Alfdorf

Alfdorf hat jetzt seine eigene App - und eine neue Homepage

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Bürgermeister Ronald Krötz (links), Informatiker Udo Schaier und die neue App. © Benjamin Büttner

Während des ersten Lockdowns im Frühjahr hatte Udo Schairer eine Idee. Der Informatiker aus Alfdorf-Kapf dachte sich: Nichts ist in einer solchen Ausnahmesituation wichtiger als gesicherte Informationen. Und da er ohnehin gerade an einer kostengünstigen App speziell für Vereine arbeitete, sprach er das Thema auch im Alfdorfer Rathaus an.

Damals war Klaus Hinderer gerade im Amt. Denn der abgewählte Bürgermeister war krankgeschrieben, der neue noch im Polizeidienst. Als Ronald Krötz von der Idee einer gemeindeeigenen App hörte, war er sofort angetan. „Das ist eine super Idee, das machen wir“, meinte er damals zu Hinderer. Denn, so findet der Alfdorfer Bürgermeister, „man muss mit der Zeit gehen“. Es sei heute nicht mehr damit getan, Informationen nur ins Amtsblatt zu setzen. „Es ist wichtig, die Menschen zeitnah zu informieren. Das ist auch die Rückmeldung aus der Bevölkerung.“

Der Bürgermeister ist in den sozialen Medien unterwegs

Krötz selbst ist deshalb viel in den sozialen Medien aktiv, meldet sich bei Facebook und Instagram zu Wort. „Gemeinsam mit der neuen App sind wir jetzt ganz gut aufgestellt“, findet er.

Ende Mai war die App dann fertig, seitdem als Probelauf für die rund 100 Verwaltungsmitarbeiter verfügbar – und Krötz so angetan davon („Sie ist wirklich toll geworden“), dass er Schairer fragte, ob er auch Homepages macht.

So kam es, dass auch die angestaubte Gemeinde-Seite eine Generalüberholung bekam. Dass beides ein örtlicher Unternehmer in die Hand nahm, ist Krötz wichtig zu betonen. Umgekehrt sagt Udo Schairer: „Weil es für Alfdorf ist, konnte ich nicht den normalen Preis verlangen.“ In der Ausnahmesituation wolle er nicht auch noch groß Geld verdienen.

Am Ende hat beides, die neue Homepage und die App, die Gemeinde 2299 Euro gekostet, „Da haben wir ordentlich Geld gespart“, sagt Krötz, „denn das Angebot war deutlich günstiger, als wenn es eine große Firma gemacht hätte.“

Was kann die Alfdorf-App jetzt eigentlich?

Wo liegt jetzt der Mehrwert für die Bürger? Mit der App können die Bürger wichtige Meldungen als Push-Nachricht erhalten, die aktuellen Mitteilungen des Bürgermeisters lesen, eine Nachricht ans Rathaus schicken, mit Gemeinderäten in Kontakt treten oder bequem von zu Hause ihren Wasserstand eingeben. Bislang gehen in der Gemeinde die Wassermeister ja noch von Haus zu Haus. „Man kann das aber auch weiterhin telefonisch machen“, sagt Krötz.

Und bei Bedarf kämen auch künftig Bauhofmitarbeiter ins Haus. Zudem sind alle Kontaktdaten der Rathaus-Mitarbeiter hinterlegt und können direkt aus der App angerufen oder per E-Mail kontaktiert werden. Nicht zuletzt gibt es auch Informationen zu Corona sowie den örtlichen Gastronomen und ihren Abholservices.

Auch die Homepage wurde kräftig entstaubt

Und die Homepage? Sie wurde von Schairer kräftig entstaubt, aufgehübscht und mit übersichtlicheren Strukturen versehen. Auf der Startseite sind die wichtigsten Informationen aus der Gemeinde zu sehen. Es gibt eine Seite mit den Notfalldiensten und einen Mängelmelder (etwa für kaputte Straßenlaternen). Bürgermeister Krötz appelliert jedoch, Dinge, die eine sofortige Reaktion erfordern, bitte weiterhin telefonisch an die Verwaltung zu melden.

Beides, App und Homepage sind miteinander synchronisiert. Dabei ist die Kommune unabhängig von den Leistungen des Informatikers. „Inhalt und Struktur kann die Gemeinde selbst ändern“, sagt Schairer.

In der Alfdorfer Verwaltung soll die Digitalisierung jetzt weiter vorangetrieben werden, betont Krötz. Ab Januar gibt es deshalb eine 100-Prozent-Stelle für einen Informatiker. Bis dahin ist Udo Schairer noch beratend im Haus tätig.

Während des ersten Lockdowns im Frühjahr hatte Udo Schairer eine Idee. Der Informatiker aus Alfdorf-Kapf dachte sich: Nichts ist in einer solchen Ausnahmesituation wichtiger als gesicherte Informationen. Und da er ohnehin gerade an einer kostengünstigen App speziell für Vereine arbeitete, sprach er das Thema auch im Alfdorfer Rathaus an.

Damals war Klaus Hinderer gerade im Amt. Denn der abgewählte Bürgermeister war krankgeschrieben, der neue noch im Polizeidienst. Als Ronald Krötz von

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