Berglen

Berglener Brennerei gegen Whisky-Riesen: Rechtsstreit um Glen Buchenbach geht weiter

FMWaldhornbrennerei
Die Betreiber der Brennerei: Michael und Jürgen Klotz und Mutter Gerlinde Klotz (von links). © Hardy Zürn

Nachdem das Landgericht Hamburg im Februar 2019 entschieden hat, dass der Whisky „Glen Buchenbach“ der kleinen Berglener Waldhornbrennerei eine schottische Herkunft assoziiere, geht der schwäbische David gegen den Whisky-Goliath am Mittwoch vor dem hanseatischen Oberlandesgericht in die Berufung. Das teilt die Brennerei via Schorndorfer Spirit-Agentur mit.

"Gewichtige Argumente"

„Wir sind total zuversichtlich, schließlich haben wir gewichtige Argumente“, sagt Jürgen Klotz von der Waldhornbrennerei. Zwei davon zählt Rechtsanwalt Dr. Sven Mühlberger, der die Brennerei vertritt, in der Mitteilung auf: „Zum einen heißt das schottische Wort für Tal gar nicht Glen, sondern Gleann und stammt ursprünglich aus dem Irisch-Gälischen.“ Dies habe das renommierte Trinity College in Dublin ausdrücklich bestätigt. „Zum anderen gibt es sehr bekannte Whiskys, die das Wort Glen beinhalten, aber gerade nicht aus Schottland stammen, zum Beispiel der Glendalough, der aus Irland kommt und in großem Maße in der EU vermarktet wird, oder der Glen Breton aus Kanada, der bei uns in Deutschland über Kaufland vertrieben wird.“

Akte mittlerweile 5000 Seiten dick

Die Akte des seit 2013 andauernden Rechtsstreits sei mittlerweile 5000 Seiten dick und umfasst zehn Ordner. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte den Fall im Jahr 2018 auf dem Tisch und ihn an die deutsche Justiz zurückgeschickt.

Nachdem das Landgericht Hamburg im Februar 2019 entschieden hat, dass der Whisky „Glen Buchenbach“ der kleinen Berglener Waldhornbrennerei eine schottische Herkunft assoziiere, geht der schwäbische David gegen den Whisky-Goliath am Mittwoch vor dem hanseatischen Oberlandesgericht in die Berufung. Das teilt die Brennerei via Schorndorfer Spirit-Agentur mit.

"Gewichtige Argumente"

„Wir sind total zuversichtlich, schließlich haben wir gewichtige Argumente“, sagt Jürgen Klotz von

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