Berglen

Bürgermeisterwahl in Berglen: Das sind die sechs Bewerber

Rathaus Berglen
Das Rathaus in Oppelsbohm. © Joachim Mogck

Es hat ein bisschen gedauert mit den Bewerbungen fürs Bürgermeisteramt, aber dann sind  es doch noch sechs geworden. Zwischendrin hat einer zurückgezogen. Am letzten Tag haben noch zwei Kandidaten ihre Bewerbungen abgegeben.  Die Berglener haben also am Sonntag, 4. Juli, nicht nur die Wahl, sie haben auch Auswahl. Ein zweiter Wahlgang, falls im ersten keiner der Bewerber die absolute Mehrheit der Stimmen erhält (50 plus x Prozent Stimmenanteil), fände 14 Tage später statt.

Katja Weidlich wohnt mit ihrer Familie in Steinach

Katja Weidlich, 37, wohnt mit ihrem Mann und ihren vier Buben in Steinach. Sie ist in Thüringen und in Berlin aufgewachsen. Nach dem Realschulabschluss in Waiblingen machte sie eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin, anschließend wurde sie Pflegedienstleiterin.

Das ist sie nach wie vor, bei einer Einrichtung mit Sitz in Schwäbisch Hall, bei der sie für über 100 Mitarbeiter zuständig ist. Sie verweist bei der Frage nach ihrer Kandidatur auf die Vergleichbarkeit dieser Größenordnung mit der der Berglener Gemeindeverwaltung und auf ihre langjährige Berufserfahrung in leitender Position.

Holger Niederbergers Familie lebt in Rettersburg

Holger Niederberger, 44, wohnt mit seiner Frau und den beiden Töchtern in Rettersburg, wo die Familie im Neubaugebiet Hanfäcker gebaut hat.

Er ist im Ort aufgewachsen, in Oppelsbohm in den Kindergarten und in die Grundschule gegangen, hat nach dem Abitur am Georg-Büchner-Gymnasium in Winnenden eine Ausbildung zum Kameramann und Tontechniker gemacht, war anschließend für den SWR in der ganzen Welt unterwegs, studierte anschließend Politikwissenschaft in Tübingen und Berlin, war Pressereferent und wissenschaftlicher Berater für verschiedene SPD-Bundestagsabgeordnete.

Niederberger zog später mit der Familie nach Endersbach, arbeitete dann zunächst als Redakteur bei Stuttgarter Zeitungen. Mittlerweile ist er Pressesprecher der Stadt Weinstadt und persönlicher Referent von OB Michael Scharmann.

Joachim Reymann und seine Frau wohnen in Neustadt

Joachim Reymann, 58, verheiratet, kinderlos, wohnt in Neustadt. Er ist in Mühlacker aufgewachsen, hat nach der mittleren Reife eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann gemacht, war später für die Sparkassenversicherung in Dresden beim Aufbau einer Filialdirektion und Hauptgeschäftsstelle tätig. Ab dem Jahr 2000 war er selbstständiger Versicherungsmakler, seit 2016 berät er als Investmentfondsspezialist Privatanleger im Rems-Murr-Kreis. Er ist Mitglied der Partei „dieBasis“, eine Sammlungsbewegung der „Querdenker“, also der Corona-Maßnahmengegner. Für diese Partei kandidierte er bei der Landtagswahl im Wahlkreis Backnang (1,3 Prozent).

Ulrich Werners Familie lebt in Sulzbach/Murr

Ulrich Werner, 54, ist in Fellbach aufgewachsen und zur Schule gegangen. Er hat zwei (mittlerweile erwachsene) Kinder aus erster Ehe. Die Familie wohnt in Sulzbach/Murr. Er arbeitet als Teamleiter Recht, sprich Justiziar, bei der Landesoberbehörde IT Baden-Württemberg in Stuttgart (BITBW). Er ist Volljurist (Studium in Tübingen), hat aber auch noch einen Masterabschluss in Unternehmensberatung der FH Ludwigshafen/Universität Lincoln (GB), und er hat zehn Jahre als Abteilungsleiter bei Intersport Deutschland mit Sitz in Heilbronn gearbeitet. Er ist parteilos.

Samuel Speitelsbach kommt aus dem Neckar-Odenwald-Kreis

Samuel Speitelsbach aus Ravenstein im Neckar-Odenwald-Kreis, 34, ist Dauerkandidat bei Bürgermeisterwahlen. Laut eigener Aussage hat er sich mittlerweile bei etwa 30 Gemeinden um das Amt beworben, stets mit sehr überschaubarem Stimmenanteil (so jüngst in Plüderhausen 0,12 Prozent) und er ist teils mit rechtsextremen Positionen aufgefallen, was ihm bei der AfD einen Rauswurf einbrachte.

Albert Krauß  wohnt in Fellbach

Albert Krauß, 61, ist Speditionskaufmann, geschieden und hat drei (längst erwachsene) Kinder. Er ist aufgewachsen in Stuttgart, hat dort nach der Schule eine Lehre zum Speditionskaufmann gemacht, war zehn Jahre lang selbstständiger Fuhrunternehmer, anschließend im gleichen Gewerbe angestellt und hat schließlich drei Jahre die Welt bereist.  Er ist parteilos, war allerdings vor langer Zeit mal für die Junge Union aktiv.

Es hat ein bisschen gedauert mit den Bewerbungen fürs Bürgermeisteramt, aber dann sind  es doch noch sechs geworden. Zwischendrin hat einer zurückgezogen. Am letzten Tag haben noch zwei Kandidaten ihre Bewerbungen abgegeben.  Die Berglener haben also am Sonntag, 4. Juli, nicht nur die Wahl, sie haben auch Auswahl. Ein zweiter Wahlgang, falls im ersten keiner der Bewerber die absolute Mehrheit der Stimmen erhält (50 plus x Prozent Stimmenanteil), fände 14 Tage später

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper