Alfdorf

Gibt es bald einen Tiger für die Kleinkindbetreuung im Stiftungshof Haubenwasen in Alfdorf-Pfahlbronn?

Kindertagespflege
Wird es im Stiftungshof Haubenwasen bald ein Betreuungsangebot für unter Dreijährige geben? © ALEXANDRA PALMIZI

Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt, eine Neuverschuldung ist folglich nicht geplant. So das Fazit des Etats 2021 für die Gemeinde Alfdorf. Nachdem in einer vergangenen Sitzung das große Zahlenwerk intensiv beraten und vorgestellt worden war, wurde dieses nun ohne Diskussion verabschiedet. Einen Dank sandte Klaus Hinderer an die Verwaltung, im Speziellen an Kämmerer Norbert Kronberger, für die umfangreiche Arbeit. „Wir wurden weitestgehend von Corona geleitet“, bemerkte er zur Kritik von Horst Metzger, der sich eine frühere Einbringung des Zahlenwerks gewünscht und bemerkt hatte: „Ein halbes Jahr ist schon rum.“ Erstmals wurde in Alfdorf die Wahl des Gesamtfeuerwehr-Kommandanten per Briefwahl durchgeführt. Aufgrund der Pandemie-Lage hatte man sich hierfür entschieden, wie Bürgermeister Ronald Krötz erinnerte. Bis 25. Juni konnte die Stimme abgegeben werden. Das Resultat: Marcel Stegmaier wurde auf fünf Jahre gewählt. Die Gemeinderäte bestätigten die Wahl und Stegmaier erhielt aus Händen des Bürgermeisters die Ernennungsurkunde.

Die Vertreter des Gemeinde- und Städtetags sowie die Kirchen empfehlen eine Erhöhung der Elternbeiträge in den Kindergärten um pauschal 2,9 Prozent. Ohne Diskussion folgten die Alfdorfer Gemeinderäte dieser Empfehlung.

Nachdem sich die Elternbeiträge für die verlässliche Grundschule (Kernzeitbetreuung) an dieser Empfehlung orientieren, gingen auch hierzu die Hände hoch. Krötz bezeichnete die Erhöhungen als „moderat“, zumal es nach wie vor von den Verbänden angestrebt sei, einen Kostendeckungsgrad von 20 Prozent durch Elternbeiträge zu erreichen.

Auch zur Bundestagswahl am 26. September wird es für Alfdorf fünf Wahlbezirke geben. Die Gemeinderäte folgten der Empfehlung der Verwaltung, hier keine Änderung vorzunehmen. Außerdem wird es wieder zwei Briefwahlbezirke geben, da erfahrungsgemäß durch Corona hiervon reger Gebrauch gemacht wird. Einstimmig für den Auslegungsbeschluss stimmten die Gemeinderäte bezüglich des Bebauungsplans „Lebensmittelmarkt Alfdorf-Ost“. Hauptamtsleiter Wolfgang Fauth informierte, dass das Zielabweichungsverfahren nunmehr abgeschlossen ist und weitere Schritte in Richtung Vollsortimenter am östlichen Ortseingang unternommen werden können. Unter anderem musste die Abbiegespur verlängert werden, was sich nun im Bebauungsplan wiederfindet. Für geforderte, ökologische Ausgleichsmaßnahmen hatte Bürgermeister Krötz frohe Kunde: Der Feuersee mit seinem Biotop wird auf Kosten des Investors aufgewertet. Diverse Maßnahmen wie etwa Entlandungen und Freischnitte werden von der Biologin des Landratsamts begleitet und starten voraussichtlich im Winter, kündigte der Bürgermeister an.

Und noch ein Bebauungsplan stand auf der Tagesordnung: „Stiftungsdorf im Haubenwasen 1. Änderung“. Hierbei dreht es sich um den Abbruch des maroden Bauernhofs an der Straße. „Dessen Sanierung wäre unwirtschaftlich“, stellte Krötz fest. Ein Investor hat sich um das Grundstück bemüht und möchte dort einen dreistöckigen Flachdachbau erstellen. In diesem sollen sich sowohl Wohnungen für Familien als auch für Senioren und Pflegekräfte vom Haubenwasen finden. Krötz: „Da wurde ein guter, gelungener Weg gefunden von Stiftung und Investor“, freut sich der Schultes auf die „schöne Sache“. Die Kosten für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan trage der Investor.

Klaus Hinderer regte noch an, dass eventuell auch eine Tiger-Gruppe, also ein Betreuungsangebot für unter Dreijährige durch Tagesmütter, dort etabliert werden könnte für die Pflegekräfte des Seniorenzentrums im Haubenwasen. Der Bürgermeister informierte, dass tatsächlich entsprechende Überlegungen angestellt werden. „Es gibt schon erste, vorsichtige Gespräche“, nickte er.

Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt, eine Neuverschuldung ist folglich nicht geplant. So das Fazit des Etats 2021 für die Gemeinde Alfdorf. Nachdem in einer vergangenen Sitzung das große Zahlenwerk intensiv beraten und vorgestellt worden war, wurde dieses nun ohne Diskussion verabschiedet. Einen Dank sandte Klaus Hinderer an die Verwaltung, im Speziellen an Kämmerer Norbert Kronberger, für die umfangreiche Arbeit. „Wir wurden weitestgehend von Corona geleitet“, bemerkte er zur Kritik von Horst

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