Berglen

Zweite E-Ladestation in Berglen steht in Rettersburg

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Alexander Weihler (links) und Maximilian Friedrich an der neuen E-Ladesäule. © Gemeinde Berglen

Die Gemeinde Berglen leistet ihren Beitrag zum Ausbau des Ladenetzes für Elektromobile, schreibt sie in einer Pressemitteilung. Seit 2018 steht bereits eine Ladesäule in der Schützgasse in Oppelsbohm, nun ist noch eine zweite in der Steinäckerstraße im Neubaugebiet „Hanfäcker“ in Rettersburg dazugekommen. Eine dritte ist in Planung.

Zuschuss ist beantragt

Die Kosten für die Ladesäule, Parkplatz, Schilder und so weiter belaufen sich auf rund 12 000 Euro. Die Gemeinde hat einen Förderantrag gestellt und erhofft sich dadurch einen Zuschuss von etwa 4600 Euro, das erfuhr unsere Zeitung auf Nachfrage.

Mit einer symbolischen Übergabe wurde die neue Ladestation für Elektroautos nun von Bürgermeister Maximilian Friedrich und Alexander Weihler, Kommunalberater der Netze BW GmbH, einer Tochter der EnBW, offiziell in Betrieb genommen. „Die Anzahl der elektrisch betriebenen Fahrzeuge steigt stark an - nicht zuletzt wegen des Umweltbonus, deshalb gehören heutzutage zu einer guten Infrastruktur auch Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge. Gerade in ländlichen Gebieten muss das Ladenetz noch engmaschiger werden“, so Bürgermeister Maximilian Friedrich.

In einer halben Stunde hat die Batterie wieder "Saft" für 50 Kilometer

„Auch die neue Ladesäule besitzt zwei Wechselstrom-Anschlüsse vom Typ 2 mit bis zu 22 Kilowatt (kW) Leistung“, erklärt Alexander Weihler. „Eine halbe Stunde Laden reicht bei neueren E-Fahrzeugen – je nach Fahrweise – für bis zu 50 Kilometer Reichweite. ,Getankt' wird hier zu 100 Prozent Ökostrom.“ Beide Stationen wurden von der EnBW aufgestellt und werden von dem Energieunternehmen auch betrieben.

Erste Ladesäule steht in Oppelsbohm, die dritte kommt nach Steinach

Eine halbstündige Ladung für rund 50 Kilometer kostet im günstigsten Fall etwa 2,20 Euro für Viellader und 2,90 Euro für Weniglader. Details zu den Tarifen am Ende des Textes. „Den Ausbau der Ladeinfrastruktur möchten wir auch im kommenden Jahr fortsetzen. Die Gemeinde Berglen hat bereits für eine weitere E-Ladesäule eine Förderzusage des Bundes erhalten. Die dritte E-Ladestation wird an der Daimlerstraße unweit der Landesstraße 1140 im Gewerbegebiet Erlenhof aufgestellt“, so Bürgermeister Maximilian Friedrich.

Der Zugang zu den Ladepunkten erfolgt am einfachsten mit der „EnBW mobility+"-App“ oder mit Hilfe handelsüblicher RFID-Karten, die auch bei Nutzern aus dem europäischen Ausland verbreitet sind. Ladekarten anderer Anbieter können aber ebenfalls verwendet werden.

Über neue Roaming-Partnerschaften mit rund 100 Anbietern in Frankreich, Italien und den Niederlanden erweitert sich das EnBW-Hypernetz auf über 100 000 Ladepunkte. Wie bisher schon können Kundinnen und Kunden angebundene Ladepunkte über ihre "EnBW mobility+"-App finden. Sie bietet Nutzern von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zudem eine Simulation, ob die Nutzung eines E-Mobils sinnvoll wäre. Das Testmagazin „connect“ kürte dieses Angebot in seinem umfassenden Ladenetztest jüngst zum Testsieger (Ausgabe 07/2020).

Und hier noch für E-Auto-Besitzer die Tarifdetails: Wer nur ab und zu bei der EnBW öffentlich Strom tankt, zahlt für die Kilowattstunde Wechselstrom (AC) rund 38 Cent, für Gleichstrom (DC) 48 Cent und keine Grundgebühr. Es fällt keine Grundgebühr an. Wer ohnehin schon Strom- oder Gaskunde ist oder mindestens 50 kWh im Monat abnimmt, muss zwar 4,86 Euro im Monat Grundgebühr bezahlen, bekommt aber einen günstigeren Tarif, 28 (AC) beziehungsweise 38 (DC) Cent.