Berglen

Der Schulhof in Steinach soll für Kinder reizvoller werden

Steinachschulhof
Bis auf die farbigen Markierungen für Hüpfspiele ist die Fläche bislang ziemlich trist. Foto: Schneider © Gaby Schneider

Der Pausenhof der Grundschule in Steinach ist kein Schmuckstück. Das Außengelände ist mit dem der Nachbarschaftsschule in Oppelsbohm nicht vergleichbar. Wobei, zugegeben, der Vergleich hinkt. In Oppelsbohm gibt es rund um das Schulgebäude Platz schier ohne Ende. In Steinach dagegen ist die Schule „eingerahmt“ von Straßen, die örtlichen Gegebenheiten sind also von vornherein beschränkt. Trotzdem: Dass der Pausenhof wenig reizvoll ist für die Schüler, das sieht auch die Gemeinde so und das haben ihr Lehrer und auch Eltern zudem immer wieder gesagt.

Bislang gibt es keine Spielgeräte auf dem Pausenhof

Die Fläche ist größtenteils gepflastert, der Bereich vor den Treppenaufgängen zur benachbarten Halle asphaltiert. Zur vorbeiführenden Buchenstraße grenzt das Gelände eine, allerdings nicht durchgängige, Hainbuchenhecke ab. Auf dem ohnehin nicht üppig bemessenen Vorplatz stehen vier Bäume. Zwischen Schul- und Halleneingang und Pausenhof gibt es einen Höhenunterschied. Für die Verbindung sorgen Treppen und eine zur Erlenstraße hin auslaufende Rampe. Um den Geländeabsatz aufzufangen, sind Flussbausteine verbaut. Es gibt bislang keine Spielgeräte auf dem Pausenhof, lediglich Aufmalungen, Markierungen für Hüpfspiele auf dem Asphalt. Der Zugang zur angrenzenden Bushaltestelle erfolgt über das Schulgelände, weil es an der Buchenstraße keinen Gehweg gibt.

Eltern und Lehrer sehen deutliches Verbesserungspotenzial

Bei einer Änderung des Außengeländes ist zu beachten, dass die Turnhalle auch als Versammlungsstätte genutzt wird, zum Beispiel für die jährliche Bürgerversammlung. Die Fluchtwege aus der Schule und der Halle, die Rettungswege für Einsatzkräfte dürfen also nicht versperrt werden. Es gab einen Vor-Ort-Termin mit Lehrern und Eltern, bei dem diese Vorschläge machten und ein „deutliches Verbesserungspotenzial“ feststellten, so Bürgermeister Maximilian Friedrich in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Dabei sei auf eine möglichst sofortige Umsetzung dessen gedrängt worden, was kurzfristig möglich ist. Anfang Februar folgte ein zweiter Vor-Ort-Termin der Verwaltung mit Kerstin Schädel als Vertreterin der Schule und Gemeinderätin Dr. Susanne Reichart in ihrer Funktion als Elternbeiratsvorsitzende. Dabei wurden kurzfristig mögliche Veränderungen besprochen. Es soll ein kleineres Spielgerät (mit Fallschutz) aufgestellt werden. Sitzflächen (aus Holz) sollen auf der untersten Reihe der Flussbausteinmauer angebracht werden. Das Steinfeld entlang des Schulgebäudes (im westlichen Bereich des Schulhofs) soll wie schon beim Kinderhaus gegenüber entfernt und stattdessen Substrat mit einer Kokosmattenabdeckung eingebracht und die Fläche anschließend bepflanzt werden. Die Leuchtmasten sollen neu gestrichen werden.

Was wird aus der geplanten barrierefreien Bushaltestelle?

Für weitere Umgestaltungen, die später erfolgen könnten, ist Voraussetzung, dass bis dahin eine Entscheidung zum barrierefreien Umbau der Bushaltestelle gefallen ist oder dass diese gar an einen anderen Standort verlegt wird, was der Gemeinderat zu beschließen hätte. Dann könnte ein weiteres Spielgerät aufgestellt werden und der gesamte Pausenhof einen Doppelstabzaun, ein Tor zur Straße und eine Eingrünung mit einer neuen Hainbuchenhecke sowie weitere Sitzmöglichkeiten bekommen. Dass auch größere Änderungen sich „lohnen“, ergebe sich daraus, dass die Jahrgangsstärken mittlerweile so seien, dass zwei Klassen dauerhaft in Steinach sein werden, so Friedrich. Der Standort sei also gesichert.

Bauamtsleiter rechnet mit Kosten von etwa 20 000 Euro

Bis auf die Malerarbeiten will sich die Gemeinde bei den kurzfristig geplanten Maßnahmen wieder auf den Bauhof verlassen. Auf Nachfrage aus dem Gremium schätzte Bauamtsleiter Reiner Rabenstein die Kosten für beide Bauabschnitte auf zusammen etwa 15- bis 20 000 Euro. Friedrich wies auch darauf hin, dass mit der Umgestaltung des Pausenhofs das Dauerproblem, dass es bei Veranstaltungen in der Halle bei weitem nicht genügend Autostellplätze für die Besucher direkt an ihr gibt, nicht gelöst werde. Es wird also bleiben und damit der Suchverkehr in der Nachbarschaft.