beginnt das Nebenprogramm um 10 Uhr mit einem Gottesdienst.

Hier geht's zur multimedialen Übersichtsseite mit Videos, Texten und Fotos.

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