Alfdorf

Aprilwetter beim Alfdorfer Frühlingsmarkt

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Fruehlingsmarkt
Der Gewerbe- und Handelsverein (GHV) Alfdorf veranstaltet am Sonntag, 17. April, von 12 bis 18 Uhr einen Frühlingsmarkt verbunden mit einem verkaufsoffenen Sonntag. Die Geschäfte sind von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Der Frühlingsmarkt findet auf dem Marktplatz und wenn erforderlich auf der Oberen Schlossstraße statt Richtung Rathaus. Gleichzeitig soll ein Flohmarkt stattfinden für Große und Kinder auf der Oberen Schlossstraße. © ZVW
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Fruehlingsmarkt
Der Gewerbe- und Handelsverein (GHV) Alfdorf veranstaltet am Sonntag, 17. April, von 12 bis 18 Uhr einen Frühlingsmarkt verbunden mit einem verkaufsoffenen Sonntag. Die Geschäfte sind von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Der Frühlingsmarkt findet auf dem Marktplatz und wenn erforderlich auf der Oberen Schlossstraße statt Richtung Rathaus. Gleichzeitig soll ein Flohmarkt stattfinden für Große und Kinder auf der Oberen Schlossstraße. © ZVW

Alfdorf. Mit dem Aprilwetter muss der Gewerbe- und Handelsverein Alfdorf leben. Trotz des bedeckten Himmels und immer wiederkehrenden Nieselregens hatten sich weder Gewerbetreibende noch Schüler entmutigen lassen: Immerhin 14 Stände waren zum Frühlingsmarkt auf der Unteren Schlossstraße aufgebaut.

Die GHV-Vorsitzende Eva Tschirren-Necker gab sich kämpferisch: „Wir halten durch. Auch wenn das Wetter schlecht ist.“ Schon im vergangenen Jahr hatte der GHV mit dem Wetter gehadert, als Sturm angekündigt worden war und man noch am späten Vormittag überlegt hatte, die Veranstaltung aus Sicherheitserwägungen abzusagen. Nicht so in diesem Jahr. Allerdings waren einige, die ihre Teilnahme zugesagt hatten, gar nicht erst erschienen. Und auch der begleitende Flohmarkt litt deutlich an Anbietermangel.

Was aber den Landfrauen unter Monika Scherers Regie nichts ausmachte. Sie unterstützten die Eltern und Schüler der Klasse 6 b des Limes-Gymnasiums. Die hatte die vergangenen Tage Kuchen gebacken und Torten zubereitet - so an die zwei Dutzend mindestens. Der Erlös sei bestimmt für die Fahrt ins Schullandheim im Sommer, erklärte Billa Georgiadou. Über den Verkauf konnte sich niemand beklagen.

Den Schülern den Vortritt gelassen

„Wir sind der älteste Landfrauen-Verein in Württemberg-Baden“, erklärte Monika Scherer. Sie feiern am 7. Mai ihr 70-jähriges Bestehen: „Da haben wir heute den Schülern den Vorzug gegeben“, erklärte sie, und auf einen eigenen Stand verzichtet. Wegen des Wetters zu kneifen, sei nicht infrage gekommen: „Die Kinder haben sich so viel Mühe gegeben und hart gearbeitet, die Plakate zu gestalten - das ziehen wir jetzt durch.“ Vor so viel kämpferischem Eigensinn schien sogar das Wetter zumindest kurzfristig zu kapitulieren und hellte sich etwas auf.

Gekoppelt ist der Frühjahrsmarkt traditionell mit einem verkaufsoffenen Sonntag, an dem sich knapp eine Handvoll Geschäfte beteilige. Jeans-Markt-Betreiberin Sonja Haller ist eine von vier. Für sie ist ein verkaufsoffener Sonntag „immer attraktiv“. Da hätten wenigsten „die Herren auch mal die Zeit, die Damen beim Einkaufen zu begleiten“, meint sie. Außerdem sei so ein Tag gut für die Werbung. Bei ihr seien die verkaufsoffenen Sonntage immer sehr erfolgreich. „Da sehen die Männer auch mal, was es hier gibt.“ Und ihrer Erfahrung nach kommen die Männer mitsamt ihren Frauen zunehmend auch von außerhalb Alfdorfs: Kaisersbach, Waiblingen, Schorndorf.

Sie hatte sich sogar noch eine Überraschung für ihre Kunden einfallen lassen: „Für jeden Einkauf ab 50 Euro gibt es noch einen Frühlingsgruß.“ Allerdings bleibe dieser Service auf den Sonntag beschränkt.

Ein Paar aus Lorch-Weitmars gönnte sich auf dem Frühlingsmarkt ein Mittagessen direkt vom Metzger und sinnierte darüber, warum es hergekommen sei. Etwas zu essen, denn heute bleibt die Küche kalt. Dann wollten sie nach Pflastersteinen sehen, aber ausgerechnet dieses Geschäft hatte am Sonntag geschlossen. Außerdem sei es, unabhängig vom Wetter, das irgendwie in jedes Gespräch einfloss, schön hier. Man wolle Alfdorf unterstützen: „Jetzt sind es schon zwei mehr.“ Obwohl insgesamt doch recht überschaubar. Was wiederum am Wetter liegt. Deshalb denkt Eva Tschirren-Necker auch über alternative, wetterunabhängige Lösungen nach. Aber die seien noch nicht wirklich spruchreif.

Verzichten auf diese Möglichkeit der Präsentation seiner Mitglieder will der GHV auch nicht, der viel Mühe und Organisationsarbeit in diesen Sonntag gesteckt hatte. Für den Nachmittag war noch ein buntes Programm geplant. Das werde gestaltet von der Rock’n‘Roll-Gruppe und dem Musikverein, sagte die GHV-Chefin.

Insgesamt habe der GHV Alfdorf etwa 70 Mitglieder. Die kämen allerdings längst nicht alle aus dem Ort, sondern es wären auch Mitglieder aus anderen Ortschaften dabei. Rund 20 Mitglieder hatten im Vorfeld bekundet, am Frühjahrsmarkt teilzunehmen. Letztlich gekommen waren 14.

Die Vereine des Ortes seien nicht angesprochen worden, sagte Eva Tschirren-Necker. Es sei ja letztlich eine Aktion für die GHV-Mitglieder, um sich zu präsentieren und den Ort lebendig und attraktiv zu gestalten.

Kein festes Datum

Für den Alfdorfer Frühjahrsmarkt gibt es kein festes Datum. Es kommt darauf an, wann Ostern liegt. Oft hängt er auch von religiösen Familienfesten ab wie Kommunion und Konfirmation, weil dann Mitglieder anderweitig eingebunden sind.

Am Frühjahrsfest am Sonntag beteiligten sie vier lokale Geschäfte. Neben dem Jeans-Markt hatte das Café Köngeter geöffnet, man konnte sich im Schuhlagerverkauf mit wetterfester Fußbekleidung eindecken und schon mal im Blumenstüble Sauter nach einem Frühjahrsstrauß schauen.

Inzwischen gibt es regelmäßig ähnliche Aktionen, von denen der weihnachtliche Lichtermarkt inzwischen eine Popularität weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus erworben hat.