Alfdorf

Es gibt keinen weiteren Standort für den Mobilfunkmast in Hellershof

Mobilfunk
Für Mobilfunk in Hellershof und das Sandland gibt es einen Standort, aber keine weiteren Standorte laut der Telekom. © Benjamin Büttner

Jahrelang gab es verständnisloses Kopfschütteln darüber, dass sowohl die Internet- als auch die Mobilfunkversorgung im Sandland kaum abgedeckt war. Bürgermeister Ronald Krötz erinnerte in der Gemeinderatssitzung am Montag daran, dass durch die Abschaltung von ISDN vor über einem Jahr sich die Versorgung noch weiter verschlechterte. Bezüglich des Breitbands habe man sich schließlich zu einem gemeinsamen Weg mit Kaisersbach entschlossen. Bürgermeisterin Katja Müller, die am Montag auch in der Alfdorfer Sitzung als Zuhörerin zu Gast war, habe ebenso wie der Alfdorfer Gemeinderat dem Breitband „hohe Priorität“ gegeben, wie Krötz beschrieb. Der aktuelle Stand sei, dass 27 Häuser auf Alfdorfer Gemarkung im Zuge der Breitbandverlegung von Kaisersbach entlang der Zuführungsstraße nun mit angeschlossen werden. „Die Vertragsvorbereitungen laufen“, so Krötz. Corona zeige mit Home-Office und Home-Schooling die Dringlichkeit nach einer schnellen Internetverbindung auf, betonte Krötz. Zwischenzeitlich habe der Bund einen Zuschuss signalisiert, auf den Landeszuschuss hoffe man nun. „Breitband und Mobilfunkmast ergänzen sich. Man braucht beides“, leitete Krötz über zum Mobilfunkthema. Auch diesem habe man hohe Priorität eingeräumt, beschrieb er.

Eine Standortsuche in Höldis ist erfolglos gewesen

Nachdem die Telekom einen geeigneten Standort gefunden habe, sei das Einvernehmen für den Bauantrag eines Mobilfunkmastes in Hellershof am 14. Dezember durch die Gemeinderäte beschieden worden. „Jetzt liegt der Bauantrag beim Landratsamt“, erklärte Krötz. Dann, sechs Wochen nach dem Einvernehmen des Gemeinderats im Dezember, habe sich eine Bürgerinitiative gegen den Standort des Funkmastes bei ihm gemeldet. Hierbei bedauerte Krötz, dass augenscheinlich nicht allen der Standort für den Mobilfunk bekannt war. Die Bürgerinitiative forderte Überprüfungen anderer Standorte. Allerdings habe eine aktuelle Umfrage in Hellershof ergeben, dass mittlerweile 42 Prozent für den aktuellen Standort sind. „Mit dem Bewusstsein, dass es zu einer zeitlichen Verzögerung kommt, wenn andere Standorte untersucht werden.“ Krötz betonte, dass man das gemeinsame Ziel habe, „einen guten Weg zu finden“. In der Sitzung erklärte der Kommunalbeauftragte der Telekom für Mobilfunk, Ingo Reinhardt, wie der aktuelle Stand bezüglich des Mobilfunkmastes aussieht. Nachdem eine Antenne auf dem Schulhausdach im Hellershof abgelehnt worden war, habe sich die Telekom auf die Suche nach privaten Grundstücksanbietern gemacht. Und sei „sehr schnell“ fündig geworden. Bereits im Februar 2020 sei ein Mietvertrag unterzeichnet worden, nachdem es keine kommunalen Angebote mehr gegeben habe. Reinhardt verwies auf die Versorgungsauflagen des Bundes. Und die aktuelle Versorgung in Hellershof und im Sandland sei schlecht. „Wir wollen eine zukunftssichere Versorgung schaffen“, so Reinhardt. Er ging auf das aufwendige Genehmigungsverfahren für einen Mobilfunkmast ein, wo klare Immissions-Grenzwerte vorgegeben sind. „Die Bundesnetzagentur prüft die Immissionen und erteilt erst dann eine Standortbescheinigung.“ Jetzt gehe man „von einer baldigen Baugenehmigung“ aus.

Krötz formulierte Fragen, die per E-Mail ins Rathaus gesandt wurden. Etwa, bis wann man mit der Inbetriebnahme des Mastes rechnen könne. „Inbetriebnahme in der zweiten Jahreshälfte 2022“, antwortete Ingo Reinhardt. Die Frage, ob weitere Standorte in Hellershof geprüft werden, beschied er negativ: „Wir halten an dem Standort fest.“ Bei neuer Standortsuche müsse man „wieder bei null beginnen“, und man habe bereits einiges investiert. „Das ist ein eigenwirtschaftlicher Ausbau“, erinnerte Reinhardt. Krötz wollte wissen, ob aktuell weitere Standorte auf der Alfdorfer Gemarkung geprüft würden. „Nein“, war die Antwort. Eine Standortsuche in Höldis sei erfolglos gewesen. Ebenfalls in der Sitzung vergaben die Gemeinderäte Baumaßnahmen für den Ausbau und die Sanierung der Hauptstraße für insgesamt rund 1,6 Millionen Euro. 

Jahrelang gab es verständnisloses Kopfschütteln darüber, dass sowohl die Internet- als auch die Mobilfunkversorgung im Sandland kaum abgedeckt war. Bürgermeister Ronald Krötz erinnerte in der Gemeinderatssitzung am Montag daran, dass durch die Abschaltung von ISDN vor über einem Jahr sich die Versorgung noch weiter verschlechterte. Bezüglich des Breitbands habe man sich schließlich zu einem gemeinsamen Weg mit Kaisersbach entschlossen. Bürgermeisterin Katja Müller, die am Montag auch in der

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