Fellbach

Altes Hallenbad in Fellbach wird abgebrochen - hier entstehen 58 neue Wohnungen

Altes Hallenbad Fellbach
Das alte Hallenbad in Fellbach: Der flache Betonbau ist seit 2013 geschlossen. © Stadt Fellbach

Mit der Baustelleneinrichtung an diesem Montag starten die Bauarbeiten auf dem alten Hallenbadgelände in Fellbach. „Der Rückbau ist komplex und wird ein gutes halbes Jahr dauern“, stellten die Verantwortlichen des Stuttgarter Siedlungswerks, der Bauträger des dortigen Wohnbauprojektes, und der Stadtverwaltung gemeinsam fest. Zunächst erfolgen einer Pressemitteilung zufolge die Entkernung und der Abriss des Dachs, bevor es an die Außenmauern geht. Erst im zweiten Quartal 2021 wird mit dem Aushub der Neubau eingeleitet. Während des Rückbaus sind Lärm und Staubbelästigungen unvermeidbar, Parkflächen müssen abgesperrt werden.

Geschlossen, als das F3 öffnete

Der flache Betonbau aus den 1960er Jahren in der Fellbacher Schillerstraße ist seit 2013 geschlossen, die Fenster sind angelaufen und die Schäden deutlich sichtbar. Das Bad ging zusammen mit dem alten Freibad mit der Öffnung des F3-Bades außer Betrieb. Die Planungen sahen von Beginn an vor, beide Flächen für den Wohnbau zu entwickeln. Während für das alte Freibadgelände derzeit die Entwürfe des Architekturbüros konkretisiert werden, geht es auf dem 4600 Quadratmeter großen Hallenbad-Areal zwischen Schiller- und Unterer Schwabstraße jetzt in die Bauphase.

Der Bereich des ehemaligen Hallenbads gilt als „Filetstück“ der von Oberbürgermeisterin Gabriele Zull ausgerufenen Fellbacher Wohnbauoffensive. Das Grundstück liegt mitten in Fellbach, verfügt über eine gute Anbindung an Bus und Bahn sowie Schulen und Kindergärten, außerdem sind Einkaufsmöglichkeiten und medizinische Dienstleister fußläufig erreichbar. Das Stuttgarter Siedlungswerk errichtet bis Ende 2022 auf dem Areal 58 Wohnungen.

Material soll weiterverwendet werden

Die ersten Arbeiten – Dachabriss und Entkernungen – erfolgen bis zur Weihnachtspause. Im neuen Jahr beginnt dann der Abbruch der Wände. Es soll möglichst viel Material weiterverwendet werden. Aus diesem Grund wird in einer sechs Meter tiefen Baugrube ein Schredder aufgestellt, der Betonteile direkt zerkleinert. Das erspare rund 730 Lkw-Fahrten.