Berglen

Wie der Berglener Waldkindergarten doch noch Kinder in den Wald kommen lässt

Waldkindergarten
Schatzsuche im Wald: Von Erzieherinnen vorbereitet für die Waldkindi-Familien. © Privat

Der Berglener Waldkindergarten ist bis auf eine Notbetreuungsgruppe nach wie vor geschlossen, dennoch sind auch die anderen Kinder, die zu Hause betreut werden, immer noch in Kontakt mit ihrem Wald.

In der letzten Januar-Woche lockten Erzieherinnen Waldkindi-Familien nacheinander auf einen Aktionsweg in den Kottweiler Wald. Voller Stolz wurden die Eltern und Geschwister von den Zwergen- und Wichtelkindern zu den einzelnen Plätzen geführt, mit ganz konzentriertem Gesichtsausdruck erklärten die Kinder ihren Lieben, wo es langgeht und was man zu beachten hat. Die Zeiteinteilungen waren so, dass Familien sich nicht begegneten, und wenn doch, wurde auf ausreichend Abstand geachtet.

Voller Elan ging es los zum größten Baum im Gebiet. Die Familien wurden aufgefordert, die umliegenden Bäume mit Gesichtern aus Schnee oder Lehm zu verzieren.

Weiter ging es über einen Pfad zum Wurzelplatz. Hier wartete eine Schatzkiste auf die Waldkinder. Jedes Kindergartenkind durfte sich eine Papierrolle mit nach Hause nehmen. Und diese Rollen waren hübsch verziert mit Feuersteinen, Schneckenhäuschen, Eicheln…

Auf dem Sonnenplatz sollte jeder ein paar lange Äste sammeln und an ein Holziglu anbauen. Wie bei vielen Dingen im Leben war der Gedanke dieser Aktion, dass man viel erreichen kann, wenn man zusammenarbeitet und eine Gruppe die Arbeit der anderen fortführt. So wurden im Laufe der Woche das Dach immer dichter und die Wände immer stärker, so dass ein Unterschlupf entstand.

Der nächste Teilabschnitt war ganz schön anspruchsvoll, über eine Rückegasse der Waldarbeiter führte der Weg zum Waldschlösschen. Hier war Trittsicherheit gefragt, vor allem von den Eltern. Die Waldkinder haben eine solch gute Körperbeherrschung, sie rennen über Stock und Stein wie junge Rehe. Am Schlösschen gab es dann eine Aufgabe für den Tastsinn. In Fühlkästen durften verschiedene Dinge ertastet und so blind erraten werden. Gemeinsam mit den Geschwistern konnte auch diese Aufgabe gelöst werden.

„So bleibt man ein wenig im Kontakt, und die Kinder fühlen sich trotz Lockdown zu ihrem Kindergarten zugehörig“, schreibt Christine Peters vom Berglener Waldkindergarten.