Alfdorf

Sportverein nach Corona-Pause: „Wir sind froh, dass es wieder losgeht“

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Die Versammlung fand im SV-Vereinsheim unter Einhaltung der Abstandsregeln statt. © Markus Metzger

Ursprünglich hätte die Hauptversammlung des rührigen Sportvereins schon am 30. März stattfinden sollen. Aber dann kam das Virus, und mit ihm der abrupte Stopp der gesamten Vereinsarbeit. Jetzt wird wieder trainiert, und versammeln durfte man sich endlich auch wieder.

Der Platz vor dem Vereinsheim des SV Hintersteinenberg liegt abends um halb sieben in der Sonne. Drinnen sind die Stühle in deutlichem Abstand aufgestellt. Wer den Raum betritt, muss eine Maske aufsetzen und Namen und Adresse für eine Teilnehmerliste angeben – Vereinstreffen in den Zeiten von Corona. Plaudern und ein Bier trinken kann man trotzdem, und die allgemeine Stimmung ist bestens.

Dass es monatelang kein Vereinsleben gab, sorgte für Wehmut

Auch Thomas Maier, der Erste Vorsitzende des SV Hintersteinenberg, wirkt entspannt. Sein Verein (liebevoll „der kleine HSV“ genannt) hat die Zeit des Lockdowns eigentlich ganz gut überstanden. Seit Mitte März gab es kein Training und keine Spiele mehr, aber anfangs, meint Maier, hatte er persönlich eigentlich vor allem mit den privaten Folgen zu tun: Unterricht zu Hause für die beiden Kinder (bei zwei berufstätigen Eltern), Sorge um den Job und um die Gesundheit.

Und dass man sich im Verein nicht so selbstverständlich treffen konnte wie sonst immer, sorgte nach ein paar Wochen häuslicher Isolation zusätzlich für allgemeine Wehmut.

Nebenbei musste man noch die Probleme verkraften, die Corona für den Verein mit sich brachte; der Restaurantpächter, der plötzlich keine Gäste mehr hatte (und der deshalb vorübergehend weniger Pacht zahlen muss), außerdem die ausgebliebenen Buchungen für den Festanbau, wo die Leute normalerweise gern Geburtstag oder Hochzeit feiern.

Mit viel persönlichem Einsatz wird der Verein am Leben gehalten

Im vergangenen Jahr hat sich der Verein eine neue Heizungsanlage zugelegt; die Hälfte der Kosten hat die Gemeinde beigesteuert, und es musste kein Kredit aufgenommen werden. Um zusätzlich Kosten zu sparen, haben die Vereinsmitglieder die Heizplatten selbst eingebaut. Über zweihundert Arbeitsstunden sind dabei zusammengekommen.

Persönlicher Einsatz wird beim SV Hintersteinenberg sowieso großgeschrieben. Die Tennisabteilung beispielsweise muss ihren Platz regelmäßig in Schuss halten. Erwachsene beteiligen sich mit zehn Stunden praktischem Einsatz daran, Jugendliche mit fünf, und wer dafür keine Zeit hat, berappt pro ausgefallener Stunde zehn Euro.

Traditionelles Weinfest wird dieses Jahr auf jeden Fall stattfinden

Ronald Krötz, der jüngst gewählte, neue Bürgermeister von Alfdorf ist bei der Jahreshauptversammlung ebenfalls zugegen, begrüßt die Vereinsmitglieder und verrät, dass er „dank“ Frau und Kindern inzwischen begeistert Tennis spielt; für eine Partie im HSV wäre er jederzeit zu haben. Es dürfte ihn genauso wie die anderen Mitglieder gefreut haben, dass das traditionelle Weinfest des SV dieses Jahr auf jeden Fall stattfindet (wie schon seit 31 Jahren). Auf welche Weise man dafür sorgen will, dass alles reibungslos und risikolos abläuft, wird man noch sehen müssen, meint Thomas Maier.

Aber er ist sich sicher, dass man einen Weg finden wird.

Ursprünglich hätte die Hauptversammlung des rührigen Sportvereins schon am 30. März stattfinden sollen. Aber dann kam das Virus, und mit ihm der abrupte Stopp der gesamten Vereinsarbeit. Jetzt wird wieder trainiert, und versammeln durfte man sich endlich auch wieder.

Der Platz vor dem Vereinsheim des SV Hintersteinenberg liegt abends um halb sieben in der Sonne. Drinnen sind die Stühle in deutlichem Abstand aufgestellt. Wer den Raum betritt, muss eine Maske aufsetzen und Namen und

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