Alfdorf

Wichtig bei Enkeltrick: Niemanden ins Haus lassen, am Telefon misstrauisch bleiben

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Prävention ist wichtig, vor allem wenn es um den Enkeltrick bei älteren Menschen geht. © Markus Metzger

Die Polizei warnt regelmäßig vor dem sogenannten „Enkeltrick“, der vor allem bei älteren Personen versucht wird. Strafrechtlich handelt es sich beim Enkeltrick um eine besondere Form des Betrugs (§ 263 StGB). Dabei wird dem Opfer vorgespielt, dass ein naher Verwandter, zum Beispiel ein Enkel, Hilfe benötigen würde. Der vermeintliche Enkel ist natürlich kein echter Verwandter, er gibt sich lediglich als ein solcher aus.

Referentin Elisabeth Jacobi von der Initiative sicherer Landkreis Rems-Murr referierte vor kurzem in Alfdorf-Hellershof zu diesem wichtigen Thema. Vor allem die Prävention ist sehr wichtig, um nicht beim Enkeltrick hereinzufallen. Ihr Thema lautete: "Sicher leben - Schutz vor Trickbetrug und -diebstahl"

Mitleid und Vergesslichkeit

Die Täter bauen bei den älteren Menschen auf ihre vermeintliche Vergesslichkeit und Mitleid. Meist geschieht die erste Kontaktaufnahme per Telefon. Die Opfer werden dann um Bargeld oder Wertsachen gebeten und im Erfolgsfall um ihr Erspartes betrogen. Beim Enkeltrick gibt es verschiedene Betrugskonstellationen: Der sogenannte Enkeltrick wird in unterschiedlichen Variationen angewandt. Primär geht es den Tätern darum, dass am Telefon angekündigt wird, man werde einen „Freund“ schicken, der das Geld entgegennehmen soll. Teilweise wird auch die Überweisung auf ein Konto angeordnet, wobei das Konto entweder einem (häufig unwissenden) Strohmann gehört oder ins Ausland führt. Allen Enkeltrickvarianten gemein ist, dass ein massiver Druck auf das Opfer ausgeübt wird. Vor allem wird häufig ein zeitlicher Druck aufgebaut, damit das Opfer sich nicht mit anderen Personen aus der Familie darüber unterhalten kann. Häufig wird auch von einem Unfall im Ausland berichtet.

Elisabeth Jacobi erzählte zudem von falschen Handwerkern, Amtspersonen, die an die Haustüre kommen, und riet, niemanden ins Haus zu lassen. „Oftmals kommen unbemerkt weitere Helfer ins Haus und informieren sich über Wertgegenstände“, so Jacobi. Auch verschiedene Rollenspiele machten das Vorgehen anschaulich. Telefonische Betrugsversuche wurden ebenso vorgestellt wie Internetbetrügereien über Mails oder Internetportale. „Es kann leicht passieren, dass man betrogen wird. Dann ist falsche Scham nicht angebracht, sondern die Anzeige bei der Polizei“, so Jacobi.

Die Polizei warnt regelmäßig vor dem sogenannten „Enkeltrick“, der vor allem bei älteren Personen versucht wird. Strafrechtlich handelt es sich beim Enkeltrick um eine besondere Form des Betrugs (§ 263 StGB). Dabei wird dem Opfer vorgespielt, dass ein naher Verwandter, zum Beispiel ein Enkel, Hilfe benötigen würde. Der vermeintliche Enkel ist natürlich kein echter Verwandter, er gibt sich lediglich als ein solcher aus.

Referentin Elisabeth Jacobi von der Initiative sicherer Landkreis

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