Frosch mit Bademeister-Charme

Wigald Boning bei «The Masked Singer» enttarnt

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Wigald Boning im Kostüm der Figur «Der Frosch» nach der Enttarnung in der ProSieben-Show «The Masked Singer». Foto: Willi Weber/ProSieben/dpa © Willi Weber
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Wigald Boning (l) neben Moderator Matthias Opdenhövel in der ProSieben-Show «The Masked Singer». Foto: Willi Weber/ProSieben/dpa © Willi Weber
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Die Figur «Der Frosch» tritt in der ProSieben-Show «The Masked Singer» auf. Foto: Willi Weber/ProSieben/dpa © Willi Weber

Köln (dpa) - Der Frosch geht baden: Komiker Wigald Boning («RTL Samstag Nacht») ist in der ProSieben-Show «The Masked Singer» enttarnt worden. Der 53-Jährige bekam am Dienstagabend zu wenige Stimmen der Zuschauer - und musste sich daher aus seinem Kostüm zwängen, unter dem er sich für die Musik-Sendung versteckt hatte.

Es handelte sich um einen ungemein muskulösen Frosch mit Bademeister-Charme. Der Rolle habe er viel abgewinnen können, sagte Boning: «Ich bin großer Amphibien-Freund.»

Dass der Komiker unter der Maske steckte, war allerdings keine ganz große Überraschung mehr. Zu charakteristisch waren Stimme und Bewegungsmuster. Das Rateteam tippte geschlossen auf Boning, Ideen wie Ex-Fußballer Pierre Littbarski (60) wurden vorher wieder verworfen. Gast-Juror Elton (49) richtete vor der Enttarnung sogar noch Grüße vom gemeinsamen Bekannten Bernhard Hoëcker (50) aus: «Er freut sich, dich bald wieder in normaler Klamotte sehen zu können.»

Als Boning den Froschkopf vom grünen Mucki-Leib zog und ein bisschen wie die bedröppelte Version des unglaublichen Hulks aussah, gab es dennoch erstaunte Blicke. Boning trug unter dem offenbar sehr warmen Kopf auch noch eine Brille. «Das ist ja ein solches Abenteuer, diese Sendung», erklärte er verschwitzt. «Ich habe ja schon monatelang vorher mit Kontaktlinsen experimentiert. Das erste Mal in meinem Leben.» Am Ende habe er sich aber gedacht: Ohne Brille gehe es nicht.

Ehrlich gesagt sei er nun sehr enttäuscht, fügte Boning hinzu. Er habe sich noch so viel vorgenommen: In der nächsten Show habe er den Weihnachtsklassiker «Last Christmas» singen wollen. Seine Frau, die Opernsängerin Teresa Tièschky, habe von der geheimen Frosch-Mission zwar gewusst, ihm aber nicht wirklich Tipps geben können. Teresa habe allerdings Vergleiche zu ihrer Spezialrolle als Königin der Nacht in Mozarts «Zauberflöte» gezogen: «Du kriegst auch immer Kostüme angezogen, die zum Singen eigentlich nicht geeignet sind.»

Boning, gebürtig aus Wildeshausen in Niedersachsen, ist durchaus als Musiker bekannt. Zusammen mit seinem Kollegen Olli Dittrich (63) bildete er einst das Nonsens-Musik-Duo Die Doofen, das Deutschland mit Text-Zeilen wie «Nimm mich jetzt, auch wenn ich stinke, denn sonst sag' ich winke winke» oder «Jesus war ein Wandersmann, am liebsten auf'm Ozean» erfreute. In der Comedy-Show «RTL Samstag Nacht», in der er in den 90ern mit Dittrich zu sehen war, ging auch Bonings Stern auf. Später war er etwa mit «Clever - die Show, die Wissen schafft» erfolgreich.

Bonings Auftritte als Frosch bei «The Masked Singer» waren ebenfalls denkwürdig. In seiner letzten Show bot er ein Medley aus Liedern von Modern Talking an - ganz stilecht mit einem Umhängekeyboard wie dereinst Thomas Anders. In einem zweiten Auftritt band sich der Muskel-Frosch eine Augenbinde um und intonierte «Kung Fu Fighting» von Carl Douglas. Zudem streute Boning stets «Quak»-Laute in seine Interpretationen ein. Es half allerdings nicht - in der vierten Folge der aktuellen «Masked Singer»-Staffel war nun Schluss. ProSieben twitterte: «Du hast dem Quak eine neue Dimension gegeben. Wir haben so gelacht. Danke.»

Bei «The Masked Singer» singen Promis in aufwendigen Kostümen und versuchen, dabei nicht enttarnt zu werden. Wenn die Zuschauer sie aus der Show wählen, müssen sie allerdings die Masken ablegen. Vor Boning hatte dieses Schicksal bereits Veronica Ferres (Biene/55), Jochen Schropp (Hummer/41) und Sylvie Meis (Alpaka/42) ereilt. Die Sendung schalteten am Dienstagabend 3,01 Millionen (11,2 Prozent) ein.

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