Alfdorf

Bürgermeister Krötz hält Wahlversprechen: Alfdorf stellt Förderantrag für Breitbandausbau

breitbandkabel
Verlegung von Glasfaser in Winnenden-Nellmersbach. © Gaby Schneider

„Ich hatte es im Wahlkampf angekündigt, dass mir das Thema Breitbandausbau sehr wichtig ist für die Bürger in Alfdorf. Ich konnte schnell ein Netzwerk zusammenbekommen und ich bin froh, dass wir mit dem Antrag für den Breitbandausbau nun schon einen sehr großen Schritt weiter sind“, sagt Ronald Krötz, Bürgermeister in Alfdorf.

Die Gemeindeverwaltung hat mit fachlicher Unterstützung durch den Zweckverband Breitbandausbau Rems-Murr dieser Tage den Förderantrag bei der atene Kom GmbH gestellt, welche vom Bundesverkehrsministerium als Projektträger für die Durchführung des Bundesförderprogramms Breitbandausbau beauftragt wurde. Voraussetzung für den Förderantrag war ein Markterkundungsverfahren, welches die unterversorgten Haushalte schwarz auf weiß dokumentiert.

Förderquote von 90 Prozent

Als unterversorgt gelten nach den derzeitigen Förderrichtlinien alle Haushalte, die eine Bandbreite von weniger als 30 Mbit/s aufweisen. Hierbei handelt es sich in den Teilorten und Gehöften von Alfdorf um circa 520 Haushalte. Sobald der Förderantrag auf Bundesebene genehmigt ist, was aufgrund der hohen Nachfrage einige Zeit in Anspruch nehmen wird, wird eine Co-Finanzierung auf Landesebene beantragt. Dadurch kann eine Förderquote von insgesamt 90 Prozent erreicht werden.

Im nächsten Schritt erfolgt das Vergabeverfahren mit der öffentlichen Ausschreibung für den Aufbau und den Betrieb des Telekommunikationsnetzes. Bürgermeister Ronald Krötz meint: „Nachdem wir in der Kerngemeinde sowie in Pfahlbronn, Brech und Vordersteinenberg mit Vectoring ausreichend versorgt sind und das Industriegebiet von der Telekom selbst mit Breitbandausbau angeschlossen wurde, gibt es in den zahlreichen weiteren Ortsteilen und Gehöften bislang eine extreme Unterversorgung, die mobiles Arbeiten, Home-Schooling und andere inzwischen gängige Tätigkeiten über das Internet erheblich erschwert oder unmöglich macht. Es ist mir sehr wichtig, dass wir in den kommenden Jahren die digitale Infrastruktur den heutigen Erfordernissen anpassen. Mit der Stellung des Förderantrags ist nun der Startschuss gefallen, denn wir sind zwingend auf die Fördermittel von Bund und Land angewiesen, um diese finanzielle Mammutaufgabe stemmen zu können.“

Sigel ist schnelles Internet wichtig

Auch der Vorsitzende des Zweckverbands, Landrat Dr. Richard Sigel, freut sich darüber, dass mit dem Förderantrag nun die Weichen in Richtung Gigabitgesellschaft gestellt sind: „Die Corona-Krise hat uns nochmals deutlich vor Augen geführt, dass eine schnelle Internetverbindung heute wichtiger ist als je zuvor. Gerade im ländlichen Raum müssen wir für eine lebenswerte Infrastruktur sorgen. Der Förderantrag in Alfdorf bildet dabei unseren ersten Schritt. Weitere unterversorgte Gebiete im Kreis werden folgen.“

Parallel dazu laufen derzeit Gespräche mit der Gemeinde Kaisersbach, die mit ihrem Förderantrag bereits kurz vor Abschluss des Vergabeverfahrens ist. Zweckverband und Gemeinde versuchen hierbei, die Haushalte, die im Alfdorfer Ortsteil Hellershof an der geplanten Trasse des Breitbandausbaus für Kaisersbach gelegen sind, bereits bei dieser Baumaßnahme an das Glasfasernetz zu bekommen. „Die Gespräche mit meiner Kollegin Katja Müller aus Kaisersbach sind gut. Wir haben alle das gleiche Ziel, nämlich möglichst viele Höfe und Teilorte optimal zu versorgen“, sagt Ronald Krötz, der nun hofft, dass der Antrag schnell bearbeitet wird.

„Ich hatte es im Wahlkampf angekündigt, dass mir das Thema Breitbandausbau sehr wichtig ist für die Bürger in Alfdorf. Ich konnte schnell ein Netzwerk zusammenbekommen und ich bin froh, dass wir mit dem Antrag für den Breitbandausbau nun schon einen sehr großen Schritt weiter sind“, sagt Ronald Krötz, Bürgermeister in Alfdorf.

Die Gemeindeverwaltung hat mit fachlicher Unterstützung durch den Zweckverband Breitbandausbau Rems-Murr dieser Tage den Förderantrag bei der atene Kom GmbH

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