Berglen

Neubau und Vergrößerung des Netto-Markts in Oppelsbohm geplant

Netto
Das bestehende Gebäude wird abgerissen, an seine Stelle kommen ein neues, größeres. Archivfoto: Habermann © Gabriel Habermann

Der Netto-Markt am Ortseingang von Oppelsbohm wird neu und größer gebaut. Deshalb muss am bisherigen Standort die Erschließung geändert werden. Die Erweiterungsfläche erstreckt sich bis zu den seitherigen Kundenparkplätzen. Die Zu- und Abfahrt von und zur Kreisstraße auf das Grundstück wird deshalb Richtung der Parkplätze nach Südwesten verschoben. Die Linksabbiegespur für Kunden, die von der Ortsmitte her kommen, wird entsprechend angepasst.

Bislang ist außerdem am Ortseingang eine farblich markierte Sperrfläche zwischen den Hauptfahrspuren vorgesehen gewesen. Die Verwaltung hat nun stattdessen eine Mittelinsel vorgeschlagen, weil die markierte Sperrfläche nicht mit letzter Sicherheit verhindern würde, dass Autos, die aus Richtung Erlenhof kommen und nach rechts in den Parkplatz einbiegen, (ohnehin eigentlich verboten, weil innerorts) überholt werden. Der zweite Vorteil sei, dass die Mittelinsel dafür sorge, dass in dem Bereich langsamer gefahren werde und damit erhöhe sich die Sicherheit wesentlich. In der Praxis hält nämlich so mancher Autofahrer, der „pressiert“, es nicht aus, abzuwarten, bis das Fahrzeug vor ihm abgebremst hat und in den Parkplatz abgebogen ist, zieht deshalb bisher links an diesem vorbei, wo er dann dem Linksabbieger „begegnet“ und die, die rechts an diesem vorbeifahren, zwingt, entweder voll abzubremsen oder die Busbucht zum Ausweichen zu nehmen, falls auch sie es eilig haben. Drittens soll der Ortseingang optisch aufgewertet werden, indem die Mittelinsel bepflanzt wird. Der Nachteil: Die markierte Sperrfläche hätte der Eigentümer des Marktgrundstücks zahlen müssen, die Ausgaben für die Mittelinsel, geschätzt knapp 40 000 Euro, muss die Gemeinde berappen.

Begründung für die Vergrößerung sei nur „bedingt nachvollziehbar“

Zur Planung hatten nun die Behörden („Träger öffentlicher Belange“) Stellung zu nehmen. Auch Privatleute konnten im Rahmen der öffentlichen Auslegung Einwände erheben. Davon hat ein Bürger Gebrauch gemacht. An dem Vorhaben erscheine ihm grundsätzlich zwar einiges positiv, nämlich die Bereitschaft, einen Lebensmittelmarkt vor Ort zu erhalten, aber die geplante Vergrößerung erscheine nur „bedingt nachvollziehbar“. Er sei zwar selbst regelmäßiger Kunde, die vorgebrachten Begründungen dafür erschienen ihm aber „eher suspekt“. Hauptsächlich gehe es doch um die Steigerung des Umsatzes, und dafür sei wiederum der Bevölkerungszuwachs aus dem „Berglener Bauboom“ verantwortlich. Daraus, dass er auch den für verfehlt hält, macht der Kritiker keinen Hehl.

Kritik an zusätzlicher Flächenversiegelung

Im gleichen Sinne nimmt er auch die mit dem Bauvorhaben verbundenen Eingriffe in die Natur aufs Korn. Denn schon die Ausgleichsmaßnahmen für das bestehende Marktgebäude seinen nicht „annähernd mangelfrei“ umgesetzt worden. Von daher sei nicht davon auszugehen, dass dies künftig besser werde. Dritter Kritikpunkt: die zusätzliche Flächenversiegelung durch die vergrößerte Dach- und Parkplatzfläche, verbunden mit höherem Abfluss des Regenwassers in den nahen Buchenbach und damit einer weiter steigenden Hochwassergefahr für die Unterliegergemeinden Winnenden und Leutenbach.

Bäume werden wieder gepflanzt und das Dach wird begrünt

Die Verwaltung hält beim Punkt Eingriff in die Natur und Ausgleichsmaßnahmen dagegen, dass es bei der Erweiterung nur um einen geringen Flächenanteil gehe, gering im Verhältnis zur bereits vorher verlangten Ausgleichsfläche (Baumpflanzungen). Auch für die Erweiterung werde es einen Ausgleich geben. Etwa ein Drittel, was das Ökopunktedefizit durch den Neubau angehe, werde durch das Gebot der Dachbegrünung ausgeglichen, die anderen zwei Drittel über das Ökokonto der Gemeinde.

Beim Thema Versiegelung und Regenwasser verweist die Verwaltung darauf, dass dieses bislang schon in den Buchenbach abgeleitet worden ist, daran werde auch bei der Neuplanung festgehalten. Sie verweist auch darauf, dass eine Dachbegrünung und Pflaster mit einer Rasenfuge auf dem Parkplatz vorgesehen sind, so dass bei Starkregen ein Teil des Niederschlagswassers direkt vor Ort versickern könne. Außerdem werde das Regenwasser von der Dachfläche über ein Rückhaltebecken gedrosselt in den Bach abgeleitet, das auf der Straße und dem Parkplatz anfallende Wasser über Mulden ebenfalls zum Rückhaltebecken geführt und von dort gleichfalls gedrosselt in den Bach abgeleitet.

Der Netto-Markt am Ortseingang von Oppelsbohm wird neu und größer gebaut. Deshalb muss am bisherigen Standort die Erschließung geändert werden. Die Erweiterungsfläche erstreckt sich bis zu den seitherigen Kundenparkplätzen. Die Zu- und Abfahrt von und zur Kreisstraße auf das Grundstück wird deshalb Richtung der Parkplätze nach Südwesten verschoben. Die Linksabbiegespur für Kunden, die von der Ortsmitte her kommen, wird entsprechend angepasst.

Bislang ist außerdem am Ortseingang eine

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 83,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper