Zwei Fäuste für Rocky Schorndorfer fliegt für Foto mit Sylvester Stallone nach L.A.

In Stallones Lieblingsitaliener in Beverly Hills hatte Stephan Widlicky die Gelegenheit für ein Foto mit dem US-amerikanischen Star. Foto: privat

Schorndorf. Er hat Bud Spencer siebenmal getroffen, viermal ist er Terence Hill schon hinterhergereist. Doch Stephan Widlicky ist nicht nur Extremfan der beiden Italowesternhelden aus Kindheitstagen. „Mein größter Traum war es, Sylvester Stallone in privater Atmosphäre zu treffen.“ Dieser Traum ging in Erfüllung: Der 40-jährige Schorndorfer war in Rockys Lieblingsitaliener in Beverly Hills und ist mit einem bärenstarken Erinnerungsfoto zurückgekehrt.

Stephan Widlickys Rangliste ist eindeutig: „Sylvester Stallone ist nach meinen Eltern mein größter Held, gefolgt von Buddy und Terence!“ Und Bud Spencer und Terence Hill findet der 40-jährige Schorndorfer schon so gut, dass er sich die Autogramme der beiden auf den linken Oberarm hat tätowieren lassen. Siebenmal hat Widlicky den vor drei Jahren verstorbenen Bud Spencer getroffen. Viermal ist er Terence Hill nachgereist. Zuletzt hat er ihn im Sommer 2018 in Worms getroffen, wo Hill sich im Rahmen der Deutschland-Promo-Tour für seinen neuen Film ins Goldene Buch der Stadt eingetragen hat.

"Da stand er, Rocky himself!"

Stephan Widlickys größter Traum aber war es, Sylvester Stallone in privater Atmosphäre zu treffen und das mit einem Erinnerungsfoto festzuhalten. Und so flog Widlicky Ende Juli nach L.A. In der großen Hoffnung, Rocky zu begegnen, ist er mit einem von einem Freund entworfenen Poster und einem Geschenkchen zu Stallones Stammrestaurant in Beverly Hills gefahren.

Und siehe da: Bereits an seinem ersten Urlaubstag hat sich Widlickys allergrößter Traum schon erfüllt. In Beverly Hills stieg er aus dem Taxi, lief über die Straße Richtung Restaurant und da sah er den 73-jährigen Star schon stehen, der sich gerade mit zwei Freunden unterhielt. In diesem Moment war es um Widlicky geschehen: „Da stand er, Rocky himself!“ Kaum war das Gespräch beendet, ergriff der Schorndorfer seine Chance und fragte Stallone nach dem Erinnerungsfoto – „Check! Das Foto war im Kasten.“

Ein Foto mit dem Terminator – aber an Rocky reicht er nicht heran

Als Widlicky danach in das italienische Restaurant zum Mittagessen ging, hat er 20 Minuten später den zweiten Helden gesehen: Arnold Schwarzenegger spazierte mit seiner Tochter und einem Freund herein. Zu einem günstigen Zeitpunkt fragte der Schorndorfer auch Arnie, ob sie später draußen ein Foto zusammen machen könnten. „Er nickte nur“, erzählt der Schorndorfer. Das Bild mit dem Terminator war also auch im Kasten. Doch an das Foto mit Sylvester Stallone reicht es für ihn nicht heran: „Rocky ist für mich der Größte.“

"Ich war der vermutlich glücklichste 40-jährige Zehnjährige der Welt.“

Eine Woche später, als Widlicky wieder zum Mittagessen in Stallones Lieblingsitaliener war, kam auch sein Star ins Restaurant und saß über eine Stunde nur etwa drei Meter von ihm entfernt. „Ich musste mich echt bremsen, dass ich nicht ständig zu ihm rüberschaue“, erzählt Widlicky. Und dann kam sein Moment: Der Kellner, der sein Poster und ein kleines Geschenkchen für ihn gebunkert hatte für den Fall, dass Sylvester Stallone kommen sollte, holte die Sachen und meinte: „Stephan, er kommt gleich“. Und so saß der Schorndorfer an seinem Stammplatz, zitterte und trank ein, zwei, drei Heineken. Als „Sly“ und sein Bekannter am Aufbrechen waren, ging er zu ihm hin und fragte höflich, ob er ihm ein kleines, verspätetes Geschenkchen überreichen dürfe.

Vier Wochen zuvor, das weiß Widlicky als Fan natürlich, hatte Stallone seinen 73. Geburtstag gefeiert. Als er ihm dann eine Tasse überreichte, auf der sein Trainer Mickey aus den Rocky-Filmen abgebildet war, war der Star sichtlich gerührt und hat dem Schorndorfer dankend die Hand gegeben. Daraufhin gab es ein weiteres gemeinsames Foto und ein Autogramm. „Und ich“ erzählt Widlicky, „war der vermutlich glücklichste 40-jährige Zehnjährige der Welt.“


Sylvester Stallone als Rocky Balboa

Sylvester Enzio „Sly“ Stallone, 1946 in New York City als Sohn einer italoamerikanischen Familie geboren, ist US-amerikanischer Schauspieler, Filmregisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent und Unternehmer. Laut Wikipedia wurde er dreimal für den Oscar und ebenso oft für den Golden Globe Award nominiert. Er gilt als einer der erfolgreichsten und berühmtesten Action-Darsteller der Filmgeschichte.

Der Durchbruch für Stallone war das Drama um Rocky Balboa, einen Boxer und Niemand aus Philadelphia. Durch einen Kampf des Boxers Chuck Wepner gegen den damaligen Weltmeister Muhammad Ali inspiriert, schrieb Stallone innerhalb weniger Tage ein Drehbuch und bot es einigen Filmproduzenten mit der Bedingung an, die Hauptrolle spielen zu dürfen – und er setzte sich durch: Rocky wurde mit einem Budget von knapp 1,1 Millionen US-Dollar gedreht und im Jahr 1976 zum großen Überraschungserfolg an den Kinokassen.

Der Film machte Stallone über Nacht zum Star, wurde 1977 in zehn Kategorien für den Oscar nominiert und gewann den Preis für den besten Film, die beste Regie und den besten Schnitt. Stallone selbst erhielt Nominierungen als bester Hauptdarsteller und für das beste Originaldrehbuch.

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