Berglen

Straße nach Stöckenhof voll gesperrt

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Das Schild weist an der Straße zwischen Stöckenhof und Rettichkreisel auf schadhafte Abschnitte hin – die jetzt saniert werden. © ZVW/Alexandra Palmizi
Berglen.
Die Straße zwischen Rettichkreisel und dem höchstgelegenen Berglener Teilort, dem Stöckenhof, wird erneut voll gesperrt. Und zwar gleich jetzt nach Ostern, von Dienstag, 14. April, bis voraussichtlich 24. April. 
Der Grund ist ein erfreulicher: Das Land lässt zwischen Rudersberg-Königsbronnhof und Berglen seine Landesstraße (Nummer 1120) fertig sanieren. Nun sind die Abschnitte dran, die bei früheren Arbeiten noch ausgespart worden waren.

 

Bürgermeister hofft, dass Autofahrer die Sperrung akzeptieren

„Elf Tage sind ein kurzer Zeitraum, und die Zeit ist günstig gewählt“, findet der Berglener Bürgermeister Maximilian Friedrich mit Hinweis auf die Osterferien, die noch bis 19. April dauern. Er hofft, dass deshalb deutlich weniger Berufspendler unterwegs sein werden, und vielleicht darf man wegen des Kontaktverbots auch auf deutlich weniger Freizeitverkehr zum Ebnisee mit seinen schmalen Spazierwegen hoffen. Und der Schwabenpark ist ja derzeit ganz geschlossen. „Bei der letzten Baustellen-Vollsperrung bis Oktober 2018 ging es ja leider chaotisch zu. Weil viele Verkehrsteilnehmer die Schilder ignoriert haben und in die Baustelle hineingefahren sind. Andere haben sich Schleichstrecken über die Feldwege gesucht. Die sperrte unser Bauhof, und obwohl man dafür schweres Gerät braucht, waren die Hindernisse oft nach kurzer Zeit zur Seite geschoben worden“, erinnert sich Friedrich über das unfassbare Verhalten unduldsamer Zeitgenossen.

Mal sehen, ob das neue Lebensgefühl der Entschleunigung, das manche Menschen in der Corona-Zeit auch verspüren, auch noch ein Quäntchen Geduld übrig hat für eine weiträumige Umfahrung wie in der Grafik dargestellt. Vom Kreisverkehr Königsbronnhof („Rettichkreisel“) geht’s über die Schorndorfer Straße (L 1080) durch Allmersbach im Tal, auf die Backnanger Straße und die Heinrich-Hertz-Straße auf die B 14 bis zur Anschlussstelle Nellmersbach und umgekehrt.

Elf Tage lang dauert die weiträumige Umfahrung

„Ich weiß, dass das ein großer Umweg ist. Bis ich in Berglen gewohnt habe, bin ich täglich von Auenwald hergefahren“, sagt Bürgermeister Friedrich. „Aber die elf Tage Vollsperrung bringen den Autofahrern ja auch wirklich etwas.“ Zusammen mit drei Bürgermeisterkollegen der Nachbarorte und dem Landkreis hat sich Friedrich für die Sanierung starkgemacht. „Das Thema hat mich sieben Jahre meiner Amtszeit beschäftigt, ich bin froh und dankbar, dass das Land da nun einen Haken dranmacht.“

Vor 2018 hatten die Unfälle auf der Strecke auffallend zugenommen. „Das lag an zu schnellen Fahrern, aber auch daran, dass die Ränder kaputt waren und die Leute sich nicht trauten, zu weit nach rechts zu kommen.“ Die Folge waren Zusammenstöße in der Straßenmitte. „Seit der Sanierung sind die Unfallzahlen wieder gesunken. Und ich hoffe, dass sich der Trend fortsetzt“, sagt Friedrich. Eine Rolle spielen dabei auch das Überholverbot und Tempo 70. „Beides wird bleiben, auch wenn alles fertig ist.“

Friedrich hofft für die Sicherheit im Straßenverkehr, dass das Land auch die andere Seite des Rettichkreisels im Auge behält: „Die Straße bis Althütte-Kallenberg ist sehr schadhaft.“

Das Land hat im Jahr 2018 zwei Teilabschnitte saniert, die besonders schadhaft waren, und 150 000 Euro dafür ausgegeben. Für die Rest-Strecke, 1,3 Kilometer, gibt es rund 300 000 Euro aus. Um die Umsetzung kümmert sich das Straßenbauamt des Landkreises. Darum appelliert Landrat Dr. Richard Sigel auch „an alle Autofahrer für die Zeit danach, vorsichtig und rücksichtsvoll zu fahren, denn die Strecke ist auch für viele Fahrradfahrer attraktiv.“

Spürbare Verbesserung im Stöckenhof – mit Ausnahmen

Man kann es wohl nicht oft genug sagen. Denn auch Berglens Bürgermeister Friedrich bekommt immer wieder gemeldet, dass im Teilort Stöckenhof Autos zu schnell fahren, und zwar geradeaus über den Kreisverkehr im Ort. Überwiegend nachts, wenn die Fahrer denken, dass sie andere Verkehrsteilnehmer am Licht erkennen, dabei aber Fußgänger und Radler komplett ausblenden. „Der Ort ist stark belastet von Berufs- und Freizeitverkehr“, so Friedrich. 2018/2019 hat die Gemeinde Berglen die komplette Ortsdurchfahrt Stöckenhof saniert mit dem Augenmerk, sie sicherer zu machen. Friedrich hält alle Maßnahmen für wirkungsvoll, von durchgängigen Bordsteinen über Straßenbeleuchtung bis hin zu einer „Bremsniere“ am Ortseingang. Der Kreisel blieb aber überfahrbar, weil der Bus den Radius sonst nicht schaffen würde. Vergrößert werden kann der Kreisel aus Platzgründen nicht.

 

Berglen.
Die Straße zwischen Rettichkreisel und dem höchstgelegenen Berglener Teilort, dem Stöckenhof, wird erneut voll gesperrt. Und zwar gleich jetzt nach Ostern, von Dienstag, 14. April, bis voraussichtlich 24. April. 
Der Grund ist ein erfreulicher: Das Land lässt zwischen Rudersberg-Königsbronnhof und Berglen seine Landesstraße (Nummer 1120) fertig sanieren. Nun sind die Abschnitte dran, die bei früheren Arbeiten noch ausgespart worden
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