VfB Stuttgart

"Jugend forscht" während der Länderspielpause

Mannschaftstraining VfB Stuttgart Dienstag - 18.10._4
Cheftrainer Hannes Wolf. © Danny Galm

Stuttgart.
"Jung und Wild" – das war der Leitspruch des VfB Stuttgart in den glorreichen Tagen rund um die Meisterschaft 2007. Der neue VfB-Trainer Hannes Wolf hat nun die Gelegenheit genutzt und seinen durch die Länderspielpause ausgedünnten Kader mit fünf Talenten aus dem eigenen Nachwuchs aufgefüllt - "Jugend forscht" während der Länderspielpause.

Dreimal U23, zweimal U19

Acht VfB-Profis sind aktuell mit ihren Nationalteams rund um den Globus im Einsatz. Dennoch tummelten sich am Mittwoch im Mannschaftstraining 18 Feldspieler und zwei Torhüter um Cheftrainer Wolf, seinen Assistenten Miguel Moreira und Torwarttrainer Marco Langner. Drei der 18-Kicker stammten dabei aus der Stuttgarter U23 (Ristl, Wanitzek, dos Santos), zwei aus der Stuttgarter U19 (Collinge Stefandl). Wir stellen die Stuttgarter Talente etwas genauer vor:

VfB Stuttgart II

Mart Ristl: Der 20-jährige Mittelfeldspieler Mart Ristl gehört in dieser Spielzeit zum festen Inventar der VfB-Reserve in der Regionalliga Südwest. In zehn Einsätzen gelang Ristl bislang ein Treffer. Aus der Jugend des FSV Hollenbach führt ihn sein Weg über den TSV Blaufelden ins Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des VfB Stuttgart. Dort durchlief der in Schwäbisch Gmünd geborene Ristl von der U15 bis zur U19 alle Jugendteams, gleiches gilt für die Nachwuchsmannschaften des DFB. Auch im Trainingslager vor Saisonstart war Ristl mit dabei. Im Kader der ersten Mannschaft stand er in dieser Saison aber noch nicht.

Marvin Wanitzek: Wie Teamkollege Ristl durfte auch Marvin Wanitzek mit der Profimannschaft vor dem Saisonstart ins Trainingslager nach Grassau fahren. Der 23-jährige offensive Mittelfeldspieler agiert in der Stuttgarter Reserve meist über den linken Flügel oder aus dem Zentrum. In zwölf Einsätzen traf er schon vier Mal ins Schwarze und legte sieben Tore auf. 2013 kam Wanitzek vom Regionalligisten FC Astoria Walldorf zur zweiten Mannschaft des VfB. Davor wurde der gebürtige Bruchsaler in der Walldorfer Jugend und der U17 der TSG Hoffenheim ausgebildet. In der Abstiegssaison durfte Wanitzek im Spiel bei Borussia Dortmund (1:4) sein Bundesligadebüt feiern. In der aktuellen Saison stand er noch nicht im Kader von Hannes Wolf. Ristl und Wanitzek erhielten im April 2015 ihre Profiverträge.

Benedict dos Santos: Seit 2011 schnürt der Deutsch-Kongolese die Kickschuhe für den VfB Stuttgart. Zuvor war der 18-Jährige in der Jugend des SSV Reutlingen ausgebildet worden. Als Innenverteidiger und im zentralen Mittelfeld kam der gebürtige Wertheimer in dieser Saison sieben Mal für die VfB-Reserve und sieben Mal für die U19 zum Einsatz. Für einen Platz im Kader von Hannes Wolf hat es bislang noch nicht gereicht.

VfB Stuttgart U19

Daniele Collinge: Im Süden Londons, beim Milton Keynes Dons Football Club – auch bekannt als „The Dons“ – ging der 18-jährige Innenverteidiger Daniele Collinge durch die harte englische Verteidiger Schule. 2014 wechselte der Sohn eines Engländers und einer Italienerin nach Bad Cannstatt. Den Saisonstart in der A-Jugend Bundesliga Süd/Südwest verpasste er aufgrund eines Bänderriss im Sprunggelenk. Doch der 1,88 Meter-Schlacks hat sich wieder ran gekämpft und stand in den letzten fünf Spiele immer in der Startelf. Zuletzt auch beim 3:2-Sieg über den Nachwuchs des FC Bayern München. Nun durfte der Engländer am Mittwoch erstmals ein wenig Profiluft schnuppern.

Marco Stefandl: Erst 2016 stieß der Franke Marco Stefandl zum VfB Stuttgart. Über die Jugend des 1. FC Nürnberg und des FC Bayern München, fand der Linksaußen in diesem Jahr den Weg nach Bad Cannstatt. In elf Partien in der A-Jugend Bundesliga Süd/Südwest stand der 18-Jährige auf dem Platz, erzielte fünf Tore und legte zwei Treffer auf. Stefandls Talent ist auch dem DFB nicht verborgen geblieben und so absolvierte Marco Stefandl bereits 18 Länderspiele für die DFB-Elf (U15-U17). Auch im VfB-Trainingslager in Grassau war der 18-Jährige mit dabei. Beim VfB hat er einen Vertrag bis Juni 2019, also noch genug Zeit sich Hannes Wolf zu präsentieren.

Auch Mittelfeldspieler Hajime Hosogai mischte am Mittwoch wieder munter mit. Der Japaner ist nach seinem Zehenbruch wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und wird aller Voraussicht nach beim Spiel gegen den FC Union Berlin (20. November, 13.30 Uhr) wieder eine ernsthafte Option für den Kader darstellen. Dann dürfte es im Stuttgarter Mittelfeld noch einmal enger zugehen.

Während seiner Verletzung wurde Hosogai von Matthias Zimmermann gut vertreten. Mit seiner Erfahrung, seiner Zweikampfstärke und Ballsicherheit war der Japaner als Leistungsträger bisher gesetzt. Doch das heißt bei Hannes Wolf nicht viel. Der VfB-Trainer betont, dass er und sein Trainerteam grundsätzlich nach Leistung und den Trainingseindrücken entscheiden.


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