Alfdorf

Drive-in für Weihnachtsbäume in Alfdorf-Brech: Risikofrei einkaufen in der Corona-Krise

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In Alfdorf-Brech muss man nicht austeigen, um einen Weihnachtsbaum zu kaufen! © Christine Tantschinez

Mag Corona das Weihnachtsfest einschränken, wie es will, aber der Christbaum ist und bleibt ein Muss. Und bei Bernhard Kleinhanß in Brech bei Alfdorf muss man zum Baumkauf nicht einmal in die Plantage. Hupen, im Auto sitzen bleiben, aussuchen und bezahlen genügt.

Die Idee ist ihm nach Feierabend gekommen, als er noch ein bisschen mit der Familie zusammensaß: Weihnachtsbäume verkaufen wie beim Drive-in von McDonald’s. Der Baumhandel läuft bei ihm nebenher, eigentlich ist er Projektleiter bei Bosch in Schwäbisch-Gmünd. Aber er besitzt eben auch noch zwei Baumplantagen in und bei Brech, die eine 5000 Quadratmeter, die andere 7000 Quadratmeter groß.

Eigentlich besteht auch da nicht die Gefahr, dass man sich zu nah „auf die Pelle“ rückt. Bernhard Kleinhanß hat ausgerechnet, dass er gut 200 Leute in die Plantage lassen darf, ohne seine Kunden einem Risiko auszusetzen. Außerdem hängen überall Schilder, die auf besagte Regeln hinweisen. Ohne Mundschutz darf sowieso niemand auf das Gelände, und die Kasse ist durch ein Kunststoffschild abgeschirmt.

Das Baum-Aussuchen „vor der Tür“ wird durch das spezielle System erleichtert, das sich Kleinhanß ausgedacht hat. Er hat Nordmanntannen anzubieten und Korktannen.

„Die haben so weiche Nadeln wie die Nordmanntannen“, erklärt er, „aber sie sehen aus wie Blaufichten. Und sie sind schlank gewachsen, wenn wer einen kleinen Baum will oder nicht so viel Platz hat.“ Berechnet wird pro Meter, die Preise variieren zwischen 14 und 22 Euro; also sucht man sich unter den Musterbäumen vor der Plantage einen aus, darf ihn durch das Wagenfenster noch einmal aus der Nähe in Augenschein nehmen und bekommt ihn erst ins Netz verpackt und dann in den Wagen geladen. Außerdem – und es ist ihm sehr wichtig, darauf hinzuweisen – wachsen die Bäume in seinen Plantagen schonend und ohne überflüssige Chemie heran; stattdessen geht er dreimal jährlich mit dem Mulchmäher durch die beiden Gelände, damit die jungen Pflänzchen nicht vom Unkraut überwuchert werden.

Im Auto bleiben und einkaufen

Den eigenen Weihnachtsbaum haben sie schon in der Garage, verrät Ehefrau Beate Kleinhanß am Telefon; zimmerhoch und in einem Eimer Wasser, damit er bis zu den Festtagen schön frisch bleibt. Die werden dieses Jahr definitiv anders ausfallen. Der Vater von Beate Kleinhanß feiert an Weihnachten Geburtstag und normalerweise versammelt sich dann eine 18-köpfige Großfamilie um den Tisch. Davon kann 2020 natürlich keine Rede sein. „Diesmal“, sagt Beate Kleinhanß, „sind das nur wir und meine Eltern.“

Wer sich in den Plantagen von Bernhard Kleinhanß einen Baum aussuchen will (ob auf dem Gelände oder per „Drive-in“ von draußen) hat dazu am vierten Adventswochenende noch die Gelegenheit.

Am 19. und 20. Dezember von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr ist der Christbaummarkt ein letztes Mal geöffnet.

Mag Corona das Weihnachtsfest einschränken, wie es will, aber der Christbaum ist und bleibt ein Muss. Und bei Bernhard Kleinhanß in Brech bei Alfdorf muss man zum Baumkauf nicht einmal in die Plantage. Hupen, im Auto sitzen bleiben, aussuchen und bezahlen genügt.

Die Idee ist ihm nach Feierabend gekommen, als er noch ein bisschen mit der Familie zusammensaß: Weihnachtsbäume verkaufen wie beim Drive-in von McDonald’s. Der Baumhandel läuft bei ihm nebenher, eigentlich ist er

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