Berglen

Berglen: Ein Treff zwischen Mauritiuskirche und Rathaus einfach zum „Schwätza“

Berglesklatsch
Die beiden Verpflegungshütten zwischen Rathaus und Mauritiuskirche stehen schon. © ALEXANDRA PALMIZI

Einen Ort, eine Veranstaltungsform schaffen und etablieren, um sich regelmäßig zu treffen, auszutauschen, für Alt und auch Jung, das ist die Idee hinter dem geplanten „Bergles-Klatsch“. Bürgermeister Holger Niederberger begründet seinen Vorstoß dazu auf Nachfrage damit, dass es bislang wenige „soziale Treffpunkte zum Schwätzen“ in Berglen gebe.

Er fügt aber auch gleich launig an, dass der Netto-Markt „in allen Ehren“ ja für viele ein solcher sei. Soll heißen: Der oder das kann's ja nicht alleine beziehungsweise wirklich sein. Schwerer wiegt für Niederberger, dass Berglen mit Lokalen (oder Biergärten) nicht mehr geradezu überschwemmt ist. Er verweist auf solche Treffs in Weinstadt, Welzheim und Waiblingen, deren Erfolg, behauptet also erst gar nicht, das selbst erfunden zu haben. Aber es muss eben jemand anstoßen, die Initiative dazu ergreifen in, für Berglen.

Es gehe einfach darum, für die Leute hier etwas anzubieten, wo sie einmal in der Woche hingehen können, um anderen zu begegnen oder sich dafür mit anderen zu verabreden, so Niederberger. Klar kommt einem da statt „gemütliches Beisammensein“ der neumodische Ausdruck „After work“ in den Sinn, aber das mit dem „Klatsch“ sei schon auch ernst gemeint, betont er. Und es sei für ihn selbst als Bürgermeister eine Gelegenheit, „das Ohr dran zu haben“, Fragen zu stellen und Fragen gestellt zu bekommen.

Noch weitere Bewirter gesucht, willkommen

Die Gemeinde stellt die Infrastruktur zur Verfügung, vor allem in Form von zwei Verpflegungshütten, eine fürs Essen, eine für Getränke. Die anbieten, bewirten, sollen vor allem Vereine, aber auch andere Organisationen (etwa Direktvermarkter). Für sie sieht der Bürgermeister die Chance, sich zu präsentieren, die Gelegenheit, ihre Angebote vorzustellen. Er hat dazu einen entsprechenden Aufruf verbreitet. Das Ganze soll erst mal ein Probelauf sein, betont Niederberger.

Termin ist jeweils Donnerstag von 17 bis 21 Uhr. Ort ist im Durchgang zwischen Rathaus und Mauritiuskirche. Termine sind geplant – beziehungsweise auch schon, was die Bewirter angeht, erst zum Teil, noch längst nicht komplett verplant – bis Weihnachten, wobei zumindest der Dezember bereits „voll“ ist. 

Weitere Interessierte für die anderen Monate können sich also noch melden im Rathaus (unter Tel. 0 71 95/97 57 21 oder Mail an hauptamt@berglen.de). Wobei Niederberger erwägt, sollten nicht alle Termine mit Einheimischen besetzt werden können, über Berglen hinauszugehen, also auch auswärts anzufragen.

Opener ist direkt nach einer Sitzung des Gemeinderats

Start ist am 29. September. „Opener“ soll aber zwei Tage vorher sein, am Dienstag, direkt im Anschluss an eine Sitzung des Gemeinderats. Auch das wird öffentlich sein, Besucher, die da mit der Verwaltung und Gemeinderäten direkt ins Gespräch kommen wollen, sind ausdrücklich willkommen.

Keine Hocketse, sondern ein Steh-Treff

Das Ganze solle keine Hocketse sein, sondern ein Steh-Treff, mit Bistro-Tischen und einfachen Speisen, Imbiss „aus der Hand“, so der Bürgermeister. Er hat auch das „Okay“ von der Kirchengemeinde eingeholt, mit Pfarrerin und Kirchengemeinderat gesprochen, von ihnen schnell Zustimmung dazu bekommen, dass der Treff in direkter Nachbarschaft der Kirche stattfindet und die Hütten dort nicht nur aufgebaut, sondern zwischen den Terminen stehen bleiben, also „Dauereinrichtung“ werden, vorerst auf jeden Fall.

In Stuttgart hatten „Hüttenwerke“ als Außenbewirtschaftung einer angrenzenden Gaststätte, direkt vor dem Rathaus, am Rande des neugestalteten Marktplatzes, für viel Ärger ob dieser „Verschandelung“ gesorgt und wurden deshalb schließlich wieder entfernt.

Der Zuspruch der einheimischen Gastronomie auf Anfrage zum Bewirten der Treffs halte sich bisher in Grenzen, räumt Niederberger auf Nachfrage ein. Das könne er aber durchaus verstehen, die hätten schließlich an Donnerstagen um die Uhrzeit selbst offen. Er betont, dass der „Bergles-Klatsch“ aber keine Konkurrenz für diese sein soll, wobei es „Kneipen“ als bloße Treffs in dem Sinne in Berglen eh kaum gebe. Seines Wissens mache das Angebot auch den Vereinsheimen wegen deren anderer Öffnungszeiten ebenfalls wohl keine Konkurrenz und Veranstaltungen von Vereinen fänden in der Regel ohnehin an Wochenenden statt. „Aber wie gesagt, es ist erst mal ein Probelauf, mal sehen, wie es sich entwickelt“, so Niederberger.

Einen Ort, eine Veranstaltungsform schaffen und etablieren, um sich regelmäßig zu treffen, auszutauschen, für Alt und auch Jung, das ist die Idee hinter dem geplanten „Bergles-Klatsch“. Bürgermeister Holger Niederberger begründet seinen Vorstoß dazu auf Nachfrage damit, dass es bislang wenige „soziale Treffpunkte zum Schwätzen“ in Berglen gebe.

Er fügt aber auch gleich launig an, dass der Netto-Markt „in allen Ehren“ ja für viele ein solcher sei. Soll heißen: Der oder das kann's ja

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