Zu gebrechlich für die Kehrwoche Nach Bericht naht Hilfe für Senioren aus Waiblingen

Im Alter fällt sie immer schwerer: Die Kehrwoche. Foto: Fotolia/Irina Drazowa-Fischer

Waiblingen. Das Ehepaar, das die Kehrwoche nicht mehr selbst machen kann, bekommt Hilfe: Zwei Unternehmen meldeten sich nach einem Artikel, den wir diese Woche veröffentlicht hatten.

Emma und Günther Maier (Name geändert) können hoffen. Das Ehepaar aus Waiblingen hatte sich bei unserer Zeitung gemeldet und beklagt, dass es keine Anlaufstelle für Rentner gibt, die ihre Kehrwoche nicht mehr selbst erledigen können. Vor allem die Arbeiten außen strengten sie so sehr an, dass sie nur zu zweit zu schaffen seien.

Soziale Organisationen klagen über Personalmangel, weshalb sie keine Nachbarschaftshilfe für diese Fälle anbieten können. Putz- und Reinigungsfirmen erklärten, dass sich der Aufwand nicht lohnen würde (wir haben berichtet). Jetzt meldeten sich bei unserer Zeitung aber zwei Firmen, die bereit sind, die Aufgabe für das Rentnerpaar zu übernehmen: eine gute Nachricht, die Emma Maier sehr freut.

Menschlichkeit nicht verlieren

Ein Unternehmen aus Plüderhausen bietet nach eigenen Angaben den Dienst auch für Menschen an, die nur ab und zu Kehrwoche haben. Weil die Firma zwischen Schwäbisch Gmünd und Waiblingen mehr als 70 Privathäuser bei der Kehrwoche betreue und bei mehr als 100 Häusern den Schneedienst übernehme, sei es kein Problem, auch nur an einzelnen Tagen zu kommen. „Wir sind fast an jedem Tag überall. Da lässt sich das einrichten“, sagt Siegbert Höfer. Er ist der Bruder des Geschäftsführers und für die Arbeit draußen zuständig.

Zudem meldete sich ein Kleinunternehmer aus Winnenden. Er betreibt ein kleines Gewerbe neben seinem eigentlichen Beruf. Der Mann hilft, wie er sagt, bereits einer 80-jährigen Dame und ihrem Ehemann. Hilfe bekommt er von seiner Frau und von einem Mitarbeiter. „Ich finde das nicht okay, wenn eine alte Dame das selbst machen muss“, sagt der Mann, der nicht namentlich genannt werden möchte. Es sei für ihn selbstverständlich, dass man helfen müsse, weshalb er nur wenig Geld verlange: „Die Menschlichkeit darf man nicht verlieren.“

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