Berglen

Lust auf die Herausforderung:  Kerstin Günter, die neue Pfarrerin in Berglen, kommt von einer ganz kleinen Kirchengemeinde

pfarrerin
Kerstin Günther. © privat

Landschaftlich gesehen wird es wohl keine Verschlechterung für sie. Berglen dürfte in der Hinsicht Weinsberg wohl kaum nachstehen. Aber auf Kerstin Günther wartet an ihrer künftigen Wirkungsstelle eine Herausforderung. Nicht nur, weil sie die Nachfolgerin von Pfarrer Wolfgang Peter ist.

Aber zunächst: Warum geht sie denn überhaupt weg aus dem idyllischen Gellmersbach, einem Teilort von Weinsberg? Die Antwort ist einfach: Die Stelle steht im Pfarrplan auf der Streichliste. Ihr Abschied bedeutet gleichzeitig die Auflösung der Stelle. Kerstin Günther war in Gellmersbach im „unständigen“ Dienst. Die Probezeit war seit März beendet. Es sei ihr also gar nicht anderes übrig geblieben, als sich woanders zu bewerben, so die 34-Jährige.

Griechisch und Hebräisch in der Lüneburger Heide

Seit 2017 ist sie in Gellmersbach, es ist ihre erste Stelle nach dem Vikariat gewesen. Vikarin war sie in Oberstenfeld. Aufgewachsen ist Kerstin Günther in Talheim bei Tuttlingen, auch das ein kleines Dorf. Studiert hat sie, wie sie sagt, „in der Lüneburger Heide“, zunächst Griechisch und Hebräisch, Theologie dann im Grundstudium in Leipzig, im Hauptstudium in Tübingen.

Für sie selbst nur am Rande erwähnenswert, aber doch eine Besonderheit, die festgehalten werden sollte: Nach dem Abitur war sie ein Jahr lang in Palästina. Vielleicht ergibt das in Berglen einen Anknüpfungspunkt zu einem interreligiösen und -kulturellen Dialog, für den sich in Leutenbach ihre dortige Kollegin Susanne Blatt einsetzt.

Berglen sei ihr vor ihrer Bewerbung kein Begriff gewesen, sie habe auch keine Bezüge ins Remstal, so Kerstin Günther. Während die Bewerbung lief, war sie mal mit einer Freundin in Berglen wandern. Die Landschaft dort sei wunderschön. Den Ausschlag, sich dort für die Pfarrstelle zu bewerben, habe vor allem die Ausschreibung gegeben, wie sich die Kirchengemeinde dort vorstellte, welche Erwartungen sie hat, das habe sie angesprochen.

Zu 50 Prozent arbeitet sie auch noch im Dekanat Weinsberg

Besorgnis davor, was auf sie zukommt, ist bei Kerstin Günther nicht herauszuhören. Gellmersbach hat etwa 560 Gemeindeglieder (bei rund 1000 Einwohnern), die Berglener Pfarrstelle ist für rund 2000 zuständig, die fusionierte Kirchengemeinde insgesamt für 3500. „Ich hab schon Respekt davor, aber ich habe auch Lust auf diese Herausforderung“, sagt sie auf den Unterschied, die ganz andere Größenordnung, angesprochen. Ihre bisherige Stelle in Gellmersbach ist denn auch keine Vollzeitstelle. Zu 50 Prozent arbeitet sie im Dekanat des Kirchenbezirks Weinsberg.

Ihre neue Stelle in Berglen wird sie voraussichtlich im ersten Quartal des kommenden Jahres antreten.

Landschaftlich gesehen wird es wohl keine Verschlechterung für sie. Berglen dürfte in der Hinsicht Weinsberg wohl kaum nachstehen. Aber auf Kerstin Günther wartet an ihrer künftigen Wirkungsstelle eine Herausforderung. Nicht nur, weil sie die Nachfolgerin von Pfarrer Wolfgang Peter ist.

Aber zunächst: Warum geht sie denn überhaupt weg aus dem idyllischen Gellmersbach, einem Teilort von Weinsberg? Die Antwort ist einfach: Die Stelle steht im Pfarrplan auf der Streichliste. Ihr Abschied

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper