Akut statt aktuell

Gerhard Polt hat mit Push-Nachrichten nichts am Hut

Gerhard Polt
Gerhard Polt beim Presse Lunch des FilmFernsehFonds (FFF) Bayern 2014. Foto: Ursula Düren/dpa © Ursula Düren

Karlsruhe/München (dpa) - Der Kabarettist Gerhard Polt informiert sich klassisch per Zeitung über das Weltgeschehen. «Ich bin nach wie vor ein intensiver Zeitungsleser und verzichte auf diese digitalen Nachrichten und Push-News oder wie das alles heißt», sagte der 78-Jährige den «Badischen Neuesten Nachrichten» in Karlsruhe.

«Mich hat immer nicht die unmittelbare Aktualität interessiert, sondern vielmehr das, was akut ist.» Themen, bei denen er das Gefühl habe, dass sie nicht nur heute wichtig seien, sondern schon immer wichtig waren und deren Wichtigkeit auch noch andauern werde.

«Wenn man Aktuelles hört oder sieht, dann braucht man, wie bei allem, Zeit, um das zu verarbeiten. So wie ich Essen verdauen muss, muss ich auch Nachrichten verdauen.» Da brauche er Zeit zum Reflektieren, zum Einordnen und zum Erkennen der Hintergründe.

© dpa-infocom, dpa:201116-99-347642/3