Berglen

Beobachtungen zur Bürgermeisterwahl in Berglen: Konfirmation, Kommunalwahl, Knöchelbruch

BMWahlBerglen
Der „Augenblick der Wahrheit“: Das erste Wahlergebnis ist da. © Gaby Schneider

Michael Scharmann war ganz früh da – und bester Laune. Der Weinstädter OB schien sehr sicher, dass es was zu feiern gibt, davon zeugten die guten Tropfen, die er als Geschenk mitbrachte. Kollege Raimon Ahrens konnte da nicht ganz mithalten, in Rudersberg gibt es nun mal keinen Wein, „nur“ den dortigen „Ratsbrand“. Auch Katja Müller aus Kaisersbach, einst selbst Bewerberin ums Berglener Bürgermeisteramt, ließ sich blicken, ebenso wie Niederbergers künftiger Amtsnachbar Hartmut Holzwarth aus Winnenden.

Von einer Feier zur nächsten

Holger Niederberger erschien kurz danach, mit kompletter Familie – Gattin, Eltern und den beiden Töchtern. Von denen die Ältere am gleichen Tag zuvor Konfirmation gehabt hatte. Was für die Familie wohl wichtiger war, das oder der Wahlsieg? Sagen wir es mal so: Niederbergers kamen an dem Tag aus dem Feiern gar nicht mehr heraus.

Applaus kommt schon vor dem offiziellen Ergebnis

Nachwuchs im Rathaussitzungssaal, das tat der Atmosphäre gut. Verstärkung bekamen die Mädchen durch die beiden Buben der Familie Reichart, die Mama ist Fraktionssprecherin der SPD im Gemeinderat. Es herrschte, als das erste Ergebnis „durch“ war, familiäre Plauderstimmung, ohne Masken wäre es noch entspannter gewesen. Den ersten Beifall gab es keineswegs erst, als das Ergebnis feststand, sondern schon, als Niederbergers Mädchen das erste Ergebnis aus Rettersburg auf der Leinwand erspähten. Ihnen war offensichtlich da schon völlig klar, dass es für ihren Papa nicht mehr schiefgehen konnte.

Friedrich, das "Arbeitstier"

Viel Aufmerksamkeit bekam der Vorgänger von Niederberger. Umso mehr, als Maximilian Friedrich derzeit an Krücken geht. Kaum aus Berglen weg, schon verletzt, diese Frotzelei konterte er sofort. Das Malheur, Knöchelbruch, sei in Berglen passiert, Schlagloch, beim Spaziergang mit dem Töchterchen. Uff, was ist denn da mit der Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde? Friedrich schmunzelte das weg, erzählte lieber eine Anekdote vom Vortag. Bei einer Benefizaktion zugunsten des Backnanger Kinderhospizes Sternentraum saß er, an einem Samstag also, eine Stunde lang an der Kasse eines Supermarkts in der Murrmetropole. Den Umsatz während dieser Zeit erhält das Hospiz, die Ladenkette verdoppelt den Betrag. Klarer Fall, dass die Kunden, als sie den prominenten Kassier erspähten, alle zu ihm liefen, sich in die Schlange dort einreihten. Zu sagen, jetzt hat er am eigenen Leib erfahren, wie es ist, wenn man „richtig schuften“ muss, wäre aber fies. Friedrich ist bekanntlich auch so ein richtiges „Arbeitstier“.

Faire Verlierer

Was sich hinter der Mund-Nasen-Maske verbirgt, ist schwer abzuschätzen, die Augen darüber erscheinen da immer groß. Große Augen machten auf jeden Fall Katja Weidlich und Ulrich Werner. Als sie hereinkamen und das Zwischenergebnis erblickten. Aber sie nahmen es sportlich.

Michael Scharmann war ganz früh da – und bester Laune. Der Weinstädter OB schien sehr sicher, dass es was zu feiern gibt, davon zeugten die guten Tropfen, die er als Geschenk mitbrachte. Kollege Raimon Ahrens konnte da nicht ganz mithalten, in Rudersberg gibt es nun mal keinen Wein, „nur“ den dortigen „Ratsbrand“. Auch Katja Müller aus Kaisersbach, einst selbst Bewerberin ums Berglener Bürgermeisteramt, ließ sich blicken, ebenso wie Niederbergers künftiger Amtsnachbar Hartmut Holzwarth aus

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper