Backnang

Keine Filialschließungen

Voba-PK
„Trotz der anhaltenden Niedrigzinssituation parken Kunden ihr Geld noch immer in kurzfristigen Anlageformen“, bedauert Jürgen Beerkircher, Chef der Volksbank Backnang. Archivfoto: Büttner © Benjamin Büttner

Die Volksbank Backnang, die zweitgrößte Genossenschaftsbank zwischen Rems und Murr, wächst in allen Bereichen. Im Geschäftsjahr 2019 hat die Bank mehr Kredite vergeben, höhere Einlagen verbucht und neue Mitglieder gewonnen. Die Volksbank sah und sieht sich jedoch mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, zu denen sie die anhaltende Niedrigzinsphase zählt, immer mehr Bürokratie und rechtliche Anforderungen sowie die weiter voranschreitende Digitalisierung mit ihren Auswirkungen auf das Kundenverhalten. In einer Pressemitteilung zeigt sich der Vorstand gleichwohl mit der soliden Geschäftsentwicklung im Jahr 2019 zufrieden.

Die Verantwortlichen haben sich im letzten Jahr eigenen Angaben zufolge intensiv Gedanken über die Identität der Bank gemacht und sich gefragt, was es bedeutet, in Zeiten des Wandels eine regionale Bank zu sein. „Bei all der Digitalisierung stehen nach wie vor die Verbindungen zu den Menschen und die persönliche, individuelle Beratung im Mittelpunkt“, beschreibt der Vorstandsvorsitzende Jürgen Beerkircher die Ausrichtung. Gleichzeitig soll die persönliche Komponente mit der digitalen Welt verbunden werden. Daher werde sehr viel investiert: in Technik, moderne Kommunikations- und Vertriebswege, in Beratungsqualität, Weiterbildung des Personals und vieles mehr. Im Jahr 2020 plant die Volksbank eigenen Angaben zufolge keine Filialschließungen in ihrem Geschäftsgebiet, das vom Murrtal bis ins benachbarte Bottwartal im Kreis Ludwigsburg reicht.

Im Geschäftsjahr 2019 sind sowohl Kredite wie auch Einlagen gewachsen. Die Dynamik im Kreditgeschäft hält sowohl im gewerblichen Bereich als auch in der privaten Baufinanzierung weiter an. Der Kreditbestand erhöhte sich mit einem Plus von 7,5 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro und trug damit wesentlich dazu bei, das Zinsergebnis stabil zu halten.

Mit einem Wachstum von 9,9 Prozent stiegen die Kundeneinlagen auf 1,5 Milliarden Euro. „Trotz der anhaltenden Niedrigzinssituation parken Kunden ihr Geld noch immer in kurzfristigen Anlageformen“, bedauert Beerkircher. Auf der anderen Seite würden auch immer mehr Anleger erkennen, dass in der derzeitigen Zinssituation eine veränderte Vermögensstruktur und ein Umdenken nötig seien und dass auch monatliche Sparleistungen in Aktien und Wertpapieranlagen zielführend sind. Renditechancen sieht der Vorstand insbesondere im Wertpapiergeschäft.

Außer dem Bereich des Wertpapiersparens setzte sich der positive Trend in der Altersvorsorge sowie der Kranken- und Pflegeabsicherung fort. Das Ergebnis sei weiter ausgebaut worden. Die Genossenschaftsbanker freuen sich, dass immer mehr Kunden den Bedarf in diesen Finanzfeldern entdecken und auch der Vorsorgegedanke verstärkt gelebt werde. Auch im Auslandsgeschäft und der Immobilienvermittlung konnten gute Ergebnisse erzielt werden.

Dementsprechend wuchs das sogenannte Gesamtkundenvolumen um 9,7 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro an. Gemeint sind damit alle Kredite und Geldanlagen bei der Volksbank Backnang und deren Partner aus der Genossenschaftlichen Finanzgruppe. Die Bilanzsumme der Bank erhöhte sich um 8,4 Prozent auf über zwei Milliarden Euro.

Zusammengefasst können die Vorstände trotz Investitionen in die Digitalisierung, in Technik und Ausstattung sowie nach wie vor hohen regulatorischen Aufwendungen auf eine zufriedenstellende Entwicklung des Betriebsergebnisses blicken.

Zur erfolgreichen Entwicklung der Bank tragen die Mitglieder bei, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Mit 1793 neuen Mitgliedern wuchs die Gemeinschaft der Anteilseigner auf 46 119 Teilhaber an. Der Vorstandsvorsitzende beschreibt die Mitgliedschaft als einen Mehrwert für die Geschäftsbeziehung, der die Verbindung zur Bank stärkt.

 

Die Volksbank Backnang, die zweitgrößte Genossenschaftsbank zwischen Rems und Murr, wächst in allen Bereichen. Im Geschäftsjahr 2019 hat die Bank mehr Kredite vergeben, höhere Einlagen verbucht und neue Mitglieder gewonnen. Die Volksbank sah und sieht sich jedoch mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, zu denen sie die anhaltende Niedrigzinsphase zählt, immer mehr Bürokratie und rechtliche Anforderungen sowie die weiter voranschreitende Digitalisierung mit ihren Auswirkungen auf

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