VfB Stuttgart

Leichtes Spiel gegen zehn Freiburger

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Daniel Ginczek gelang gegen den SC Freiburg sein erstes Saisontor. © Danny Galm
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Die entscheidende Szene: Freiburgs Caglar Söyüncü spielt den Ball mit der Hand... © Danny Galm
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...und Schiedsrichter Tobias Stieler zeigte dem jungen Türken nach Rücksprache mit seinem Videoassistenten in Köln die Rote Karte (12.). © Danny Galm

Stuttgart.
Zum Abschluss des 10. Spieltages besiegte der VfB Stuttgart am Sonntagabend den SC Freiburg mit 3:0 (2:0). Die Schwaben bleiben somit im Kalenderjahr 2017 in der heimischen Arena ungeschlagen und stehen mit 13 Punkten auf dem 12. Tabellenplatz. Im baden-württembergischen Landesduell profitierten die Stuttgarter von einer frühen Roten Karte für Freiburgs Abwehrspieler Söyüncü. Mit einem Mann mehr auf dem Platz dominierte der VfB die Partie und kam durch die Tore von Ginczek (38.), Pavard (46.) und Terodde (82.) zu einem ungefährdeten Heimsieg.

Der souveräne Sieg gegen den SCF in der ZVW-Analyse:

Formation und Aufstellung

Die Personalnot in der Innenverteidigung zwang VfB-Coach Hannes Wolf gegen den SC Freiburg zu einer Systemumstellung: Gegen die Breisgauer schickte Wolf seine Elf erstmals in dieser Saison mit einer Viererkette (Insua, Pavard, Baumgartl, Beck) aufs Feld.

Zum ersten Mal in dieser Saison fand sich am Sonntagabend auch Berkay Özcan in der Startelf wieder. Der 19-Jährige bildete zusammen mit Takuma Asano die Flügezange der Schwaben. Chadrac Akolo sollte zentral hinter der einzigen Spitze Daniel Ginczek die Fäden ziehen. Im 4-2-3-1-System durften erneut Dzenis Burnic und Santiago Ascacibar auf der Doppelsechs ran.

Spielidee und Taktik

Das Zauberwort hieß auch an diesem Spieltag wieder „Balance“. Diese wollte Hannes Wolf gegen die Gäste aus Südbaden finden und eine ausgewogene Mischung aus kontrollierter Defensive und kreativer Offensive auf dem Rasen sehen. Durch kompaktes Verschieben und eine aggressive Zweikampfführung wollte der VfB Stuttgart der Mannschaft von Christian Streich früh den Zahn ziehen.

Spielverlauf kompakt

Die Emotionen im baden-württembergischen Landesduell kochten bereits nach zwölf Minuten hoch: Schiedsrichter Stieler stellte Freiburgs Innenverteidiger Söyüncü nach Rücksprache mit seinem Videoassistenen in Köln wegen eines absichtlichen Handspiels vom Platz. Den daraus resultierenden Freistoß setzte Özcan aus 20 Metern haarscharf am Tor vorbei (13.). Die Partie gegen zehn Freiburger verlagerte sich in der Folge nahezu komplett in die Hälfte der Breisgauer.

Akolo scheiterte zweimal an SCF-Keeper Schwolow (23. und 24), ehe Ginczek den VfB nach feiner Vorarbeit von Özcan mit 1:0 in Führung schoss (38.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte köpfte Pavard einen scharf getretenen Özcan-Freistoß zum 2:0 in die Maschen. Im zweiten Durchgang verteidigten die Gäste gut organisiert und leidenschaftlich. Gegen Ende der Partie schwanden aber die Kräfte der Gäste und so konnte der eingewechselte Simon Terodde zum 3:0-Endstand einschieben (82.).

Spielentscheider

Gegen zehn Freiburger hatte der VfB Stuttgart leichtes Spiel. Ohne viel Mühe kontrollierten die Schwaben das ungleiche Landesduell gegen die Breisgauer, nutzen ihre numerische Überlegenheit aus und schossen erstmals in dieser Saison drei Tore in einem Spiel. Zwar brannte die Mannschaft von Hannes Wolf gegen die zehn tapferen Freiburger kein spielerisches Feuerwerk ab, aber die junge VfB-Elf spielte geduldig und ließ in der Defensive nichts anbrennen. Ein souveräner und zu keinem Zeitpunkt gefährdeter Heimsieg.

Auf den Punkt gebracht

Die Rote Karte für Cagler Söyüncu, die Schiedsrichter Tobias Stieler nach Rücksprache mit dem Videoschiedsrichter Felix Zwayer zeigte, war auf der Pressekonferenz nach dem Spiel das beherrschende Thema. Freiburgs Trainer Christian Streich rang sichtlich um Fassung: „Ich habe gehofft, dass man mit dem Videobeweis noch einmal eine Kontrollinstanz einführt, die zu mehr Gerechtigkeit führt. Wenn ich aber die letzten Wochen betrachte, bin ich sprachlos. Ich verstehe nicht, was mit uns gemacht wird.“

VfB-Trainer Hannes Wolf lobte seine Mannschaft für ihre geduldige Spielweise und die drei Tore: „Wir haben in den richtigen Momenten mit Schärfe vorne rein gespielt. Für uns ein schöner Abend und ein wichtiger Sieg.“ Zufrieden war er auch mit seinen vielen jungen Kickern: „Es ist ein gutes Gefühl zu sehen, dass wir mit unseren Jungs Bundesliga spielen können. Damit bin ich sehr zufrieden.“

Tweet des Tages

Ausblick

Während der VfB Stuttgart am nächsten Samstag (15.30 Uhr/ZVW-Liveticker) auswärts beim Hamburger SV ran muss, darf der SC Freiburg im heimischen Schwarzwaldstadion antreten. Gegner am nächsten Samstag um 15.30 Uhr ist der FC Schalke 04.


VfB Stuttgart – SC Freiburg 3:0 (2:0)

Stuttgart: Zieler – Insua, Pavard, Baumgartl, Beck – Burnic (84. Grgic), Ascacibar – Asano, Özcan, Akolo (73. Ailton) – Ginczek (67. Terodde)

Bank: Grahl (Tor), Aogo, Brekalo, Ofori

Trainer: Hannes Wolf

Freiburg: Schwolow - Koch, Schuster, Söyüncü - Frantz, Höfler – Stenzel, Günter – Niederlechner (46. Kath), Terrazzino (46. Kent)– Haberer (75. Petersen)

Bank: Gikiewicz (Tor), Kübler, Kapustka, Ravet

Trainer: Christian Streich

Tore: 1:0 Ginczek (38.), 2:0 Pavard (46.), 3:0 Terodde (82.)

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Cagler Söyüncü (12./absichtliches Handspiel)

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)

Zuschauer: 58.872 (ausverkauft)