Berglen

Areal mit Spielplatz und Sportanlagen geplant

Sport- und Spielpark in Steinach?_0
Auch die Streetballanlage soll erweitert werden. Foto: Speiser © ZVW/Uwe Speiser

Berglen. Ein zusammenhängendes Areal mit Spielplatz und Sportanlagen plant die Gemeinde beim Feuerwehrgerätehaus Süd in Steinach. Dort gibt es zwar bereits einen Spielplatz, eine Streetballanlage und einen Bolzplatz, aber diese sollen besser als bislang miteinander verbunden sein, umgestaltet werden und um zusätzliche Angebote ergänzt werden.

Die Verwaltung hat das Gelände, das teilweise im Hang liegt und teilweise in einer Bachaue, von Landschaftsarchitekt Wolfgang Blank untersuchen lassen, im Hinblick darauf, was bei der angestrebten Verbesserung möglich, machbar ist, sinnvoll wäre. Bislang liegt der Spielplatz etwas isoliert, in steilem Gelände, ist nicht gerade üppig ausgestattet, wird deshalb nicht gerade von Kindern gestürmt, während beim Bolzplatz unten auf der ebenen Fläche nicht die Nachfrage das Problem ist, sondern dessen Rasen-, eigentlich eher Wiesenuntergrund und dass der Ball immer wieder regelrecht gesucht werden muss, weil der Platz nicht eingezäunt ist.

"Große" Variante sieht Parcours-Anlage vor

Blank hat zwei Varianten erarbeitet und die Entwürfe dazu in einem Workshop im Bürgersaal und vor Ort draußen rund 30 interessierten Bürgern vorgestellt. Die „große“ Variante sieht außer dem neugestalteten Kinderspielplatz eine sogenannte Parcours-Anlage vor. Diese ermöglicht Läufe über fest installierte Hindernisse, ein Trendsport, der vor allem Jugendliche und junge Erwachsene anspricht. Auch eine Calisthenics-Anlage für Kraftübungen mit dem Eigengewicht und eine Fitnessanlage mit Geräten schlägt der Planer in dieser Variante vor, außerdem ein Kneippbecken, das den nahen Bach nutzt.

Damit gäbe es, so die Idee dahinter, für alle Altersstufen Angebote auf dem Areal, wäre zumindest ein breites Altersspektrum abgedeckt und damit, so Bürgermeister Maximilian Friedrich, auch der veränderten Wohnsituation in Steinach und im angrenzenden Erlenhof Rechnung getragen. Außerdem würden die vorhandenen Flächen künftig weitgehend genutzt, wobei das angrenzende Schilfröhricht als geschütztes Biotop natürlich erhalten bleiben muss und wird.

Vorschlag: Belag, der eine ganzjährige Nutzung erlaubt

Die bisherige Streetballanlage würde zu einem Basketballfeld mit zwei Körben ausgebaut, mit einem Belag, der eine ganzjährige Nutzung erlaubt, ebenso beim Bolzplatz, der etwas verlegt, gedreht, zu einem Soccer-Kleinspielfeld (13 auf 20 Meter) und auf allen Seiten umrandet würde. Der Spielplatz bliebe zwar an bisheriger Stelle, würde aber umgestaltet, mit attraktiveren und mehr Spielgeräten als bisher ausgestattet (Sandkasten, Matschbereich, Rutsche, die Hanglage nutzend, Kletteranlage, Schaukeln). Blank schlägt vor, das Gelände dort so zu modellieren, terrassieren, dass es verschiedene Spielbereiche gibt. Zusätzliche Bäume würden gepflanzt und so das ganze Areal eingegrünt, weitere Sitzgelegenheiten geschaffen, der bestehende Weg von oben herab verlängert, durch Bäume eine Art Allee, ein grünes Band, geschaffen, wobei der Abzweig zur Bushaltestelle natürlich erhalten bliebe.

Bei der abgespeckten Variante würde der Spielplatz nach unten verlegt

Variante zwei ist demgegenüber abgespeckt. Der Bolzplatz bliebe, wie und wo er ist. Vor allem würde der Spielplatz bei ihr nach unten, in den ebenen Bachauebereich verlegt und müsste zur Straße hin natürlich mit einem Zaun abgegrenzt werden. Die Streetballanlage würde auch hier neu angelegt und neu wäre ebenfalls die Parcours-Anlage. Es gäbe keine Calisthenics- und keine Fitnessgeräteanlage. Das bisherige Spielplatzgelände würde zurückgebaut.

Die Kosten für den Landschaftsbau schätzt Blank bei Variante 1 auf etwa 500 000 Euro, bei Variante 2 auf etwa 230 000 Euro.


Entscheiden wird der Gemeinderat

Bei dem Workshop ging es darum, festzustellen, ob es überhaupt Bedarf, Interesse an einer Veränderung gibt. Es macht keinen Sinn, für viel Geld Angebote zu schaffen, die dann hinterher nicht genutzt werden.

Die Bürger konnten mittels farbiger Karten direkt zu den beiden Varianten Anregungen geben oder Kritik äußern, die an die beiden Entwürfe gepinnt wurden. Anschließend diskutierten sie mit der Verwaltung und dem Planer. Aus Sicht von Bürgermeister Friedrich war der Tenor so, dass die Teilnehmer ganz überwiegend die große Lösung favorisieren.

Die Anregungen sollen bei der weiteren Planung wenn möglich berücksichtigt werden. Weiter beraten wird der Bau- und Umweltausschuss, letztlich entscheidet der Gemeinderat. Sagt der Ja, sollen die Pläne im nächsten Jahr umgesetzt werden.