Berglen

Hier entsteht Wohnraum für rund 70 Bewohner

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Bürgermeister Maximilian Friedrich versprach einen wöchentlichen Jour fixe der Verantwortlichen vor Ort während der Erschließungsarbeiten, bei dem auch Nachbarn ihre Sorgen und Anregungen loswerden können. Foto: Steinemann © Ralph Steinemann

Berglen. Etwa 70 Bewohner wird das neue Baugebiet Unterer Hohenrain in Hößlinswart haben, wenn es dereinst aufgesiedelt ist, was aber wohl nicht lange dauern dürfte. Zum Beginn der Erschließung gab es einen Baggerbiss mit kleiner Feier.

Das etwa anderthalb Hektar große Gebiet jenseits der Gams- und der Elchstraße steht seit vielen Jahren an, ist eine Abrundung des Ortsbilds, auch wenn freilich dafür „grüne Wiese“ weichen muss. 27 Bauplätze, für 21 Einfamilienhäuser und sechs Doppelhaushälften, werden dort entstehen, wobei die Bauplatzgrößen noch nicht feststehen und der Quadratmeterpreis noch vom Gemeinderat festzulegen ist. Die Erschließungsarbeiten ausführen wird die Firma Klöpfer aus Birkmannsweiler, die nicht zum ersten Mal in Berglen tätig ist. Derzeit sorgt sie für den Ausbau der Kreisstraße von Rettersburg nach Öschelbronn und die Erschließung des Gebiets Hanfäcker in Rettersburg. Bürgermeister Maximilian Friedrich wartete beim Baggerbiss wie gewohnt mit einigen Kennzahlen auf. So werden zum neuen Wohngebiet auch etwa 3000 Quadratmeter Verkehrsfläche gehören, 370 Meter Wasserleitungen und 620 Meter Kanalleitungen werden verlegt. Die Kosten für die Erschließung sind mit rund 1,4 Millionen Euro angesetzt.

113 Bewerber auf der Vormerkliste, darunter über 40 Berglener

Friedrich hatte aber auch noch aufschlussreichere Zahlen dabei: dass nämlich auf der Vormerkliste für die 27 Grundstücke derzeit 113 Bewerber stehen, davon über 40 aus Berglen. Womit sich natürlich die Frage nach der Vergabe, der Auswahl, der Reihenfolge stellen wird, auch wenn nicht jeder auf der Vormerkliste tatsächlich sich als wirklicher Interessent herausstellen dürfte. Klar ist, dass zunächst die Alteigentümer an die Reihe kommen. Dann aber werde der „Fokus“ auf den sonstigen Berglener Interessenten liegen, versprach Friedrich. Er verwies darauf, dass mit dem Baugebiet eine zweite (legale) Erschließung für die benachbarte Wohnsiedlung entsteht. Also zumindest die, die aus Richtung Steinach kommen, müssen nicht mehr über die Bärenstraße fahren, was der angesichts ihres Zustands guttun wird.

Die Erschließung wird etwa ein Jahr dauern

Friedrich kündigte auch gleich die Sanierung der Bärenstraße nach dem Abschluss der Erschließung an. Ein weiteres Versprechen mit Blick auf die unvermeidlichen Belastungen für die Nachbarn während der Bauzeit: Es wird einen wöchentlichen Jour fixe mit Verantwortlichen geben, bei dem auch die Angrenzer ihre Klagen, aber auch Anregungen, direkt loswerden können.

Bei der Erschließung ist mit etwa einem Jahr Bauzeit zu rechnen, so dass im Herbst kommenden Jahres mit dem Bau der ersten Häuser begonnen werden könnte. Für die Eigentümer der Bauplätze wird es eine Bauverpflichtung geben, für die Alteigentümer spätestens acht Jahre ab der notariellen Beurkundung des Kaufvertrags, für alle anderen spätestens nach vier Jahren.


Blick voraus

Das nächste Gebiet danach wird Pfeifersfeld am Ortsrand von Steinach. Es wird aber noch einige Jahre dauern, bis auch dort Häuser stehen und Leute wohnen. Auch dazu gab es eine Ankündigung (Versprechen?) von Friedrich: Pfeifersfeld werde das letzte außerörtliche Vorhaben sein, danach gehe es nur noch um die Schließung der rund 20 innerörtlichen Baulücken.