Alfdorf

Vier Schüler gewinnen Kurzfilmwettbewerb

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Die Filmemacher bei der Preisverleihung (von links): Marco Piller, Yannik Mangold, Lena Maier und Torben Segan. © privat

Alfdorf. Drei Jungs und ein Mädchen sind die geborenen Filmemacher aus der Welzheimer-Wald-Gemeinde Alfdorf. Die vier Freunde haben beim Tarifverbund Stuttgart bei einem Wettbewerb mit ihrem Kurzfilm „Loop Up!“ gewonnen. Der nächste Film bei einem Wettbewerb des Roten Kreuzes ist schon in Arbeit.

Marco Piller (15), Yannik Mangold (14), Lena Maier (15) und Torben Segan (15) können sich freuen und blicken auf die Anfänge ihrer Filmerei zurück. Angefangen hat alles mit den Smartphones, die auch kleine Filmchen speichern können. Inzwischen hat das Team eine richtige Ausrüstung mit Videokamera.

Facebook, Twitter, Instagram – davon hat jeder schon einmal gehört. Doch was haben diese Dinge gemeinsam? Ganz einfach: das Handy! Das Verlangen, immer und überall erreichbar zu sein, um nichts mehr zu verpassen, zieht die Aufmerksamkeit vieler Menschen aufs Display und vernebelt ihnen die Sicht auf ihre Umgebung.

Lena Maier hat die meisten Filmideen

WLAN in Zügen, im Bus und an Bahnhöfen machen das Ganze kein bisschen besser. Aber wäre es denn ein Unterschied, denselben Tag, ohne Handy zu durchleben? Mal schauen, dachten sich die Schüler, die das Schulzentrum Schäfersfeld in Lorch besuchen. Lena ist die Macherin in dem Team, Sie hat die meisten Ideen, sie führt Regie und steht sowohl hinter als vor der Kamera. Sie kann sich durchaus vorstellen, in dieser Richtung ihre berufliche Zukunft zu sehen. Sie strebt deshalb zunächst eine Ausbildung als Mediengestalterin im Fachbereich Bild und Ton an.

Mit den Bildern, das klappt schon sehr gut, mit dem Ton, besonders mit der Sprache, ist Lena Maier nicht zufrieden. Wenn der schwäbische Dialekt rüberkommt, wirkt dies oft nicht ernsthaft genug. Denn hinter jeder Geschichte des jungen Teams steht auch ein ernster Hintergrund. In dem Film geht es um die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Zu sehen ist ein Mädchen, das auf den Bus wartet, sich Kopfhörer aufgesetzt hat und die auf das Display ihres Smartphones starrt. Sie nimmt von ihrer Umgebung so gut wie nichts wahr. Auch nicht den Jungen, der neben ihr geschlagen wird.

Erster Platz: 500 Euro und einen Pokal

Der nächste Dreh zeigt das Mädchen am selben Ort, ohne Handy. Sie trifft einen Freund, redet mit ihm, lacht. Sie bemerkt, dass neben ihr ein Junge geschlagen wird, und greift ein. Beide Szenen sind in der sogenannten Split-Screen-Technik zu sehen. Der Betrachter sieht deshalb gleichzeitig die beiden Geschichten parallel nebeneinander ablaufen. Die Jury muss begeistert gewesen sein, denn für das Alfdorfer Team gab es den ersten Platz in dem Wettbewerb. „In kompakten vier Minuten zeigen die jungen Filmemacher, wie sich vieles durch das Nutzungsverhalten unserer modernen Helfer verändert hat, und wie man mit ein wenig mehr Aufmerksamkeit bereits viel bewirken kann“, so die Jury in ihrer Bewertung. Dafür gab es 500 Euro und einen Pokal.

„Uns geht es nicht darum, einen großen Geldbetrag zu verdienen, sondern darum, unsere Hobbyleidenschaft umzusetzen.“ Einig sind sich die vier Filmemacher aus Alfdorf, dass sie viel Spaß beim Drehen haben. Das nächste Ziel ist eine Teilnahme am Deutsche Jugendfilmpreis. Das Thema lautet: „Erfindungen verändern unser Leben“. Lena hat dazu schon einige Ideen gesammelt, die Dreharbeiten beginnen demnächst. Dieses Mal werden die Szenen nicht nur mit Filmmusik unterlegt, sondern es werden Dialoge eingebaut. Wenn es geht, nicht auf Schwäbisch ...
 


Teilnahme am Wettbewerb des DRK

Die Filmemacher aus Alfdorf hatten bereits im Jahr 2016 einen Bundespreis geholt beim Wettbewerb der VR-Bank zum Thema „Freundschaft ist bunt“. Das preisgekrönte Werk hieß „Freunde bis ans Ende der Welt“.

Den Tipp, beim Wettbewerb des Verkehrsverbundes mitzumachen, hatten die Schüler von der Rektorin der Lorcher Realschule, Christa Weber, bekommen.

Das Thema des VVS-Wettbewerbs lautete „Geschichten aus Bus und Bahn“. Lena Maier schrieb das Drehbuch, zusammen mit den Filmteamkollegen wurden die Szenen überwiegend am Bahnhof in Lorch gedreht. Lena hat auch den Film geschnitten.

Beim nächsten Wettbewerb, an dem das Team teilnehmen will, geht es um mehr Menschlichkeit. Der Wettbewerb wurde vom Deutschen Roten Kreuz ausgeschrieben und weil die vier Mitglied im Jugendrotkreuz in Alfdorf sind, war sofort klar, dass sie daran teilnehmen wollen.