Berglen

So hält der Christbaum länger frisch

elsässer_0
Peter Elsäßer, Naturparkführer Schwäbisch-Fränkischer Wald, kennt das Geheimnis einer jeden Tannennadel. © Ramona Adolf

Berglen. Wie lange ein Christbaum in der Wohnung frisch hält, hängt von der jeweiligen Sorte ab, weiß Peter Elsäßer. Beispielsweise nadelt die Rotfichte, die früher jeder im Wehnzimmer hatte, oft früher als die Nordmann-Tanne. Ein paar Kniffe gibt es dennoch, verrät Elsäßer, die jeder ganz einfach beachten kann.

Video: Tipps von Peter Elsäßer, damit Weihnachtsbäume länger schön bleiben und nicht so schnell ihre Nadeln verlieren.

Ein Christbaum sollte frisch oder zumindest nur wenige Tage vor Weihnachten geschlagen sein – das gilt für alle Sorten und ganz besonders für die Rotfichte. Peter Elsäßer spricht sich für regionale Waldbesitzer aus. „Das selbstständige Schlagen ist dazuhin ein tolles Erlebnis“, erklärt Elsäßer. Und man weiß, wo der Baum herkommt. „Meist wird Glühwein ausgeschenkt, manchmal gibt es ein Lagerfeuer – einfach schön.“

Wer seinen Baum beim Händler kauft und sich vergewissern will, dass es ein frischer Baum ist, schaut sich einfach die Nadeln an, erklärt Peter Elsäßer. Glänzen die Nadeln und lösen sich nicht vom Zweig, wenn man mit der Hand darüberstreicht, ist der Baum frisch.

Ist das Auto zu klein und der Christbaum zu groß, darf man den Baum unter keinen Umständen einfach auf das Autodach binden. Man muss ihn vorher einwickeln. Sonst trocknet er aus, macht er deutlich.

Zu Hause angekommen muss der Baum ins Wasser – egal ob auf der Terrasse oder bereits im Wohnzimmer. „Es gibt Gerüchte, dass man Zucker oder irgendwelche Mittel ins Wasser geben soll“, sagt der Experte. Aber das sei alles unnötig. Am wohlsten fühle sich der Christbaum im Wasser.

Ideal ist es den Stamm vor dem Schmücken um etwa drei Zentimeter zu kürzen, mit der frischen Schnittstelle kann der Baum wieder Wasser aufnehmen. Was man unter keinen Umständen machen sollte: den Stamm anzuspitzen. Oft wird das als Notlösung gesehen, wenn der Weihnachtsbaum nicht in den Ständer passt. „Der Stamm zieht so aber kein Wasser mehr“, sagt Elsäßer. Daher sollte man direkt beim Kauf auf den Stamm achten. „Auch kleine Bäume können einen dicken Stamm haben“, sagt Peter Elsäßer. Bevor der Baum von draußen ins Wohnzimmer kommt, wo er keinesfalls neben der Heizung stehen sollte, sollte man ihn langsam an die Temperaturen gewöhnen. Von der Terrasse könnte er zunächst in den Keller oder in die Garage kommen.

Wer einen unbehandelten Baum kauft, hat den Vorteil, dass Insekten nicht erst im Wohnzimmer aus der Winterstarre erwachen. Zur Sicherheit kann man den Baum Kopf über ausschütteln, so Elsäßer, beispielsweise vom Balkon herunter.