Alfdorf

Waiblinger Frauenhaus erhält aus Alfdorf dank Mirjam Schuler 650 Euro als Spende

Schuler
Dank der Idee von Mirjam Schuler erhält das Waiblinger Frauenhaus 650 Euro. © Kaesser

Noch ist es eine Weile hin bis Weihnachten. Doch warum nicht bereits heute Menschen, die sich in einer Notlage befinden, bedenken? Eine junge Auszubildende des Unternehmens Astorplast GmbH hat sich für eine soziale Idee starkgemacht, die den Bewohnern eines Frauenhauses zugutekommt.

Dank der Initiative von Mirjam Schuler können sich die Frauen und Kinder der Waiblinger Einrichtung freuen. Wie kam es dazu?

Vielen Unternehmen dürfte diese Situation bekannt vorkommen. Ein Leasingfahrzeug wird zumeist nach drei Jahren getauscht und die vorhandenen Winterreifen passen einfach nicht mehr auf das Folgemodell. Was nun tun mit den eingelagerten Reifen der Firmenwagen? Zudem diese auch noch Lagerplatz in Anspruch nehmen. Grund genug, sich um den Verkauf zu kümmern.

Schuler wurde auf der Seite „Gut für den Rems-Murr-Kreis“ fündig

Schuler ist Auszubildende im zweiten Lehrjahr zur Industriekauffrau und nahm die Abwicklung in die Hand. Mitarbeiter des Unternehmens wurden gefragt. Einige Reifensätze wurden so veräußert. Die restlichen Winterräder auf Leichtmetallfelgen bei einem bekannten Onlineanbieter eingestellt. Ein wenig Geduld war gefragt, da das Wetter noch zu gut war und „mit den abnehmenden Temperaturen auch die Nachfrage nach Winterreifen stieg“, bestätigte lachend Schuler. Es war klar, dass der Erlös gespendet werden sollte. Auf der Internetseite der Initiative „Gut für den Rems-Murr-Kreis“ wurde sie schließlich fündig. Besonders das Frauenhaus hatte es ihr angetan. Die Spende fließt in einen Spielplatz. Die Gewalt in den Familien nimmt in Coronazeiten laut einer Studie der TU München zu. Manche Frau flüchtet sich dann mit ihren Kindern ins Frauenhaus. Allerdings verändert sich mit dem Einzug das gesamte Leben. Besonders für die Kinder ist diese neue Situation belastend. Um anonym und geschützt zu sein, verlassen die Mütter mit ihren Kindern das gewohnte Umfeld, die Schule, die Freunde, die Arbeit. Einerseits steigt aktuell die Nachfrage nach Schutz im Frauenhaus, auf der anderen Seite wird die Raumsituation immer beengter. Die Wohnräume werden zwar erweitert, jedoch hinken diese Maßnahmen der Nachfrage hinterher.

Mit fremden Menschen so eng zu leben, ist für alle eine besondere Belastung. Das Privatleben ist auf ein Minimum reduziert. „Daher ist es uns wichtig, Möglichkeiten und Räume zu schaffen, die einen unbeschwerten Alltag ohne Gewalt bieten. Es liegt uns am Herzen, dass die Frauen mit ihren Kindern viel Zeit an der frischen Luft verbringen, sich dabei bewegen und Spaß miteinander haben“, so der Träger, das Deutsche Rote Kreuz.

„Die Gewalt steigt, gerade jetzt“, bestätigte auch Werner Carstens, Prokurist im Unternehmen, der diese Aktion unterstützt. Auch Schuler hatte sich zuvor nicht so intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt. Nun ist es für sie eine Herzensangelegenheit, den traumatisierten Menschen zu helfen, wieder in ein gewaltfreies Leben zu finden. Einfach wieder mehr Normalität zu erleben.

„Eine wunderbare Idee“, untermauert Carstens diese Aktion und freut sich, dass die Spende über 650 Euro diesem guten Zweck zufließt. Eine gute Sache für beide Seiten. „Hoffentlich finden sich noch ein paar Nachahmer“, so die Initiatoren dieser Idee. Weitere Infos unter https://www.gut-fuer-den-rems-murr-kreis.de/projects/72674.

Noch ist es eine Weile hin bis Weihnachten. Doch warum nicht bereits heute Menschen, die sich in einer Notlage befinden, bedenken? Eine junge Auszubildende des Unternehmens Astorplast GmbH hat sich für eine soziale Idee starkgemacht, die den Bewohnern eines Frauenhauses zugutekommt.

Dank der Initiative von Mirjam Schuler können sich die Frauen und Kinder der Waiblinger Einrichtung freuen. Wie kam es dazu?

Vielen Unternehmen dürfte diese Situation bekannt vorkommen. Ein

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