Berglen

Der Berglener Altbürgermeister Gerhard Schnabel wird 85

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Gerhard Schnabel. © Benjamin Büttner

Ehrenbürger Gerhard Schnabel wird heute (18.1.) 85 Jahre alt. Doch gefeiert wird wegen Corona nicht, wieder nicht: Als seine Frau im August 80 wurde, hofften sie noch, das Fest jetzt nachholen zu können. Aber beide verlieren deswegen ihren Humor nicht und Gerhard Schnabel meint auf die Frage, wie es ihm geht, „eigentlich ganz gut“. Im vergangenen Jahr habe es gesundheitlich mal ein Problem gegeben, aber das sei vorbei.

Schnabel war bis 1996 Bürgermeister von Berglen. Von 1964 bis 1972 war er Bürgermeister von Oppelsbohm und Vorderweißbuch, kam mit 28 Jahren ins Amt, in eine „Ein-Mann“-Verwaltung. Er war Anfang der 70er Jahre maßgeblich, mit Verhandlungsgeschick und um Ausgleich bedacht, die treibende Kraft der Gemeindereform in Berglen, derjenige, der es schaffte, dass die bislang neun selbstständigen Gemeinden sich zusammenschlossen, wobei Hößlinswart sich noch etwas zierte und die neue Gemeinde anfangs noch „Buchenbach“ hieß.

Nach 32 Jahren im Amt, immer wieder gewählt, ging er 1996, mit 60 Jahren, in den Ruhestand, nicht noch mal kandidierend, wissend, dass niemand unentbehrlich ist, auch er nicht, und bewusst einem jüngeren Nachfolger Platz machend. Er war in der Folge am Aufbau des Heimatmuseums in Oppelsbohm beteiligt und an der Gründung des Heimat- und Museumsvereins, dessen Vorsitzender er viele Jahre war.

Schnabel, ein kurzweiliger Redner und amüsanter Anekdotenerzähler, war und ist bei den Berglener Bürgern äußerst beliebt, nicht zuletzt wegen seiner stets liebenswürdigen und bescheidenen Art, für die er nicht erst Altersweisheit brauchte.