ZVW-Analyse Fehlende Entlastung und das Glück des Tüchtigen

So gefährlich vor das Dortmunder Tor, wie hier Stürmer Nicolas Gonzalez in Halbzeit eins, kamen die Stuttgarter nur selten. Foto: Büttner / ZVW

Dortmund.
Aufopferungsvoll gekämpft haben die Stuttgarter gegen den BVB. Doch letztlich setzten sich die dominanten Dortmunder im Heimspiel gegen die abstiegsbedrohten Schwaben verdient mit 3:1 (0:0) durch - und mussten dennoch nach 161 Tagen die Tabellenführung an den FC Bayern München, die den VfL Wolfsburg mit 6:0 aus der Allianz Arena schossen, abtreten. Der VfB hingegen schöpft trotz der Niederlage Mut für die kommenden schweren Wochen, hat es aber verpasst, im Abstiegskampf weiter Boden gut zu machen.

Wie das 3:1 des BVB gegen den VfB Stuttgart zustande kam, zeigen wir in unserer ZVW-Analyse:

Startformation und Aufstellung

„Never change a winnig Team“ dachten sich viele Fans vor der Partie im Dortmunder Westfalenstadion. Aber Markus Weinzierl hatte für das Spiel gegen den BVB einen anderen Plan: Anstatt des kantigen Stoßstürmers Mario Gomez schickte der VfB-Coach den schnellen Nicolas Gonzalez auf den seifigen Rasen. Die einzige Veränderung im Vergleich zum 5:1-Sieg gegen Hannover 96. Auch an der 5-3-2-Grundordnung änderte Weinzierl nichts. Der positive Trend der letzten Wochen sollte so auch in Dortmund seine Fortsetzung finden.

Spielidee und Taktik

Mit der Entscheidung für Gonzalez und gegen Gomez gab der Stuttgarter Coach die Marschroute vor: hinten stabil stehen und vorne über ein schnelles, schnörkelloses Konterspiel für Gefahr sorgen. Vor der Fünferkette um Weltmeister Pavard formierten sich drei Sechser, die die Dortmunder Offensivpower schon vor dem letzten Drittel bremsen sollten.

Die Hausherren begannen die Partie druckvoll und variabel, aber die VfB-Defensive fand mit jedem gewonnen Zweikampf mehr Zutrauen in die eigene Stärke. Die Schwaben ließen sich phasenweise tief in die eigene Hälfte zurückdrängen und brachten ihr Umschaltspiel aufgrund von zu vielen Ungenauigkeiten nur selten ins Rollen.

Spielentscheider

Letztlich setzten sich die dominanten Dortmunder verdient gegen tapfer kämpfende Stuttgarter durch. Die Borussia war der Weinzierl-Elf in allen Statistiken überlegen (75 Prozent Ballbesitz, 18:7 Torschüsse, 7:1 Ecken) - und dennoch schnupperte der VfB kurzzeitig an der Überraschung. Nach dem BVB-Führungstor durch Kapitän Marco Reus (62.), nutzte Marc Oliver Kempf eine Unachtsamkeit in der Hintermannschaft der Schwarz-Gelben zum 1:1 (71.).

Aber der BVB blieb weiter auf dem Gaspedal, erarbeitete sich auch in der Schlussphase zahlreiche Torchancen und hatte bei Alcacers Treffer (84.) das Glück des Tüchtigen, als dem Spanier der Ball am Fünfereck genau vor die Füße fiel. Unter dem Strich fehlte dem VfB vor allem in der zweiten Hälfte die Entlastung über ein effektives Konterspiel. So konnte die Favre-Elf den Druck auf die Stuttgarter Hintermannschaft von Minute zu Minute erhöhen - und kamen so durch zwei späte Tore zu einem Heimsieg.

Ausblick 26. Spieltag

Freitag, 15. März 

  • Bor. Mönchengladbach - SC Freiburg; 20.30 Uhr

Samstag, 16. März

  • FC Schalke 04 - RB Leipzig; 15.30 Uhr
  • VfB Stuttgart - 1899 Hoffenheim; 15.30 Uhr
  • FC Augsburg - Hannover 96; 15.30 Uhr
  • VfL Wolfsburg - Fortuna Düsseldorf; 15.30 Uhr
  • Hertha BSC - Borussia Dortmund; 18.30 Uhr

Sonntag, 17. März

  • Bayer Leverkusen - Werder Bremen; 13.30 Uhr
  • Eintracht Frankfurt - 1. FC Nürnberg; 15.30 Uhr
  • Bayern München - FSV Mainz 05; 18 Uhr

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