Alfdorf

Neuer Imbiss "Veschberkärrele" in Alfdorf: Wo es Cörriwurschd und Bommfritz gibt

Veschberkaerrele
Bürgermeister Ronald Krötz (links) hat das "Veschberkärrele“ von Marion Hilber und Freddy Mohl gleich mal getestet. © Gaby Schneider

Viel zu oft höre man in dieser Zeit von Hotel- und Gastronomiebetrieben, die schließen müssten, so Bürgermeister Ronald Krötz, als Punkt 12 Uhr in Alfdorf-Neuwirtshaus an der Gschwender Straße das „Sandländer Veschberkärrele“ feierlich in Betrieb genommen wurde. Umso mehr freue er sich über diese Neueröffnung, ein Signal der Hoffnung und Zuversicht, das man in dieser Zeit mehr als nötig habe.

Das „Veschberkärrele“, so Krötz, stelle eine gute Ergänzung zu der im Augenblick nicht allzu üppigen Alfdorfer Gastronomielandschaft dar. Es habe einen vielversprechenden Standort, direkt an der Straße, 600 Meter bis zum Mühlenwanderweg, zwei Kilometer zum Hagerwaldsee und vier Kilometer zum Schwabenpark.

Ein bodenständiges Angebot

Und wie es sich für das Sandland gehöre, sei das bodenständige Angebot an Speisen und Getränken auf Schwäbisch gehalten. Er selbst habe seine Mittagspause gern geopfert, um vorbeizukommen und sich eine „Cörriwurschd“ zu holen, denn leider, bedauerte Krötz, erlaube die Coronasituation im Augenblick lediglich den Straßenverkauf. Tische und Bänke, womöglich gar ein Biergarten, von denen die Betreiber träumten, seien nicht möglich.

Dennoch zeigten sich Marion Hilber und Freddy Mohl vom Geschäftsauftakt alles andere als unzufrieden. So manches vorbeifahrende Auto scherte von der Straße auf den Parkplatz aus, damit sich der Insasse mit etwas Habhaftem versorgte, und es hatte sich anscheinend unter den Nachbarn und im Bekanntenkreis herumgesprochen, dass man sich am „Veschberkärrele“ ab sofort seine kleine Mahlzeit abholen könne, und dass sich im Angebot wohl für jeden Geschmack etwas finden lasse. „Wir kaufen die Speisen und Getränke regional ein, und wir achten darauf, möglichst vom Plastik wegzukommen“, so Mohl.

Beruflicher Neuanfang wegen Corona

Wie er auf die Idee gekommen sei, sich mit dem Veschberkärrele am Straßenrand zu positionieren? Nun, erzählt er, bis zum Ausbruch der Coronapandemie hätte er nicht einmal im Traum daran gedacht, dass er sich mit seinen 59 Jahren noch einmal umorientieren und ein neues Geschäft anfangen müsste. Aber für ihn als Werbemittelgestalter seien vergangenes Jahr alles andere als fette Jahre angebrochen. „Und wenn du kein Geschäft mehr hast, dann darfst du nicht sitzen und darauf warten, bis es wieder zu dir kommt. Dann musst du dir etwas überlegen und dich gegebenenfalls auch völlig umorientieren!“ Und nachdem Marion Hilber ebenfalls coronabedingt in diesem Frühjahr ihren Arbeitsplatz verloren hatte, habe man sich miteinander entschlossen, „etwas Geld in die Hand zu nehmen und neu durchzustarten“.

Also habe man einen Wochenmarkt-Verkaufswagen, der feil war, gekauft und vollkommen neu eingerichtet, erzählt Mohl. Und sowohl im Bauamt wie auch bei Gewerbeaufsicht und Wirtschaftskontrolldienst sei er auf offene Türen gestoßen, nirgendwo habe es Probleme gegeben. In der Nachbarschaft sowieso nicht, „wir hier im Sandland stehen zusammen!“ Lediglich das Okay des Landratsamtes bezüglich des angedachten Biergartens stehe noch aus.

Auch telefonische Bestellungen

Was die Verkaufszeiten anbelange, da sei man noch in der Versuchsphase. Angepeilt sei, Fritteuse und Grill sieben Tage in der Woche anzuheizen, montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 20 Uhr. Man müsse allerdings noch herausfinden, wann sich die Käufer tatsächlich einfinden, um sich deren Bedürfnissen anzupassen.

Am Eröffnungstag jedenfalls kamen sie, sowohl „von drei Häuser weiter“, vom vier Kilometer entfernten Killerhof, aus Hintersteinenberg und sogar aus Welzheim. Schließlich, so ein Kunde, gebe es von Welzheim bis Gschwend kein Ständle mehr, das man anfahren könne, da müsse man bis nach Gaildorf.

„Und wo findest du noch ein so vielfältiges und gleichzeitig bodenständiges Angebot, von der Currywurst mit Pommes über die Frihlingsroll bis zum Herings- und Schnitzelweggle?“ - „Und extra für Karfreitag“, ergänzt Freddy Mohl, „haben wir Maultaschen oder Seelachsfilet mit Kartoffelsalat im Angebot.“ Selbstverständlich nehme man auch telefonische Bestellungen entgegen.

Viel zu oft höre man in dieser Zeit von Hotel- und Gastronomiebetrieben, die schließen müssten, so Bürgermeister Ronald Krötz, als Punkt 12 Uhr in Alfdorf-Neuwirtshaus an der Gschwender Straße das „Sandländer Veschberkärrele“ feierlich in Betrieb genommen wurde. Umso mehr freue er sich über diese Neueröffnung, ein Signal der Hoffnung und Zuversicht, das man in dieser Zeit mehr als nötig habe.

Das „Veschberkärrele“, so Krötz, stelle eine gute Ergänzung zu der im Augenblick nicht allzu

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