Berglen

Klassen 5 und 6 nach Oppelsbohm?

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Wenn die Werkrealschule ausläuft, werden hier Klassenzimmer frei, die Friedrich als Erweiterung der Robert-Boehringer-Schule anbietet. © Habermann / ZVW

Berglen. Die Klassen 5 und 6 der Robert-Boehringer-Gemeinschaftsschule künftig in der Nachbarschaftsschule in Oppelsbohm unterbringen, mit diesem Vorschlag geht nun der Berglener Bürgermeister an die Öffentlichkeit. Berglen könne der Winnender Schule im Zuge einer horizontalen Schulteilung vier Klassenzimmer zur Verfügung stellen, so Maximilian Friedrich.

Ausgangspunkt der Überlegungen ist, dass die Werkrealschule in Berglen mangels Schüler ausläuft und damit Räume in der gut ausgestatteten und vor wenigen Jahren sanierten Sternschule frei werden. Sein Vorschlag trage gleichzeitig den Interessen von Berglener Schülern und Eltern, aber auch denen der Raumschaft Rechnung, so Friedrich. Er sei eine Alternative zum Eckpunktepapier, das Winnenden und Schwaikheim zum weiteren Vorgehen in Sachen Gemeinschaftsschule verabredet haben.

Für Berglen hätte die Umsetzung seines Vorschlages auch den Vorteil, dass die eigentlich vorgesehene Fusion der beiden dortigen Standorte nicht kommen müsste, die Außenstelle in Steinach also erhalten bleiben könnte. Berglen würde für die vier Klassenzimmer, die die Robert-Boehringer-Schule dann sozusagen als Außenstelle in Berglen hätte, die Unterhaltskosten übernehmen, so Friedrich: „Die sind ja da, diese Räume müssten also nicht neu geschaffen werden.“ Für Winnenden, die dort verbleibenden Klassen 7 bis 10, würde dies eine erhebliche Reduzierung des Raumprogramms bei der Erweiterung und damit Reduzierung von Kosten bedeuten.

Vorschlag im Oktober den anderen Bürgermeistern mitgeteilt

Friedrich betont, dass sein Vorschlag eine Option sei, die zumindest durchzudenken sich lohne, aber keine Verweigerung gegenüber der Eckpunktestrategie. Berglen würde, wenn diese umgesetzt werde, die entsprechende Schulkostenvereinbarung mittragen, also seinen Anteil zahlen. Friedrich hält den Schulweg nach Oppelsbohm für zumutbar, er sei relativ kurz, je nach Stadtteil, um den es gehe, eben, also mit dem Fahrrad gut zu bewältigen. Die Busverbindungen müssten angepasst werden, gegebenenfalls eben auch die Unterrichts- an die Fahrzeiten.

Seinen Vorschlag habe er den Kollegen in der Nachbarschaft im Oktober mitgeteilt, betont Friedrich: „Der ist aber ohnehin nicht neu, der lag schon auf dem Tisch, als es damals um die Verfahren für die neuen Gemeinschaftsschulen ging. Wir haben da also mit offenen Karten gespielt.“

Die weitere Ausführung seines Vorschlags und ein Kommentar unsere Redakteurs lesen Sie in der Samstagsausgabe und im ePaper.