VfB Stuttgart

Kritik an Schindelmeisers Einkaufspolitik

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04. August 2017 – Die Schindelmeiser-Entlassung: Kurz nach dem Trainingslager folgt der große Knall: Präsident Wolfgang Dietrich entlässt überraschend Sportvorstand Jan Schindelmeiser. © Danny Galm

Stuttgart.
Die VfB-Profis schuften und schwitzen, arbeiten an den Grundlagen für die kommenden schweren Aufgaben und Sportvorstand Jan Schindelmeiser versucht den Kader durch Neuzugänge fit für die Bundesliga zu machen.

Vogelwilde Personalpolitik

Fünf Neuzugänge (Donis, Mangala, Burnic, Zieler und Akolo) stehen bereits auf der Haben-Seite. Zudem ist man sich mit Abwehrspieler Ailton Ferreira Silva wohl einig. Rund einen Monat vor dem Bundesliga-Start läuft also alles nach Plan könnte man meinen.

Stuttgarts Sportvorstand Jan Schindelmeiser sieht sich aber am Dienstag in einem Artikel der Stuttgarter Nachrichten heftigen Vorwürfen ausgesetzt: Die Personalpolitik sei vogelwild und lasse kein Konzept erkennen, werden interne Kritiker von Schindelmeisers Einkaufspolitik zitiert.

„Wir erarbeiten unsere Entscheidungen im Team"

Der 53-Jährige sei Ende des Jahres zu einem Einzelgänger mutiert und wegen seiner angeblich unkooperativen Art schon von VfB-Präsident Wolfgang Dietrich zum Rapport einbestellt worden. Der Sportvorstand stoße mit „seiner Neigung, die Dinge zuvorderst mit sich selbst auszumachen, auf wachsendes Unverständnis im Team das ihn umgibt“, so die StN.

„Wir erarbeiten unsere Entscheidungen im Team, sind im permanenten Austausch. Am Ende muss aber jemand die Verantwortung für diese Entscheidungen übernehmen. Das werde ich sein“, äußerte sich Schindelmeiser gegenüber den StN zu den Vorwürfen und der Kritik an seiner Arbeitsweise.

Zu enge Geschäftsbeziehungen?

Zusätzlichen Ärger soll es wegen angeblich zu enger Geschäftsbeziehungen zwischen dem Spielerberater Artur Beck, Jan Schindelmeiser und der Schorndorfer Medienagentur Spirit Kommunikation geben.

Artur Beck, der Bruder von Ex-Bundesligaprofi Andreas Beck, war zuletzt in die Transfers von Orel Mangala und Benjamin Pavard involviert und brachte im September letzten Jahres auch Hannes Wolf mit dem VfB in Verbindung und berät den Coach der Schwaben.

Der Verein äußert sich nicht 

Die Schorndorfer Medienagentur berät neben Jan Schindelmeiser auch Neuzugang Ron-Robert Zieler. Die Verbindungen zwischen Schindelmeiser, Beck und der Medienagentur soll unter dem roten Dach kritisch beäugt werden.

Auf welche Quelle sich der Autor der Stuttgarter Nachrichten in seinem Text bezieht, wird nicht genannt. Auch der Verein äußert sich nicht zu den im Artikel vorgebrachten Vorwürfen. 

Somit bleiben die Vorwürfe bis auf Weiteres im Raum stehen. Die Antwort, ob die Arbeit des Sportvorstands erfolgreich war, gibt es so oder so nur auf dem Platz.