Berglen

Maximilian Friedrich: Halbzeit zur ersten Amtsperiode

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Friedrich lässt gerne Zahlen für sich sprechen. © Ramona Adolf

Berglen. Statistiken, Grafiken, Tabellen: Beim Gespräch zur Halbzeit seiner ersten Amtsperiode ist Maximilian Friedrich bestens vorbereitet und bestätigt seinen Ruf als Zahlenmensch. Rund 50 Punkte umfasst die Liste seiner eigenen Bilanz. Aber: Die Aufzählung dessen, was noch nicht abgehakt sei, was er also noch vorhabe, sei noch deutlich länger, merkt er lächelnd an.

Video: Bürgermeister Maximilian Friedrich im Interview.

Die Berglener dürfen das als Bestätigung eines Versprechens auffassen: Friedrich will in vier Jahren erneut kandidieren, sich also bis dahin von keinem frei werdenden OB-Posten, wo auch immer, locken lassen. Also auch nicht nach Weinstadt, auch wenn er von dortigen Bürgern auf eine Kandidatur angesprochen worden sei. „Ich habe immer ganz klar gesagt, dass ich 2018 auch die überzeugen will, die mich 2012 nicht gewählt haben.“ Außerdem versteht er nach wie vor die stolzen 62,5 Prozent, die er damals erhielt, als riesigen Vertrauensvorschuss, den er zurückzuzahlen hat.

Er verweist auch darauf, dass er und seine Frau mittlerweile in Bretzenacker gebaut haben und sie die Schwiegereltern samt jungem Schwager dorthin geholt haben, die Familie also in der Gemeinde auch wohnt, nach seinem Verständnis eine Selbstverständlichkeit. Und wo sie sich auch wohlfühlt, versichert Friedrich. Wobei die Familie noch Zuwachs bekommen hat, einen älteren Vierbeiner, den Berner Sennenhund Barry, den Friedrich übernommen hat, weil der sonst im Tierheim gelandet wäre, und der im Rathaus laut warnendem Schild und Foto als „Sicherheitsbeauftragter“ fungiert.

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Wechselwähler

Friedrich war bei seiner Wahl vor vier Jahren mit 25 der jüngste Bürgermeister in Baden-Württemberg.

Friedrich gehört keiner Partei an. Er sei zwar Wechselwähler, aber welche Parteien er wechselnd wählt, verrät er nicht.

Kein einziger Krankheitstag in den vier Jahren gehören zu seiner persönlichen Bilanz ebenso wie knapp 12 000 geschriebene Mails.

Er ist begeisterter Skifahrer, vor allem im Montafon.