Berglen

Säge am Stiel: Wie die Mistelaktion in Berglen den Schmarotzern zu Leibe rückt

Mistelaktion
Projektleiter Friedrich Müller und der Initiator der Mistelaktion, Diethard Fohr, mit den beiden von der Firma Stihl gespendeten Akku-Hoch-Entastern. Im Hintergrund die beseitigten Misteln. © Privat

Akku-Hoch-Entaster sind das wichtigste Werkzeug zum Entfernen von Misteln. Die Männer und Frauen der Mistelaktion freuen sich, dass die Firma Stihl für die Aktion 2020/2021 zwei solcher Geräte gespendet hat.

Am vergangenen Donnerstag hatten die Motorsägen mit dem langen Stiel bei Berglen-Kottweil Premiere und am Samstag in Oppelsbohm ihren zweiten Einsatz. Zusammen mit dem Leihgerät vom Stihl-Fachhändler Roland Heckeler in Oppelsbohm und dem ehemaligen Stihl-Mitarbeiter Götz Landwehr aus Rettersburg steht den Teams in Berglen nun höchst professionelles Handwerkszeug zur Verfügung. „Dies ist sehr wichtig, denn es gibt leider noch viel zu tun!“, sagt Diethard Fohr.

Viele ehrenamtliche Helfer in Berglen, Leutenbach, Breuningsweiler, Hertmannsweiler und Winnenden haben im vergangenen Jahr und jetzt zum Jahresbeginn zahllose Misteln von Apfelbäumen entfernt und sich so für den Weiterbestand der typischen und bald wieder blühenden Streuobstwiesen eingesetzt. Dieser Einsatz wird in den Folgejahren weiter notwendig sein, um ein dauerhaftes Ergebnis zu erzielen.

Neue Mitmacher in der Aktion

Allein in Berglen haben 70 Helfer in 330 Stunden etwa 14 000 Misteln von den Bäumen geschnitten. Dies war nur durch den Einsatz moderner Technik möglich. Neu in der Mistelaktion sind Gruppen aus Rudersberg und der Obst- und Gartenbauverein Beinstein, wie Initiator Diethard Fohr mitteilte.

Die Grundstückseigentümer werden von der Mistelaktion nochmals dringend gebeten, die Misteln selbst bis Ende Februar von ihren Bäumen zu entfernen.