Berglen

Planer Wolfgang Blank zur Kritik am neuen Berglener Kreisel

Kreisverkehr Berglen Kreisel Gaschurn_0
Die Einweihnung des neuen Kreisverkehrs. © Joachim Mogck

Berglen. Der Anblick des neuen Kreisverkehrs am Ortsausgang Rettersburg Richtung Stöckenhof löst nicht bei jedem Freude aus. In einem Leserbrief ist von einem „monströsen Baukörper“, „Fremdkörper“, einer „weiteren Bausünde“, „Fläche des Grauens“ die Rede. Wir haben dazu den Planer Wolfgang Blank befragt.

Herr Blank, wie beurteilen Sie die Kritik an den Ausmaßen des Kreisels?

Die Dimension des Kreisverkehrs bemisst sich aus dem zu erwartenden Verkehrsaufkommen und wird von den Verkehrsplanern und den Straßenbauämtern nach entsprechenden Richtlinien gebaut. Es handelt sich also um ein standardisiertes Bauwerk, eine Kreisverkehrsanlage mit 40 Metern Durchmesser, das vor allem dazu dient, den Verkehr langsamer, aber flüssig und mit weniger Unfällen abzuwickeln. Als Landschaftsarchitekten hätten wir auch gerne weniger und geringer dimensionierte Verkehrsflächen, dann müssten die Menschen in der Region aber langsamer, mit kleineren Fahrzeugen und vor allem weniger mit dem Auto unterwegs sein. Dies ist aber auch in Berglen in absehbarer Zukunft nicht zu erwarten.

Was entgegnen Sie der negativen Beurteilung der Gestaltung?

Entlang des Kreisverkehrs und der abgehenden Straßenflächen wurden circa 1200 Quadratmeter extensive Wiesenflächen mit etwa 15 heimischen Bäumen und rund 40 heimischen Solitärsträuchern angelegt. Im Kreisverkehr wurde eine etwa 400 Quadratmeter große Schmetterlings- und Wildbienenwiese aus heimischem Saatgut angesät. Innerhalb dieser Grünflächen wurden dann circa 60 Quadratmeter mit den beiden Wappen und der angrenzenden Schotterfläche belegt. Die Wappen liegen bündig in der Wiesenböschung, haben keine Fernwirkung in die freie Landschaft und sind nur aus Fahrtrichtung Stöckenhof zu erkennen. Aus Richtung Rettersburg kommend schaut man auf eine Schmetterlingswiese. Ich halte es deshalb weder für „protzig“ oder „monströs“, sondern einfach für selbstbewusst, dass die Gemeinde Berglen sich und ihre Partnerstadt in dieser Art präsentieren möchte.

Ist an dem Vorwurf „Fläche des Grauens“ in Bezug auf die Schotterfläche nicht etwas dran, wenn man bedenkt, dass allerorten „die Gärten des Grauens“ unter Beschuss sind? Oder anders gefragt: Gab es dazu keine „grünere“ Alternative?

Ich denke, dass regelmäßige Zeitungsleser solche Art von Verdrehung durchschauen, und hoffe, dass die Tatsachen mit oben genannten Zahlen ein wenig zurechtgerückt wurden. Ansonsten bitte ich um ein wenig Geduld, bis die angesäte Schmetterlingswiese keimt und im nächsten Frühjahr erblüht, die beiden Wappen dann von einem Blütenteppich gerahmt werden und sich die Gemüter wieder beruhigen.

Berglen. Der Anblick des neuen Kreisverkehrs am Ortsausgang Rettersburg Richtung Stöckenhof löst nicht bei jedem Freude aus. In einem Leserbrief ist von einem „monströsen Baukörper“, „Fremdkörper“, einer „weiteren Bausünde“, „Fläche des Grauens“ die Rede. Wir haben dazu den Planer Wolfgang Blank befragt.

Herr Blank, wie beurteilen Sie die Kritik an den Ausmaßen des Kreisels?

Die Dimension des Kreisverkehrs bemisst sich aus

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